27.10.2026 12:51

Sanierung der Technischen Sammlungen Dresden beginnt

Německo Stadt Dresden Autor neuveden
Die Sanierung des denkmalgeschützten Ernemann-Gebäudes der Technischen Sammlungen Dresden beginnt im November 2026 und soll bis Herbst 2029 abgeschlossen sein; die Kosten betragen insgesamt 20,4 Millionen Euro. Das Museum schließt ab dem 2. November 2026, während Teile des Science Centers ab Frühjahr 2027 vorübergehend in die Sonderausstellungsräume des Landhauses am Pirnaischen Platz ziehen. Geplant sind unter anderem die energetische Sanierung von Dach und Fassade, die Erneuerung von Fenstern und Türen sowie Verbesserungen bei Brandschutz und Fluchtwegen.
AI shrnutí

Das denkmalgeschützte Ernemann-Gebäude der Technischen Sammlungen Dresden wird ab November 2026 für insgesamt 20,4 Millionen Euro saniert; die Arbeiten sollen bis Herbst 2029 dauern. Während der Bauzeit schließt das Museum, Teile des Science Centers ziehen ab Frühjahr 2027 ins Landhaus um.

Der denkmalgeschützte Ernemann-Bau in Striesen, der die Technischen Sammlungen Dresden beherbergt, wird ab November 2026 umfassend saniert. Dafür muss das Museum ab Montag, 2. November, für Besucherinnen und Besucher schließen. Teile der interaktiven Science-Center-Angebote sind ab Frühjahr 2027 in den Sonderausstellungsräumen des Stadtmuseums im Landhaus am Pirnaischen Platz zu erleben. Die Sanierung soll bis Herbst 2029 abgeschlossen sein.

Industriedenkmal wird umfassend saniert

Ziel der umfangreichen Sanierungsarbeiten ist es, das bedeutende Industriedenkmal langfristig zu erhalten, den Museumsbetrieb dauerhaft zu sichern und die Energiekosten zu senken. Ab Anfang November werden zunächst die Flucht- und Rettungswege im Gebäude gesichert. Im ersten Quartal 2027 beginnen die Arbeiten im Innenhof. Dafür wird die bestehende Hofkellerdecke vollständig zurückgebaut und eine Baustellenzufahrt von der Junghansstraße aus eingerichtet. Diese Arbeiten sollen bis Juli 2027 abgeschlossen sein. Anschließend folgen die energetische Sanierung und die weiteren Arbeiten am Gebäude. Im Detail sind rund 2300 Quadratmeter Dachfläche und 1400 Quadratmeter Fassadenfläche sowie die Türen und rund 600 Fenster denkmalgerecht zu sanieren bzw. zu erneuern. Auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ist vorgesehen. Der 48 Meter hohe Turm bekommt einen zweiten Fluchtweg. Weiterhin wird die Brandmeldeanlage erneuert und die Sicherheitsbeleuchtung instandgesetzt. Mit der Planung ist die Dresdner Architektengemeinschaft KKS – Architekten und Peter Zirkel Architekten beauftragt.

„Mit der energetischen Sanierung der Technischen Sammlungen Dresden gehen wir eines der größten Bauprojekte im Bereich ihrer Kulturbauten an. Wir investieren in den Erhalt eines bedeutenden Industriedenkmals und schaffen zugleich die Voraussetzungen dafür, dass die Technischen Sammlungen dieses Gebäude auch in Zukunft als modernes Museum beleben können. Besonders freut mich, dass der Bund eine Förderung von bis zu sechs Millionen Euro in Aussicht gestellt hat. Dass wir die Sanierung in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz planen, ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.“

Baubürgermeister Stephan Kühn

20,4 Millionen Euro für Gebäude und Sicherheit

Für die energetische Sanierung sind 13,8 Millionen Euro vorgesehen. Davon sollen sechs Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ kommen. Der Bund hat die Förderung in Aussicht gestellt. Die verbleibenden 7,8 Millionen Euro trägt die Stadt Dresden aus eigenen Mitteln. Für die Sicherung des Gebäudes und den Rückbau der Hofkellerdecke stehen weitere rund 1,6 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt bereit.

Parallel zur Sanierung wird die Planung für den „Garten der Wissenschaften“ fortgesetzt. Ab 2030 soll insbesondere der Innenhof neu gestaltet und in das Museumsangebot integriert werden. Dafür sind in der Haushaltsplanung rund fünf Millionen Euro ab 2029/2030 vorgesehen. Die Stadt prüft fortlaufend mögliche Fördermittel.

Science Center zieht vorübergehend ins Landhaus

Während der Bauzeit ziehen Teile der interaktiven Science-Center-Angebote in die Sonderausstellungsflächen im zweiten Obergeschoss des Landhauses am Pirnaischen Platz. Dort sind sie ab Frühjahr 2027 gemeinsam mit den Angeboten des Stadtmuseums Dresden und der Städtischen Galerie zu erleben.

„Die Technischen Sammlungen verbinden Technik- und Kulturgeschichte mit Wissenschaftskommunikation auf einzigartige Weise. Sie begeistern mit ihrem Zusammenspiel aus Museum, Science Center und Bildungsort Menschen aller Generationen und machen Dresden als Wissenschafts- und Kulturstandort weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar. Mit der Sanierung investieren wir deshalb nicht nur in ein Museum, sondern zugleich in den Erhalt des Ernemannbaus als eines der bedeutendsten Industriedenkmale Dresdens.“

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch

Abschiedsfest am 31. Oktober und 1. November

Bevor die Technischen Sammlungen ihre Ausstellungsräume schließen, lädt das Museum am Sonnabend, 31. Oktober, und Sonntag, 1. November, jeweils von 10 bis 18 Uhr zum großen Abschiedsfest ein. Auf dem Programm stehen Mitmachangebote, Science-Shows und besondere Führungen abseits der Ausstellungsräume. Besucherinnen und Besucher können unter anderem Leuchtkreisel löten, Beutel siebdrucken und Schleim herstellen.

Über die Technischen Sammlungen

Die Technischen Sammlungen sind das größte Museum der Stadt Dresden und zu viel mehr als „nur“ einem Museum herangewachsen. Sie sind Science Center, Erlebnisort für alle Altersgruppen sowie ein Treffpunkt im Quartier und ein Aushängeschild für Dresden, weit über die Stadtgrenzen hinaus. Besonders Familien und Kinder finden hier zahlreiche Möglichkeiten, naturwissenschaftliche Phänomene und technische Zusammenhänge selbst zu erkunden. Mit ständigen Ausstellungen zu Geschichte der Fotografie und des Films, des Computers und anderer Medientechnik sowie Sonderausstellungen zu Fotokunst und aktueller Technologieforschung fördert das Museum die Auseinandersetzung mit den technischen Grundlagen der Gegenwart. Eine wichtige Rolle spielen Kooperationen zum Beispiel mit der TU Dresden, DRESDEN-concept und weiteren Partnern aus Wissenschaft und Forschung.

Weitere Informationen

  • www.tsd.de


https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/10/pm_074.php?amp%3Bpk_kwd=news&pk_campaign=RSS
Autor
Společnost / Organizace
Stadt Dresden
Stáhnout
Sdílet