1.9.2026 14:09

Lohnt sich die Trockner-Reparatur?

Německo Stiftung Warentest Autor neuveden
Shrnutí: Článek zkoumá environmentální a finanční dopady oprav praček a porovnává je s nákupem nového spotřebiče v horizontu 15 let. Z environmentálního hlediska je opravování vždy lepší volbou pro oba typy uživatelů, zatímco finanční úspora je malá: úspora kolem 100 EUR při srovnání oprav třikrát a nákupu nového zařízení. Důležité je také srovnání alternativ suchu prádla na sušáku s odvětráváním a roli spotřeby elektřiny a tepla v různých typech budov, kde sušák klima šetřící varianty bývá nejlevnější a nejšetrnější k životnímu prostředí.
AI shrnutí

Für die Umwelt lohnt es sich, einen defekten Wäschetrockner zu reparieren statt einen neuen zu kaufen. Finanziell macht es kaum einen Unterschied.

Jahre­lang dörrt zu Hause der Trockner die Wäsche wie der Wüsten­wind die Kehlen der Wandernden – und plötzlich ist er defekt. Dann stellt sich die Frage: Reparieren oder Wegwerfen? Wir haben untersucht, was besser für die Umwelt ist, und auch, ob es güns­tiger ist, einen defekten Trockner inner­halb eines Zeitraums von 15 Jahren durch ein Neugerät zu ersetzen oder zweimal auf eigene Kosten reparieren zu lassen.

Ermittelt haben wir zudem, was es für Umwelt und Geldbeutel bedeutet, Wäsche statt im Trockner auf dem Wäsche­ständer zu trocknen – mit häufigerem Lüften und daraus folgendem zusätzlichen Heizen. Außerdem Preise und Verfügbarkeit von Ersatz­teilen etwa zehn Jahre alter Trock­nermodelle verschiedener Anbieter.

Hinweis: Rahmenbedingungen kaum verändert

Wir haben diese Ökobilanz ursprüng­lich im September 2024 veröffent­licht. Damals haben wir folgende Annahmen getroffen: Kauf­preis von 700 Euro, Strom­verbrauch von 1,14 Kilowatt­stunden (kWh) pro Ladung Wäsche bei einem Strom­preis von 40 Cent je Kilowatt­stunde. An diesen Rahmenbedingungen hat sich wenig geändert: Wir rechnen auch 2026 weiterhin mit einem Strom­preis von 40 Cent und die guten Trockner im Testfeld 2026 kosten im Schnitt 682 Euro.

Außerdem nahmen wir in der Ökobilanz 2024 eine kostenlose Reparatur (Wasser­pumpe) inner­halb der Gewähr­leistungs­frist an und je 300 Euro für zwei weitere Reparaturen nach Ende der Gewähr­leistungs­frist. Mutmaß­lich haben sich die Kosten für Reparatur und Ersatz­teile seit 2024 etwas erhöht – wir können dies aber nicht genau beziffern. Am Fazit der Ökobilanz ändert das wenig.

47 Kilogramm wiegt der Trockner

Zunächst untersuchten wir das verbaute Material. Wir zerlegten einen handels­üblichen, von uns mit Gut bewerteten Wäschetrockner im Labor, bestimmten sechs verschiedene Plastiksorten, wogen Metall­teile sowie Elektronik und Verpackung – und kamen so auf 47 Kilo.

Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

Mit Hilfe der Ökobilanz-Daten­bank Ecoinvent ordneten wir den Materialien bestimmte Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu. Von der Förderung der Rohstoffe bis zur Montage in der Fabrik sammeln sich Umwelt­schadens­punkte (USP) an – sie stehen für Ressourcen- und Energieverbrauch. Auch die Emissionen beim Trans­port fließen in die Ökobilanz ein, ebenso der Strom­verbrauch bei der Nutzung. Je höher die Zahl der Umwelt­schadens­punkte, desto schlechter die Ökobilanz.

Vielnutzer, Wenignutzer

Weil der deutsche Strommix noch viel Gas und Kohle enthält, verursacht allein der Betrieb aller­hand Umwelt­schadens­punkte. Für einen Vielnutzer-Haushalt mit vier Trock­nerladungen in der Woche sind das über 15 Jahre etwa 104 Punkte – mehr als drei Mal so viel wie bei einem Wenignutzer mit circa fünf Ladungen im Monat. Die Herstellung schlägt mit 74 Punkten zu Buche.

Reparieren ist besser für die Umwelt ...

Die Ökobilanz zeigt: Für die Umwelt ist Reparieren immer besser – für Viel- wie auch für Wenignutzer. Weil ein einzelnes Ersatz­teil viel weniger USP verursacht als ein komplettes Neugerät, erspart eine Reparatur viele Schadens­punkte (siehe Grafik).

Seit dem 31. Juli 2026 haben Verbrauche­rinnen und Verbraucher EU-weit das Recht, verschiedene Elektrogeräte reparieren zu lassen. Es gilt auch für Wäschetrockner. Unsere Finanz-Fachleute haben die wichtigsten Infos zum Recht auf Reparatur zusammengefasst.

