9.9.2026 10:06

Neues Papierkorbmodell für Köln

Německo Stadtbibliothek Köln Sabine Wotzlaw
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100 Papierkorbgaragen für ein sauberes Stadtbild.

Köln bekommt neue Papierkörbe. Im Rahmen eines Pilotprojektes sind zunächst 100 sogenannte Papierkorbgaragen an stark frequentierten Standorten in der Kölner Innenstadt geplant. Die erste Papierkorbgarage wurde am Mittwoch, 9. September 2026, von Oberbürgermeister Torsten Burmester und Thomas Thalau, Vorsitzender der Geschäftsführung der AWB Köln, offiziell in Betrieb genommen. Die neuen Modelle verfügen über ein deutlich größeres Fassungsvermögen sowie geräumige Einwurf-Öffnungen und sollen dazu beitragen, die Sauberkeit im öffentlichen Raum weiter zu verbessern. Die Einführung der Papierkorbgaragen ist eine weitere sichtbare Maßnahme aus dem Masterplan Sauberkeit. Die Erweiterung und Modernisierung des Papierkorbangebots zählt zu den zentralen Maßnahmen dieses Plans.

Oberbürgermeister Torsten Burmester:

Köln verfügt bereits heute mit rund 24.000 Papierkörben über eine der höchsten Papierkorbdichten Deutschlands. Die neuen Papierkorbgaragen ergänzen dieses starke Angebot dort, wo besonders viele Menschen unterwegs sind und größere Kapazitäten benötigt werden. Gerade in unserer Innenstadt wollen wir damit einen weiteren Beitrag zu einem sauberen Köln leisten. Das Pilotmodell gibt uns die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und zu prüfen, wie sich die Nutzung im Alltag bewährt. Sauberkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe – die Stadt schafft die Voraussetzungen, aber gemeinsam tragen wir alle Verantwortung dafür, dass Köln sauber bleibt.

Thomas Thalau, Vorsitzender der Geschäftsführung der AWB Köln GmbH:

Mit den Papierkorbgaragen verbinden wir mehrere Ziele: mehr Sauberkeit an hoch frequentierten Standorten, effizientere Entsorgungsprozesse und eine Entlastung für unsere Mitarbeitenden. Das größere Volumen reduziert Überfüllungen, während das ergonomische Leerungssystem die körperliche Belastung deutlich verringert. So schaffen wir gleichermaßen einen Mehrwert für die Stadt und die Menschen in Köln und stärken zugleich den Gesundheitsschutz im Arbeitsalltag unserer Beschäftigten.

Als Teil des Masterplans Sauberkeit hat der Rat der Stadt Köln der Verwaltung Ende 2024 den Auftrag gegeben, das bestehende Papierkorbkonzept zu überarbeiten und künftig innovativere und bedarfsorientiertere Modelle zu beschaffen. Die Entwicklung des Masterplans erfolgte durch eine Zusammenarbeit der Stadt Köln und der AWB unter breiter Beteiligung von Bürger*innen, Wirtschaft, Vereinen und Institutionen. Zu den häufigsten Wünschen gehörten größere Papierkörbe, bedarfsgerechte Reinigungskonzepte und eine weitere Verbesserung der Sauberkeit an stark frequentierten Orten. Die Papierkorbgaragen greifen diese Anregungen auf.

Sie beinhalten jeweils einen Standard-Abfallbehälter mit einem Fassungsvermögen von 240 Litern, wie er auch bei Veranstaltungen zum Einsatz kommt. Dieser ist in einem robusten Gehäuse untergebracht. Die Verkleidung hat eine Kantenlänge von knapp 80 Zentimetern, ist mehr als 1,5 Meter hoch und wiegt 155 Kilogramm. Die vier großen Öffnungen erlauben auch den Einwurf von Gegenständen wie beispielsweise Pizzakartons – ein wesentliches Kriterium für diesen Papierkorbtyp. Zur Leerung wird der Behälter aus dem Gehäuse gezogen und anschließend in ein Abfallsammelfahrzeug entleert. Dieses Verfahren ist ergonomisch und bietet den Mitarbeitenden der AWB einen deutlich höheren Bedienkomfort.

Als Einsatzorte für das neue Modell wurden Plätze definiert, an denen sich viele Kölner*innen, aber auch Pendelnde sowie Tourist*innen bewegen und aufhalten. Insbesondere der Brüsseler Platz, der Rudolfplatz, der Neumarkt, der Alter Markt und der Heumarkt sowie der Rheingarten in der Altstadt wurden für die Pilotierung ausgewählt – in Summe werden im Innenstadtbereich 94 Exemplare aufgestellt. Sechs weitere Papierkorbgaragen werden im Umfeld des Doms platziert, jedoch nicht mittig auf der Domplatte, sondern in angrenzenden Bereichen.

Die Aufstellung der Papierkorbgaragen erfolgt zunächst als einjähriges Pilotprojekt. Während dieses Zeitraums wird beobachtet und ausgewertet, wie das neue Modell angenommen wird und welche Auswirkungen es auf die subjektive und objektive Stadtsauberkeit hat. Dabei wird unter anderem untersucht, ob die Sichtbarkeit eines Papierkorbs Einfluss auf die Einwurfmenge hat. Die eine Hälfte der Papierkorbgaragen wird deshalb grau gestaltet, die andere Hälfte erhält eine auffällige orangefarbene Beklebung. Nach Abschluss der Testphase wird die Gestaltung der Papierkorbgaragen auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse gegebenenfalls angepasst. Außerdem testet die AWB, welche Leerungsfrequenzen sinnvoll sind und wie sich die Papierkorbgaragen im Handling bewähren.


https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presseservice/neues-papierkorbmodell-fuer-koeln