Die Freiheit der Wissenschaft schützen: acatech unterzeichnet gemeinsamen Appell
„Wer versucht, die Wissenschaft zu instrumentalisieren, versperrt einer freien Gesellschaft die Zukunft“, konstatiert das heute erschienene Positionspapier „Freie Wissenschaft – Erfolgreiche Wirtschaft – Starkes Deutschland“. Das Berliner Forschungsnetzwerk hat das Positionspapier erarbeitet, das 23 Wissenschaftsorganisationen und Verbände mittragen, darunter acatech.
Die unterzeichnenden Organisationen fordern, die Freiheit der Wissenschaft zu schützen: „Wissenschaft und Forschung brauchen Freiheit. Eine fortschrittliche, resiliente Demokratie und eine moderne, international kompetitive Wirtschaft brauchen eine freie Forschung. Wer versucht, die Wissenschaft zu instrumentalisieren, versperrt einer freien Gesellschaft die Zukunft.“ Es gelte, Forschungsfragen nach wissenschaftlichen Maßstäben zu beantworten, wissenschaftliche Methoden und Ergebnisse zu schützen, der Diskreditierung von Forschung und Forschenden entgegenzutreten, unabhängige Begutachtungs- und Selbstverwaltungsstrukturen der Wissenschaft zu achten und zu stärken, das Vertrauen in evidenzbasierte Erkenntnisse zu fördern und eine offene Gesellschaft mit Willkommenskultur zu leben und zu schützen.
„Der acatech Vorstand unterstützt die gemeinsame Positionierung des Berliner Forschungsnetzwerks aus Überzeugung“, sagt acatech Präsidentin Claudia Eckert anlässlich der Veröffentlichung. „Die Freiheit der Wissenschaft, Forschung und Lehre ist neben der Freiheit der Kunst und der Pressefreiheit in unserem Grundgesetz verankert – und das mit gutem Grund. Die Freiheit der Wissenschaft und Forschung ermöglicht erst eine wissenschaftsbasierte demokratische Willensbildung, eine selbstbestimmte Gestaltung neuer Technologien und insgesamt eine gute Zukunft für unsere Demokratie und für unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit.“
Das Positionspapier „Freie Wissenschaft – Erfolgreiche Wirtschaft – Starkes Deutschland“ entstand im Berliner Forschungsnetzwerk. Es besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aus den Berliner Büros verschiedener Wissenschafts- und Forschungsorganisationen sowie Wirtschaftsverbände und Unternehmen.
Weitere Informationen und das Positionspapier zum Download:
Website des Berliner Forschungsnetzwerks
Clemens Wolf
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