Lohnt sich die Trockner-Reparatur?
Shrnutí: Článek zkoumá environmentální a finanční dopady oprav praček a porovnává je s nákupem nového spotřebiče v horizontu 15 let. Z environmentálního hlediska je opravování vždy lepší volbou pro oba typy uživatelů, zatímco finanční úspora je malá: úspora kolem 100 EUR při srovnání oprav třikrát a nákupu nového zařízení. Důležité je také srovnání alternativ suchu prádla na sušáku s odvětráváním a roli spotřeby elektřiny a tepla v různých typech budov, kde sušák klima šetřící varianty bývá nejlevnější a nejšetrnější k životnímu prostředí.
Für die Umwelt lohnt es sich, einen defekten Wäschetrockner zu reparieren statt einen neuen zu kaufen. Finanziell macht es kaum einen Unterschied.
Jahrelang dörrt zu Hause der Trockner die Wäsche wie der Wüstenwind die Kehlen der Wandernden – und plötzlich ist er defekt. Dann stellt sich die Frage: Reparieren oder Wegwerfen? Wir haben untersucht, was besser für die Umwelt ist, und auch, ob es günstiger ist, einen defekten Trockner innerhalb eines Zeitraums von 15 Jahren durch ein Neugerät zu ersetzen oder zweimal auf eigene Kosten reparieren zu lassen.
Ermittelt haben wir zudem, was es für Umwelt und Geldbeutel bedeutet, Wäsche statt im Trockner auf dem Wäscheständer zu trocknen – mit häufigerem Lüften und daraus folgendem zusätzlichen Heizen. Außerdem Preise und Verfügbarkeit von Ersatzteilen etwa zehn Jahre alter Trocknermodelle verschiedener Anbieter.
Hinweis: Rahmenbedingungen kaum verändert
Wir haben diese Ökobilanz ursprünglich im September 2024 veröffentlicht. Damals haben wir folgende Annahmen getroffen: Kaufpreis von 700 Euro, Stromverbrauch von 1,14 Kilowattstunden (kWh) pro Ladung Wäsche bei einem Strompreis von 40 Cent je Kilowattstunde. An diesen Rahmenbedingungen hat sich wenig geändert: Wir rechnen auch 2026 weiterhin mit einem Strompreis von 40 Cent und die guten Trockner im Testfeld 2026 kosten im Schnitt 682 Euro.
Außerdem nahmen wir in der Ökobilanz 2024 eine kostenlose Reparatur (Wasserpumpe) innerhalb der Gewährleistungsfrist an und je 300 Euro für zwei weitere Reparaturen nach Ende der Gewährleistungsfrist. Mutmaßlich haben sich die Kosten für Reparatur und Ersatzteile seit 2024 etwas erhöht – wir können dies aber nicht genau beziffern. Am Fazit der Ökobilanz ändert das wenig.
47 Kilogramm wiegt der Trockner
Zunächst untersuchten wir das verbaute Material. Wir zerlegten einen handelsüblichen, von uns mit Gut bewerteten Wäschetrockner im Labor, bestimmten sechs verschiedene Plastiksorten, wogen Metallteile sowie Elektronik und Verpackung – und kamen so auf 47 Kilo.
Auswirkungen auf Mensch und Umwelt
Mit Hilfe der Ökobilanz-Datenbank Ecoinvent ordneten wir den Materialien bestimmte Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu. Von der Förderung der Rohstoffe bis zur Montage in der Fabrik sammeln sich Umweltschadenspunkte (USP) an – sie stehen für Ressourcen- und Energieverbrauch. Auch die Emissionen beim Transport fließen in die Ökobilanz ein, ebenso der Stromverbrauch bei der Nutzung. Je höher die Zahl der Umweltschadenspunkte, desto schlechter die Ökobilanz.
Vielnutzer, Wenignutzer
Weil der deutsche Strommix noch viel Gas und Kohle enthält, verursacht allein der Betrieb allerhand Umweltschadenspunkte. Für einen Vielnutzer-Haushalt mit vier Trocknerladungen in der Woche sind das über 15 Jahre etwa 104 Punkte – mehr als drei Mal so viel wie bei einem Wenignutzer mit circa fünf Ladungen im Monat. Die Herstellung schlägt mit 74 Punkten zu Buche.
Reparieren ist besser für die Umwelt ...
Die Ökobilanz zeigt: Für die Umwelt ist Reparieren immer besser – für Viel- wie auch für Wenignutzer. Weil ein einzelnes Ersatzteil viel weniger USP verursacht als ein komplettes Neugerät, erspart eine Reparatur viele Schadenspunkte (siehe Grafik).
