23.10.2026 09:03

TU Clausthal ehrt die Absolventen des Abschlussjahrgangs 1976

Německo Technische Universität Clausthal Lara Niessner
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50 Jahre nach ihrem Studienabschluss erhielten die Jubilarinnen und Jubilare in der Aula Academica das Golddiplom.

Als eine „Reise in eine prägende Zeit im Leben“ eröffnete Prof. Christian Bohn die Feierstunde des Abschlussjahrgangs 1976. Der Studiendekan für Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Technischen Universität Clausthal vertrat bei dieser feierlichen Veranstaltung das Präsidium. Auch Hauke Bosch, der als studentischer Vertreter im Senat der TU Clausthal die Grußworte hielt, fasste zusammen: „Clausthal hat sich immer wieder neu erfunden und Sie waren damals mittendrin.“

Erinnerungen an die Studienzeit

Die Beiträge der Absolventinnen und Absolventen während des von Andrea Langhorst vom Alumnimanagement organisierten Festakts waren durchweg von Erinnerungen an die Studienzeit in den 1970er Jahren geprägt. Einige von ihnen hatten sich auch über das eigentliche Studium hinaus an der Universität engagiert. So war Dipl.-Ing. Dieter Leimenstoll als damaliger Kulturreferent des AStAs an der Gründung des Studentenzentrums mit dem Kellerclub beteiligt gewesen. Beides existiert noch heute. Auch Dr. Stefan Prigge leistete mit seinem Engagement einen wichtigen Beitrag zum heutigen Freizeitangebot für die Studierenden: Während seiner Studienzeit, die er als die schönsten Jahre seines Lebens beschrieb, war er Gründungsmitglied des Universitäts-Sport-Clubs.

Nachdem die TU im vergangenen Jahr bereits ihr 250-jähriges Bestehen feierte, brachte Oberstudienrat Thomas Gundermann vom Verein von Freunden der TU Clausthal die Sprache auch auf das 200-jährige Jubiläum – schon diese Feier hatten viele der Anwesenden aktiv miterlebt. „Wir haben nicht nur studiert, sondern auch viel gefeiert. Das hat uns auch nicht geschadet“, resümierte Dipl.-Ing. Wolfgang Sander augenzwinkernd.

Einen besonderen Stellenwert nahm auch die von vielen Anwesenden hochgelobte enge Verbindung zwischen Studierenden und Lehrenden ein. So teilte Prof. Otto Carlowitz in seiner Ansprache aus den Reihen der Jubilarinnen und Jubilare die ein oder andere Anekdote über die Professoren, ob aus dem Seminarraum oder von spontanen Zusammentreffen im griechischen Restaurant. Neben der Praxiserfahrung haben die Alumni außerdem weitere elementare Fähigkeiten mitgenommen: „Wichtig war die Methodik Probleme zu lösen, wovon ich meine gesamte Berufslaufbahn profitiert habe“, sagte Dr. Hans-Joachim Klutz, der als leidenschaftlicher Ski-Langläufer damals vom vielen Schnee nach Clausthal gelockt wurde.

Beständige Verbundenheit mit der TU und untereinander

Die Studienzeit an der TU Clausthal hat auch langanhaltende Verbindungen geschaffen. So brachte der Abschlussjahrgang 1976 gleich zwei Ehepaare hervor – sowohl das Ehepaar Keppler als auch das Ehepaar Sasse nahmen ihre Urkunden jeweils gemeinsam entgegen. Dass die Universität neben Wissen wohl auch Ehen stifte, scherzte dabei Prof. Bohn.

Dr. Merdan Uyar, der aus Istanbul die weiteste Anreise zurückgelegt hatte, betonte nicht nur seine eigene Verbundenheit mit Clausthal und der TU, sondern auch die seiner Familie: In Clausthal habe er seine Frau geheiratet, seine beiden Söhne wurden hier geboren und studierten ebenfalls an der TU. Noch immer trifft er sich einmal im Jahr mit einer Gruppe Clausthal verbundener Bekannter. „Wir Clausthaler“, so sagte er „pflegen unsere Beziehung zu Clausthal.“ Auch Dr. Lothar Kilp bestätigte: „Die Netzwerke haben sich deutschland- und weltweit etabliert.“ Dieser hatte sich zuvor sehr gerührt gezeigt so viele bekannte Gesichter zu sehen, darunter auch Gertrud Gayer, die ehemalige Leiterin des Prüfungsamtes: „Sie sind mir sehr wohl in meinem Herzen drin.“ Wie viele andere Absolventinnen und Absolventen bedankte er sich für die jahrelange Unterstützung.

Blick in die Zukunft

Den diesjährigen Festvortrag hielt Prof. Kai Kunze aus dem Bereich Human-Centered Information Systems am TU-Institut für Informatik. Zu seiner Vorstellung von Projekten, die die Forschung zu Gehirnaktivitäten mithilfe modernster Technologien aus der Laborumgebung direkt in den Alltag bringen, brachte er zwei Begleiter mit: Während bereits zu Beginn der Veranstaltung der sogenannte „Cuddle-Fish“ zur Musik von TU-Student Hosea Simanjuntak am Flügel durch den Saal schwebte, kam auch der humanoide Roboter Bernd zum Einsatz und schritt, ausgestattet mit Doktorhut, durch die Reihen. So blickt die TU auch mit 250 Jahren Tradition im Gepäck in die Zukunft und ist sich der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewusst.

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