6.10.2026 16:10

Eigeninitiative, Verantwortung, Teamgeist: Vier Wochen BASE

Německo Klinikum Bayreuth Leon Fichtner
Vier Wochen lang haben Pflegeschülerinnen und -schüler der BASE-Station am Klinikum Bayreuth Eigenverantwortung übernommen, Teamarbeit gestärkt und praxisnah Erfahrungen gesammelt. Das Projekt, das unterschiedliche Träger zusammenbringt, ermöglicht selbstständige Schichtleitungen im drei Betten pro Pflegezimmer umfassenden Bereich, unterstützt durch das Stationspersonal und Fachärzte; am Ende lobten Patientinnen und Patienten sowie Lehrende den Zusammenhalt, das Vertrauen und die gelungene Ausbildung. Die Teilnehmenden berichten von gutem Austausch, wachsendem Teamgeist und der Aussicht auf eine moderne, praxisnahe Grundausbildung.
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Vier Wochen sind Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler für die Ausbildungsstation BASE eingeteilt. Eine Team zieht Bilanz.

Noch kurz ein Input des hausinternen Versicherungsmanagements, die finale Übergabe und dann ist es für die BASE-Schülerinnen und Schüler geschafft. Sie haben diesen Part ihrer Ausbildung abgeschlossen. Vier Wochen eine Station im Team leiten? Check!

Freude und Stolz macht sich in ihren Gesichtern breit. Das liegt nicht allein am bevorstehenden Feierabend, sondern auch weil sie während dieser Zeit auf der BASE-Station Eigenverantwortung übernommen und Erfahrungen gesammelt haben.

Nicole Geier arbeitet bereits zwölf Jahre im Gesundheitswesen. „Ich komme aus der Ambulanz und dem Pflegedienst.“ Für sie war es ein Highlight der BASE-Station, „ dass wir sofort gut angenommen wurden und das auf Augenhöhe. Im Anschluss dann alles selbst organisieren“, das sei spannend gewesen.

Die Idee der BASE-Station am Klinikum Bayreuth:

Es ist ein relativ neues Projekt, um die Ausbildung zu stärken und Pflegeschülerinnen und -schüler besser auf ihre zukünftigen Berufe vorzubereiten. Besonderheit – auch im aktuellen Team: Alle kommen von unterschiedlichen Trägern. Ob BRK, Klinikum Bayreuth, das Bezirkskrankenhaus oder eben ambulante Pflegedienste. Offen für alle Träger. Im Ausbildungsplan ist die BASE direkt am Anfang des zweiten Lehrjahres angesiedelt.

Prunellia Kassa meint zu ihrer Zeit, „dass der Austausch gut funktioniert hat und ich viel gelernt habe. Es ist eine sehr gute Kommunikation im Team hier.“ Für sie besonders bereichernd? Das selbstständige Arbeiten.

Wie funktioniert die BASE?

Die Schulstation umfasst drei Pflegezimmer mit sechs Betten. Sehr überschaubar im Vergleich zu anderen Stationen. Die Patientinnen und Patienten werden vom BASE-Team betreut. Das bedeutet: Schülerinnen und Schüler übernehmen alle Aufgaben des Früh- und Spätdienstes eigenverantwortlich. Im Hintergrund wird das BASE-Team durch das Stationspersonal unterstützt und zeitgleich betreut – sollte es zu Fragen kommen. Außerdem stehen Fach- und Oberärzte der Fachabteilungen Unfallchirurgie, Gefäßchirurgie und der geriatische Frührehabilitation bereit.
Unter der Eigenverantwortung der BASE-Station ist ein enges Netz geknüpft, damit Verantwortung geübt werden kann und zugleich die Patientinnen und Patienten bestmöglich betreut werden.
Wer auf der BASE liegt, profitiert doppelt. Sie können auf die Versorgung des Klinikum Bayreuth zurückgreifen – ein kommunaler Maximalversorger – und zeitgleich haben sie eine engmaschige Betreuung durch das BASE-Team.
Das Team organisiert Abläufe, stimmt sich ab und es wächst gemeinsam. Damit setzt das in Oberfranken einzigartige Projekt den Gedanken einer modernen Ausbildung im medizinischen Alltag um: nicht nur Anleitung sondern echtes Vertrauen, Verantwortung und Teamwork. Ein perfektes Lernumfeld.

Das findet auch Steven Thiele. „Cool“, so beschreibt er die vergangenen vier Wochen. „Anfangs kannten wir uns alle nicht, wir kamen von unterschiedlichen Trägern. Nach vier Wochen sind wir echt zu einem Team gereift,“ sagt Thiele. Er grinst, als er sich an den Onboarding-Tag erinnert: „Der war echt etwas chaotisch. Durch die Eigenständigkeit haben alle sofort angefangen, zu wuseln.“ Auch das gehöre dazu, denn genau dadurch werden dann Absprachen getroffen, Arbeitsabläufe definiert und Aufgaben im Team verteilt. Genau das ist die Idee hinter der BASE.

Ziel erreicht, denn „es gab echt sehr gutes Feedback von unseren Patientinnen und Patienten.“ Die Station sorge für eine gute Ausbildung für „die Pflegekräfte von morgen. Und da ist der Zusammenhalt sehr wichtig – das gegenseitige Vertrauen und Unterstützen.“

Dafür brauche es auch Flexibilität, sagt Julian Grießhammer. Er kommt aus der Pflege in einem Behindertenaltenheim. „Wir sind schon ein verrückter und unterschiedlicher Haufen hier, aber durch die Selbstständigkeit und Verantwortung, haben wir uns gut ergänzt.“ Vor allem die gute Einarbeitung habe bei diesem Prozess gut geholfen und eine gute Grundstruktur vermittelt.

Sandra Plotniok schaut während der Übergabe kurz in den BASE-Pflegestützpunkt. Sie ist stellvertretende Stationsleitung der 12 B und damit Vize-Chefin der BASE. Und sie liefert die abschließenden Worte der Übergabe: „Wegen der Interaktivität, feier‘ ich das hier total.“

Medizinische Berufe zählen zu den verantwortungsvollsten Aufgaben in der Gesellschaft, Absolventen im Gesundheitswesen zu den begehrtesten Nachwuchs- und Fachkräften. Wer sich für einen Beruf in Pflege oder Medizin entscheidet, begleitet Menschen in schwierigen Lebenssituationen – bei Krankheit, Unsicherheit oder Angst – eine enorme Verantwortung, die mit der Erfahrung stetig wächst.

Selbst Interesse?
Alle Informationen zu Ausbildungsgängen, Voraussetzungen und Abschlüssen unter karriere.klinikum-bayreuth.de

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Leon Fichtner

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