Seit dem 31. Juli 2026 haben Verbraucherinnen und Verbraucher EU-weit das Recht, verschiedene Elektrogeräte reparieren zu lassen. Es gilt auch für Wäschetrockner. Unsere Finanz-Fachleute haben die wichtigsten Infos zum Recht auf Reparatur zusammengefasst.
Bei unserer Berechnung nahmen wir an, dass die Wasserpumpe noch in der Gewährleistungszeit kaputt geht. Außerdem, dass nach 7,5 Jahren der Motor streikt und nach zehn Jahren eine Platine der Steuerungselektronik ausgetauscht werden muss.
... spart aber kaum Geld
Finanziell macht es auf 15-Jahres-Sicht kaum einen Unterschied, ob man einen defekten Trockner nach Ablauf der Gewährleistungsfrist ersetzt oder reparieren lässt. Im ersten Fall ist nach 7,5 Jahren ein neues Gerät für 700 Euro fällig. Im zweiten lässt der Verbraucher den kaputten Motor für 300 Euro reparieren und nach 10 Jahren auch die kaputte Steuerungselektronik, wieder für 300 Euro. Ersparnis: 100 Euro.
Viel mehr ins Gewicht fällt die Zahl der Trocknerladungen: Unser Vielnutzer zahlt über 15 Jahre etwa 1 200 Euro mehr an Strom als der Wenignutzer.
Der Transport spielt kaum eine Rolle
Wir haben berechnet, welchen Unterschied es macht, ob der Trockner in China oder in Polen hergestellt wurde. Das Gerät aus China ist 20 000 Kilometer länger unterwegs, per Containerschiff. Doch dieser lange Transport auf See macht weniger als einen Schadenspunkt aus.
Ein Schiff verbrennt zwar viel Treibstoff. Auf einem 400 Meter langem Containerschiff können aber etwa zehntausend Mal mehr Trockner untergebracht werden als auf einem Lastwagen. Weder zu Lande noch zur See fällt der Transport gegenüber Herstellung und Betrieb groß ins Gewicht.
Lohnt es, einen alten Wäschetrockner zu ersetzen?
Bei Trocknern mit Wärmepumpe hat sich seit 2020 der Stromverbrauch im Schnitt kaum noch verringert. Ein neues Modell punktet also nicht unbedingt mit geringerem Verbrauch – auch wenn es immer noch deutliche Effizienzunterschiede zwischen einzelnen Geräten gibt. Das zeigt auch unser Wäschetrockner-Test.
Anders sieht es bei Altgeräten ohne Wärmepumpe aus. Sie brauchen pro Ladung etwa doppelt so viel Strom. Einzelne Modelle sogar noch mehr. Die ersten Trockner mit Wärmepumpe kamen 2005 auf den deutschen Markt. Geräte aus dieser Zeit oder davor sind Stromfresser.
Für Vielnutzer lohnt der Neukauf
Läuft so ein Altgerät bei unserem Vielnutzer, spart der mit einem effizienten aktuellen Modell etwa 115 Euro im Jahr an Stromkosten. Die Anschaffungskosten von 700 Euro wären also nach etwas über sechs Jahren wieder drin. Bei den Umweltschadenspunkten wäre die Bilanz sogar schon nach gut fünf Jahren positiv.
Anders sieht es für Wenignutzer aus. Mit ihren fünf Trocknerladungen pro Monat brauchen sie circa 20 Jahre, bis die gesparten Stromkosten den Kaufpreis abgearbeitet haben – und die herstellungsbedingten Umweltschadenspunkte „amortisiert“ sind.
Wäscheständer ist stets günstiger
Die günstigste Variante ist, völlig auf den Wäschetrockner zu verzichten und die Wäsche in der Wohnung auf einem Wäscheständer zu trocknen. Ganz klimaneutral geht zwar das nicht: Damit Luftfeuchte und Raumtemperatur im Rahmen bleiben, ist Heizen und Lüften nötig.
Die Kosten dafür sind aber weit geringer als die für Anschaffung und Betrieb eines Wäschetrockners – das gleiche gilt für die Umweltlast.
Die Wäschespinne spart in Alt- und Neubau
Simuliert haben wir das auch für zwei verschiedene Gebäudetypen: einen gut gedämmten Neubau mit Wärmepumpe und Wärmerückgewinnung in der Abluftanlage sowie eine Wohnung mit Gasheizung und Wärmeschutzstandard von 1984.
Im Neubau sind fürs Trocknen auf dem Wäscheständer pro Jahr je nach Nutzung 18 bis 44 Kilowattstunden zusätzlicher Strom nötig, im Altbau 85 bis 249 kWh Erdgas. Dafür fallen Herstellung und Betrieb des Trockners weg. Mit den zugehörigen Emissionsfaktoren lässt sich der Unterschied im Treibhausgas-Ausstoß ermitteln.
