15.9.2026 07:20

Gemeinsam für ein gesundes Uniklinikum

Německo Universitätsklinikum Erlangen Elke Schmidt
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Betriebliches Gesundheitsmanagement: Uniklinikum Erlangen, AOK und SBK verlängern Kooperation.

„Die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für uns genauso wichtig wie die der Patientinnen und Patienten“, sagt Elke Schmidt, Leiterin der Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe des Uniklinikums Erlangen und Initiatorin der betrieblichen Gesundheitsförderung am Uniklinikum, die bereits seit 2006 existiert. Um ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) aufzubauen, hatten das Uniklinikum Erlangen, die AOK Bayern und die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse 2023 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Nun wird diese Zusammenarbeit um drei Jahre verlängert.

Seit 2023 wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement am Uniklinikum Erlangen systematisch auf- und ausgebaut. Das BGM gestaltet Arbeitsbedingungen und -abläufe gesundheitsförderlich, bündelt Gesundheitsangebote, reduziert Belastungen und fördert Ressourcen. All das soll die Gesundheit der Mitarbeitenden langfristig stärken. „Dank der guten Zusammenarbeit mit AOK und SBK konnten wir erste Projekte erfolgreich durchführen und daraus nachhaltige Angebote entwickeln, die inzwischen fester Bestandteil unseres BGMs sind“, sagt BGM-Koordinatorin Bianca Adler. „Umso mehr freuen wir uns, dass die Kooperation mit den Krankenkassen jetzt in die zweite Runde geht und wir das BGM noch weiter ausbauen können.“

Was schon umgesetzt ist

Gemeinsam wurden wichtige Strukturen für ein systematisches BGM am Uniklinikum Erlangen geschaffen – darunter der BGM-Steuerungskreis, der sich einmal im Monat trifft und in dem auch Vertretende der AOK Bayern und der SBK beratend unterstützen. Außerdem wurde jeweils eine zentrale Informationsseite im Mitarbeitendenportal und auf der Website angelegt – für mehr Transparenz bezüglich bestehender Gesundheitsangebote. Eines der bereits umgesetzten Projekte ist die Psychosoziale Unterstützung, kurz PSU. Dabei wurde am Uniklinikum Erlangen ein Peer-Support-System eingeführt, um Mitarbeitende nach psychisch herausfordernden Situationen zu entlasten. Dies können etwa Reanimationen sein, Vorfälle mit Kindern oder der unerwartete Tod von Patientinnen und Patienten. 70 Mitarbeitende haben sich so weitergebildet, dass sie Kolleginnen und Kollegen wirksam helfen können. Die AOK Bayern und die SBK haben das PSU-Projekt finanziell unterstützt. 2024 erhielt es den Innovationspreis des Bundesverbands Betriebliches Gesundheitsmanagement e. V. Auch bei zwei Azubiprojekten arbeiten Uniklinikum Erlangen, AOK Bayern und SBK eng zusammen: So wurde ein neuer Gesundheitstag für kaufmännische und technische Auszubildende am Uniklinikum Erlangen konzipiert und ein Gesundheitsprogramm für Auszubildende der Generalistik und der Anästhesietechnischen und Operationstechnischen Assistenz entwickelt und umgesetzt. Dazu kommen zahlreiche Gesundheits- und Präventionskurse für alle Mitarbeitenden des Uniklinikums Erlangen – darunter Yoga, Rücken-Fitness und Pilates sowie Kurse zu Stressreduktion und Rauchentwöhnung. Diese Angebote schaffen einen körperlichen, aber auch mentalen Ausgleich zur Arbeit.

Wie es weitergeht

„In den kommenden drei Jahren wollen wir ein Analyse- und Monitoringsystem aufbauen, aus dem wir dann neue Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ableiten können. Deren Wirksamkeit soll selbstverständlich auch evaluiert werden“, erklärt Bianca Adler. Das Anschlussprojekt baut damit auf der aktuellen BGM-Struktur auf und entwickelt diese zu einer datenbasierten, strategischen Steuerung weiter. „Unser Ziel ist es, Gesundheit noch nachhaltiger im Uniklinikum Erlangen zu verankern“, so Andreas Kaiser, Direktor der AOK in Mittelfranken. „Gemeinsam mit dem Uniklinikum und der SBK schaffen wir die Grundlage dafür, Belastungen frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen gezielt umzusetzen und die Gesundheit der Beschäftigten langfristig zu stärken.“

Nadja Dewitz, Gebietsleitung Erlangen/Nürnberg der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, ergänzt: „Mit dem Uniklinikum Erlangen haben wir eine gute Grundlage für ein nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement geschaffen. Gemeinsam wollen wir diesen Weg jetzt weitergehen und durch einen systematischen Analyse- und Monitoringansatz noch gezielter hinschauen: Wo liegen die konkreten Herausforderungen im Arbeitsalltag der Pflegekräfte, und welche Maßnahmen helfen den Beschäftigten wirklich? Hier schafft eine datengesteuerte Herangehensweise die wertvolle Grundlage, passgenaue Maßnahmen zu entwickeln und zielgerichtet zu platzieren. Denn Gesundheitsförderung soll dort ansetzen, wo sie im Arbeitsalltag gebraucht wird. Wir hoffen, dass das Uniklinikum Erlangen mit diesem Ansatz ein gutes Beispiel gibt und auch andere Kliniken ermutigt, ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement gezielt und nachhaltig weiterzuentwickeln.“

Weitere Informationen:

Elke Schmidt
09131 85-36250
elke.schmidt(at)uk-erlangen.de


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