17.9.2026 12:41

Wirtschaft und Infrastruktur besser gegen Hitze wappnen

Německo Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft Autor neuveden
GDV varuje, že dlouhá vlna veder a sucha 2026 vyžaduje zásadní adaptace infrastruktury a firem. Krátkodobě mohou veder a nižší průtoky zdržovat dopravu, zvyšovat náklady a snižovat produktivitu, což mírně tlumí růst HDP v third quarter o zhruba 0,2 procentního bodu (podle některých odhadů až 0,3 bodu). Důraz je kladen na investice do klimaticky odolnějších komunikací, budov a energetické a vodohospodářské infrastruktury, aby se předešlo dlouhodobým ztrátám a zhoršení ekonomické výkonnosti při opakovaných extrémních vedrech.
AI shrnutí

Laut EU-Klimadienst Copernicus war der August 2026 der weltweit wärmste August seit Beginn der Aufzeichnungen. GDV-Ökonomen haben untersucht, welche Folgen lange Hitzeperioden für die Wirtschaft haben.

Der GDV sieht nach dem Hitzesommer 2026 Handlungsbedarf seitens Politik und Wirtschaft. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit von Extremwetterlagen braucht es aus Sicht der Versicherer intensive Anstrengungen zur Anpassung und Eindämmung des Klimawandels, andernfalls drohen dauerhafte Einbußen bei Produktivität, Investitionen und Wachstum wie eine GDV-Auswertung aktueller Analysen zeigt.

„Hitze und Dürre haben auch diesen Sommer schwerwiegende Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft verursacht“, so GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Wir sollten Extremwetter nicht erst dann zum Thema machen, wenn der Schaden bereits entstanden ist, sondern systematisch vorbeugen. Deshalb brauchen wir an den Klimawandel angepasste Verkehrswege und Gebäude sowie eine verlässliche Energie- und Wasserversorgung.“

Hitze könnte Wirtschaftswachstum im dritten Quartal um 0,2 Prozentpunkte dämpfen

Für den Sommer 2026 rechnen verschiedene Analysen mit einem kurzfristigen Dämpfer der Wirtschaftsleistung. Grund: Menschen arbeiten bei hohen Temperaturen weniger produktiv, Unternehmen brauchen mehr Energie für Kühlung und Produktion kann hitzebedingt ausfallen. Dürre und niedrige Flusspegel erschweren zudem den Transport von Waren.

Oxford Economics etwa erwartet, dass Hitze und Dürre das deutsche Wirtschaftswachstum im dritten Quartal um bis zu 0,2 Prozentpunkte verringern könnten. ING kommt für das Gesamtjahr auf rund 0,3 Prozentpunkte. Die Bundesbank wiederum erwartet durch Niedrigwasser, höhere Transportkosten und Lieferverzögerungen ebenfalls eine spürbare Belastung der Wirtschaftsaktivität.

Entscheidend ist aus Sicht des GDV die längerfristige Entwicklung. Wenn extreme Hitze zur Regel wird, reicht es nicht, kurzfristige Produktionsausfälle auszugleichen. Unternehmen müssen investieren, um ihre Standorte, Gebäude und Anlagen an höhere Temperaturen anzupassen.

Bleiben solche Investitionen aus, kann auch das künftige Wachstum leiden. Eine Simulation von Allianz Research kommt in einem Stressszenario mit wiederkehrenden extremen Hitzejahren für Deutschland auf kumulierte Verluste des Bruttoinlandsprodukts von bis zu 131 Milliarden US-Dollar bis 2030.

Der GDV definiert drei Prioritäten

  1. Kritische Infrastruktur widerstandsfähiger machen
    Verkehrs-, Energie- und Wasserinfrastruktur müssen stärker auf die Wetterbedingungen der Zukunft ausgerichtet werden. Niedrige Wasserstände zeigen bereits heute, wie Extremwetter wirtschaftliche Abläufe beeinträchtigen kann. Wenn wichtige Transportwege eingeschränkt sind, können daraus Lieferverzögerungen und zusätzliche Kosten für Unternehmen entstehen.

  2. Investitionen zur Klimaanpassung dort konzentrieren, wo sie die größten volkswirtschaftlichen Effekte haben
    Nicht jede Infrastruktur ist gleichermaßen gefährdet und nicht jede Anpassungsmaßnahme hat die gleiche Wirkung. Investitionen sollten deshalb stärker danach ausgerichtet werden, wo Ausfälle besonders große Folgen für die gesamte Wirtschaft haben.

  3. Arbeitsplätze besser an Hitze anpassen
    Ein erheblicher Teil der wirtschaftlichen Folgen entsteht durch sinkende Produktivität. Unternehmen können die Folgen begrenzen, zum Beispiel durch angepasste Arbeitszeiten und besseren Hitzeschutz. Solche Änderungen wie beispielsweise eine an das Klima angepasste Bauweise können Produktivitätsverluste und Ausfälle verringern.

Vor diesem Hintergrund kommen die GDV-Volkswirte zu dem Schluss, dass der Hitzesommer 2026 vor allem ein Warnsignal ist. Kurzfristig ist demnach die Belastung für die Konjunktur überschaubar. Je häufiger extreme Hitzeperioden auftreten, desto wichtiger wird es aber, Wirtschaft und Infrastruktur rechtzeitig anzupassen.

  •  

    Economics & Finance Flash 2026/2

    Kühlt der Hitzesommer die Konjunktur ab? Hitze und Dürre belasten die deutsche Wirtschaft über sinkende Arbeitsproduktivität, Transportengpässe und höhere Kosten. Für den Sommer 2026 deuten die verfügbaren Schätzungen kurzfristig auf einen Dämpfer des BIP-Wachstums hin. Langfristig nehmen die Wachstumsrisiken zu, wenn wiederkehrende Hitzeperioden auch Investitionen beeinträchtigen.

    PDF, 1,5 MB, 17.09.2026

Ansprechpartner



https://www.gdv.de/gdv/medien/medieninformationen/wirtschaft-und-infrastruktur-besser-gegen-hitze-wappnen-215482

Autor
Společnost / Organizace
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
Sdílet
Galerie