„So stark wie noch nie!“
Michaela Polleres gewann bei der Judo-Weltmeisterschaft Silber und kehrt damit in die Top Ten der IJF-Weltrangliste und die Setzlisten zurück. Die Österreicherin bezeichnete ihre Leistung als wahrscheinlich beste ihrer Karriere und sagte, die 1.400 Punkte seien ein Meilenstein für die Olympia-Qualifikation. Beim Masters vor Weihnachten in Duschanbe will sie ihre WM-Leistung bestätigen und weitere Punkte sammeln.
Michaela Polleres získala na mistrovství světa stříbrnou medaili a po výsledku se vrací do první desítky světového žebříčku IJF. Judistka popisuje finále i význam 1 400 bodů pro olympijskou kvalifikaci.
Michaela Polleres – mit der WM-Silbermedaille um den Hals, mit einem breiten Grinsen – hat die Halle verlassen und ein bisschen Ruhe gefunden. Am Handy herrscht derweil Hochbetrieb. Die ersten Gratulationen treffen via WhatsApp zuhauf ein. „Ich habe Michi noch nie so stark gesehen wie heute, nicht einmal bei Olympia-Silber in Tokio. Sie war taktisch clever, hat viel Würfe ausgepackt und war sehr angriffslustig. Über die Strafen im Finale kann man diskutieren und natürlich hat die Final-Niederlage im ersten Moment einen bitteren Beigeschmack. Aber mit ein bisschen Abstand wird die auẞergewöhnliche Leistung in den Vordergrund rücken. Michi kann stolz sein auf diesen Tag und die Tatsache, jetzt schon zwei Olympia- und drei WM-Medaillen zu haben. Ihr Auftritt von heute ist ein Lohn der harten Arbeit der letzten Wochen“, analysiert Judo-Austria-Cheftrainerin Yvonne Snir-Bönisch.
„Ja, so hat sich das angefühlt. Ich hatte einen guten Griff und viele Wertungen. Alles lief nach Plan oder eigentlich sogar besser. Ich kann Yvonne nur zustimmen, das war wahrscheinlich die beste Michi Polleres, die es je gab. Zugegeben im ersten Moment war ich nach der Final-Niederlage richtig traurig. Aber mittlerweile überwiegt langsam der Stolz und die Erleichterung, einmal mehr am Tag X abgeliefert zu haben. Die 1.400 Punkte sind ein Meilenstein in der Olympia-Qualifikation. Beim Masters vor Weihnachten in Duschanbe will ich die WM-Leistung bestätigen und weiter Punkte sammeln“, erzählt Michaela Polleres. „Mein Heimtrainer Adi Zeltner hat mir schon als Kind immer vorgebetet: Nur wer besonders hart trainiert, der wird am Ende auch belohnt. Das hat für mich auch heute noch seine Gültigkeit. Das habe ich verinnerlicht.“
Ab sofort wird die ÖJV-Erfolgsathletin wieder in den Top-Ten der IJF-Weltrangliste und damit auch in den Setzlisten aufscheinen. Yvonne Snir-Bönisch: „Dadurch wird vieles leichter. Michi ist jetzt – nach ihrer eineinhalbjährigen Wettkampfpause – wieder dort, wo sie hingehört.“
Olympische Momente
https://www.olympia.at/main.asp?NID=46404&kat1=87&kat2=538