Bei unserer Berechnung nahmen wir an, dass die Wasser­pumpe noch in der Gewähr­leistungs­zeit kaputt geht. Außerdem, dass nach 7,5 Jahren der Motor streikt und nach zehn Jahren eine Platine der Steuerungs­elektronik ausgetauscht werden muss.

... spart aber kaum Geld

Finanziell macht es auf 15-Jahres-Sicht kaum einen Unterschied, ob man einen defekten Trockner nach Ablauf der Gewähr­leistungs­frist ersetzt oder reparieren lässt. Im ersten Fall ist nach 7,5 Jahren ein neues Gerät für 700 Euro fällig. Im zweiten lässt der Verbraucher den kaputten Motor für 300 Euro reparieren und nach 10 Jahren auch die kaputte Steuerungs­elektronik, wieder für 300 Euro. Ersparnis: 100 Euro.

Viel mehr ins Gewicht fällt die Zahl der Trock­nerladungen: Unser Vielnutzer zahlt über 15 Jahre etwa 1 200 Euro mehr an Strom als der Wenignutzer.

Der Trans­port spielt kaum eine Rolle

Wir haben berechnet, welchen Unterschied es macht, ob der Trockner in China oder in Polen hergestellt wurde. Das Gerät aus China ist 20 000 Kilo­meter länger unterwegs, per Containerschiff. Doch dieser lange Trans­port auf See macht weniger als einen Schadens­punkt aus.

Ein Schiff verbrennt zwar viel Treibstoff. Auf einem 400 Meter langem Containerschiff können aber etwa zehn­tausend Mal mehr Trockner unterge­bracht werden als auf einem Lastwagen. Weder zu Lande noch zur See fällt der Trans­port gegen­über Herstellung und Betrieb groß ins Gewicht.

Lohnt es, einen alten Wäschetrockner zu ersetzen?

Bei Trock­nern mit Wärmepumpe hat sich seit 2020 der Strom­verbrauch im Schnitt kaum noch verringert. Ein neues Modell punktet also nicht unbe­dingt mit geringerem Verbrauch – auch wenn es immer noch deutliche Effizien­zunterschiede zwischen einzelnen Geräten gibt. Das zeigt auch unser Wäschetrockner-Test.

Anders sieht es bei Altgeräten ohne Wärmepumpe aus. Sie brauchen pro Ladung etwa doppelt so viel Strom. Einzelne Modelle sogar noch mehr. Die ersten Trockner mit Wärmepumpe kamen 2005 auf den deutschen Markt. Geräte aus dieser Zeit oder davor sind Strom­fresser.

Für Vielnutzer lohnt der Neukauf

Läuft so ein Altgerät bei unserem Vielnutzer, spart der mit einem effizienten aktuellen Modell etwa 115 Euro im Jahr an Strom­kosten. Die Anschaffungs­kosten von 700 Euro wären also nach etwas über sechs Jahren wieder drin. Bei den Umwelt­schadens­punkten wäre die Bilanz sogar schon nach gut fünf Jahren positiv.

Anders sieht es für Wenignutzer aus. Mit ihren fünf Trock­nerladungen pro Monat brauchen sie circa 20 Jahre, bis die gesparten Strom­kosten den Kauf­preis abge­arbeitet haben – und die herstellungs­bedingten Umwelt­schadens­punkte „amortisiert“ sind.

Wäsche­ständer ist stets güns­tiger

Die güns­tigste Variante ist, völlig auf den Wäschetrockner zu verzichten und die Wäsche in der Wohnung auf einem Wäsche­ständer zu trocknen. Ganz klima­neutral geht zwar das nicht: Damit Luft­feuchte und Raum­temperatur im Rahmen bleiben, ist Heizen und Lüften nötig.

Die Kosten dafür sind aber weit geringer als die für Anschaffung und Betrieb eines Wäschetrock­ners – das gleiche gilt für die Umwelt­last.

Die Wäschespinne spart in Alt- und Neubau

Simuliert haben wir das auch für zwei verschiedene Gebäude­typen: einen gut gedämmten Neubau mit Wärmepumpe und Wärmer­ückgewinnung in der Abluft­anlage sowie eine Wohnung mit Gasheizung und Wärmeschutz­stan­dard von 1984.

Im Neubau sind fürs Trocknen auf dem Wäsche­ständer pro Jahr je nach Nutzung 18 bis 44 Kilowatt­stunden zusätzlicher Strom nötig, im Altbau 85 bis 249 kWh Erdgas. Dafür fallen Herstellung und Betrieb des Trock­ners weg. Mit den zugehörigen Emissions­faktoren lässt sich der Unterschied im Treib­hausgas-Ausstoß ermitteln.