Wer viel trocknet, erzeugt auf dem Wäscheständer im Neubau in 15 Jahren 1,4 Tonnen CO2-Äquivalente weniger als in einen Wäschetrockner, der bei Defekten repariert wird. Im Altbau beträgt der Vorteil immer noch 0,9 Tonnen. Und im Portemonnaie bleiben Wäscheständer-Nutzern zwischen 1 600 und 2 400 Euro mehr (siehe Grafik).
Trocknen und Schimmel
Manche Mietverträge verbieten das Trocknen per Wäscheständer. Viele Juristen halten solche Klauseln aber für unwirksam – es sei denn, das Haus hat einen Trockenraum für Wäsche. Wer in der Wohnung trocknet, muss auf jeden Fall mehr lüften als üblich. Landet ein Schimmelstreit vor Gericht, wird es nämlich sonst schwierig.
So haben wir die Ökobilanz Wäschetrockner gerechnet
Mithilfe der Software OpenLCA v.2.1.1 und der Datenbank ecoinvent v3.8 ermittelten wir Umweltschadenspunkte für den Lebenszyklus eines Wäschetrockners von der Gewinnung der Rohstoffe bis zur Entsorgung. Wir wählten dafür einen guten und häufig verkauften Wärmepumpen-Wäschetrockner aus unserem Test.
Für den Prüfpunkt Transport ermittelten wir Schadenspunkte für die Herstellungsorte China und Polen. Beim Strom gingen wir davon aus, dass der Mittelwert des deutschen Strommixes über die kommenden 15 Jahre 325 Gramm Treibhausgasäquivalente pro Kilowattstunde verursacht.
Vier Varianten der Nutzung
Für den Punkt Nutzungsdauer legten wir einen Zeitraum von 15 Jahren und zwei Szenarien zugrunde: Im ersten wird ein einziges Gerät verwendet und dreimal repariert, im zweiten sind es zwei Geräte (Neukauf nach einigen Jahren), bei einem davon wird die Wasserpumpe repariert. Wir gingen von zwei Nutzerprofilen aus: Vielnutzer mit 208 Trocknerladungen (945 Kilogramm Wäsche) pro Jahr, Wenignutzer mit 64 Ladungen (290 Kilogramm Wäsche) pro Jahr. Wäsche-Mix: Baumwolle und Pflegeleicht.
Kosten von Kauf und Betrieb
Wir trafen folgende Annahmen:
- Kaufpreis: 700 Euro (Mittelwert der im Test gut bewerteten Geräte),
- Stromverbrauch: 1,14 Kilowattstunden (kWh) pro Ladung,
- Strompreis: 40 Cent je Kilowattstunde,
- eine kostenlose Reparatur (Wasserpumpe) innerhalb der Gewährleistungsfrist,
- je 300 Euro für zwei weitere Reparaturen nach Ende der Gewährleistungsfrist.
Wäsche trocknen im Wohnraum
Wir ermittelten für unsere Nutzerprofile, wie viel zusätzliche Heizenergie die Wäschetrocknung in einem Wohnraum verbraucht und welche Kosten und Umweltfolgen daraus entstehen. Die Berechnungen erfolgten mittels dynamischer Simulationen mit dem Programmpaket TRNSYS 18.
Wir gingen von zwei Gebäudetypen aus: Ein Altbau gemäß Wärmeschutzverordnung von 1984 (Gasheizung, Fensterlüftung). Und ein Neubau mit Luft-Wasser-Wärmepumpe und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Größe des verwendeten Wohnraums: 20 Quadratmeter. Mindest-Luftfeuchte im Innenraum 40 Prozent.
Wäsche trocknen im Wohnraum
Wir ermittelten für unsere Nutzerprofile, wie viel zusätzliche Heizenergie die Wäschetrocknung in einem Wohnraum verbraucht und welche Kosten und Umweltfolgen daraus entstehen. Die Berechnungen erfolgten mittels dynamischer Simulationen mit dem Programmpaket TRNSYS 18. Wir gingen von zwei Gebäudetypen aus: Ein Altbau gemäß Wärmeschutzverordnung von 1984 (Gasheizung, Fensterlüftung). Und ein Neubau mit Luft-Wasser-Wärmepumpe und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Größe des verwendeten Wohnraums: 20 Quadratmeter. Mindest-Luftfeuchte im Innenraum 40 Prozent.
Das brachte die Abfrage der Ersatzteilpreise
Reparieren geht nur, wenn die Ersatzteile verfügbar und bezahlbar sind. Bei den elf Anbietern von Wäschetrocknern aus unserem Test von vor etwa 10 Jahren fragten wir die heutige Verfügbarkeit wichtiger Ersatzteile ab samt deren Preis. Die Übersicht mit den Antworten finden Sie am Ende des PDFs des Heftartikels aus test 9/2024.