Wer viel trocknet, erzeugt auf dem Wäsche­ständer im Neubau in 15 Jahren 1,4 Tonnen CO2-Äquivalente weniger als in einen Wäschetrockner, der bei Defekten repariert wird. Im Altbau beträgt der Vorteil immer noch 0,9 Tonnen. Und im Portemonnaie bleiben Wäsche­ständer-Nutzern zwischen 1 600 und 2 400 Euro mehr (siehe Grafik).

Trocknen und Schimmel

Manche Miet­verträge verbieten das Trocknen per Wäsche­ständer. Viele Juristen halten solche Klauseln aber für unwirk­sam – es sei denn, das Haus hat einen Trockenraum für Wäsche. Wer in der Wohnung trocknet, muss auf jeden Fall mehr lüften als üblich. Landet ein Schimmel­streit vor Gericht, wird es nämlich sonst schwierig.

So haben wir die Ökobilanz Wäschetrockner gerechnet

Mithilfe der Software OpenLCA v.2.1.1 und der Daten­bank ecoinvent v3.8 ermittelten wir Umwelt­schadens­punkte für den Lebens­zyklus eines Wäschetrock­ners von der Gewinnung der Rohstoffe bis zur Entsorgung. Wir wählten dafür einen guten und häufig verkauften Wärmepumpen-Wäsche­trockner aus unserem Test.

Für den Prüf­punkt Trans­port ermittelten wir Schadens­punkte für die Herstellungs­orte China und Polen. Beim Strom gingen wir davon aus, dass der Mittel­wert des deutschen Strommixes über die kommenden 15 Jahre 325 Gramm Treib­haus­gas­äquivalente pro Kilowatt­stunde verursacht.

Vier Varianten der Nutzung

Für den Punkt Nutzungs­dauer legten wir einen Zeitraum von 15 Jahren und zwei Szenarien zugrunde: Im ersten wird ein einziges Gerät verwendet und dreimal repariert, im zweiten sind es zwei Geräte (Neukauf nach einigen Jahren), bei einem davon wird die Wasser­pumpe repariert. Wir gingen von zwei Nutzer­profilen aus: Vielnutzer mit 208 Trock­nerladungen (945 Kilogramm Wäsche) pro Jahr, Wenignutzer mit 64 Ladungen (290 Kilogramm Wäsche) pro Jahr. Wäsche-Mix: Baumwolle und Pflegeleicht.

Kosten von Kauf und Betrieb

Wir trafen folgende Annahmen:

  • Kauf­preis: 700 Euro (Mittel­wert der im Test gut bewerteten Geräte),
  • Strom­verbrauch: 1,14 Kilowatt­stunden (kWh) pro Ladung,
  • Strom­preis: 40 Cent je Kilowatt­stunde,
  • eine kostenlose Reparatur (Wasser­pumpe) inner­halb der Gewähr­leistungs­frist,
  • je 300 Euro für zwei weitere Reparaturen nach Ende der Gewähr­leistungs­frist.

Wäsche trocknen im Wohn­raum

Wir ermittelten für unsere Nutzer­profile, wie viel zusätzliche Heiz­energie die Wäschetrock­nung in einem Wohn­raum verbraucht und welche Kosten und Umwelt­folgen daraus entstehen. Die Berechnungen erfolgten mittels dyna­mischer Simulationen mit dem Programm­paket TRNSYS 18.

Wir gingen von zwei Gebäu­detypen aus: Ein Altbau gemäß Wärmeschutz­ver­ordnung von 1984 (Gasheizung, Fens­terlüftung). Und ein Neubau mit Luft-Wasser-Wärmepumpe und Lüftungs­anlage mit Wärmer­ückgewinnung. Größe des verwendeten Wohn­raums: 20 Quadrat­meter. Mindest-Luft­feuchte im Innenraum 40 Prozent.

Wäsche trocknen im Wohn­raum

Wir ermittelten für unsere Nutzer­profile, wie viel zusätzliche Heiz­energie die Wäschetrock­nung in einem Wohn­raum verbraucht und welche Kosten und Umwelt­folgen daraus entstehen. Die Berechnungen erfolgten mittels dyna­mischer Simulationen mit dem Programm­paket TRNSYS 18. Wir gingen von zwei Gebäu­detypen aus: Ein Altbau gemäß Wärmeschutz­ver­ordnung von 1984 (Gasheizung, Fens­terlüftung). Und ein Neubau mit Luft-Wasser-Wärmepumpe und Lüftungs­anlage mit Wärmer­ückgewinnung. Größe des verwendeten Wohn­raums: 20 Quadrat­meter. Mindest-Luft­feuchte im Innenraum 40 Prozent.

Das brachte die Abfrage der Ersatz­teil­preise

Reparieren geht nur, wenn die Ersatz­teile verfügbar und bezahl­bar sind. Bei den elf Anbietern von Wäschetrock­nern aus unserem Test von vor etwa 10 Jahren fragten wir die heutige Verfügbarkeit wichtiger Ersatz­teile ab samt deren Preis. Die Über­sicht mit den Antworten finden Sie am Ende des PDFs des Heftartikels aus test 9/2024.

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