17.7.2026 01:53

So viel Pflege brauchen Kaffee­voll­automaten

Německo Stiftung Warentest Autor neuveden
Kaffevollautomaten benötigen regelmäßige Pflege, um hygienisch in Ordnung zu bleiben und Funktionsstörungen zu vermeiden. Wichtige Punkte sind das tägliche Leeren von Tresterbehälter und Abtropfschale, das Spülen des Milchsystems nach jedem Cappuccino oder Latte macchiato und der regelmäßige Wasserwechsel im Tank; viele Modelle verfügen über Reinigungsprogramme, dennoch sollten Handteile gemäß Anleitung gründlich gereinigt werden. Zusätzlich sollten Brühgruppe regelmäßig von Hand gereinigt bzw. unter fließendem Wasser abgespült werden, bei fest verbauter Brühgruppe übernimmt oft ein Reinigungsprogramm die Arbeit; Entkalkung sollte bei hartem Wasser erfolgen, idealerweise umweltverträglich ohne Sulfaminsäure, und anschließend gründlich nachgespült werden. Wasserfilter können die Entkalkung verzögern, müssen regelmäßig ersetzt werden.
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Kaffee­voll­automaten müssen regel­mäßige gereinigt werden. So bleiben sie hygie­nisch in Ordnung und frei von Macken. Besonders wichtig: das Milch­system.

Tägliche Reinigung einplanen

Zur täglichen Pflege der Kaffee­voll­automaten gehört, Tresterbehälter und Abtropf­schale zu leeren, das Milch­system nach jedem Cappuccino oder Latte macchiato zu spülen und das Wasser im Wasser­tank zu wechseln. Viele Modelle haben auto­matische Reinigungs­programme für das Milch­system, dennoch sollten Nutze­rinnen und Nutzer Einzel­teile entsprechend der Gebrauchs­anleitung von Hand auseinander­nehmen und gründlich reinigen. Sonst kann es schnell keimig werden.

Tipp: Prüfen Sie in der Gebrauchs­anleitung, ob Sie einzelne heraus­nehm­bare Teile auch im Geschirrspüler reinigen können.

Brühgruppe von Kaffee­resten befreien

Die Brühgruppe sollte regel­mäßig nach Gebrauchs­anleitung der Anbieter von Hand gereinigt werden, sofern sie nicht fest einge­baut ist. Viele Anbieter empfehlen, sie etwa einmal pro Woche unter fließendem Wasser abzu­spülen. Bei Kaffeevollautomaten mit fest verbauter Brühgruppe über­nimmt ein Reinigungs­programm die Putz­arbeit.

Entkalken − am besten ohne Sulfamidsäure

Neben der Reinigung müssen die Maschinen hin und wieder entkalkt werden, vor allem in Gegenden mit hartem Wasser. Wann genau sie entkalkt werden sollten, zeigen die Auto­maten selbst an.

Einige Anbieter empfehlen zum Entkalken Mittel mit Sulfamidsäure – auch Amidosulfonsäure oder Sulfaminsäure genannt. Die Chemikalie ist schwer abbaubar; Klär­anlagen entfernen sie nicht. So gerät Sulfamidsäure ins Grund- und sogar ins Trink­wasser. Sie gilt als schädlich für Wasser­organismen.

Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf eines Kaffee­voll­automaten, ob er sich umwelt­verträglich entkalken lässt. Diese Information finden Sie kostenfrei an den aktuellen Produkten unter in unserer Datenbank.

Nach dem Entkalken gut durch­spülen

Als Neben­wirkung des Entkalkens können säurehaltige Mittel Metalle wie Nickel oder Blei aus Bauteilen lösen. Gesunden Menschen schaden die vereinzelt von uns gefundenen Mengen zwar nicht, dennoch empfiehlt es sich, die Maschine nach dem Entkalken mehr­mals gut durch­zuspülen. Dann sind die Getränke frei von Schad­stoffen und unangenehmem Beigeschmack.

Seltener entkalken dank Wasser­filter

In den meisten Voll­automaten lassen sich separat erhältliche Wasser­filter einsetzen. Sie sollen hartes Wasser weich machen, wodurch die Geräte seltener entkalkt werden müssen. Unsere Expertinnen und Experten prüfen, wie lange jeweils eine Filter­patrone Wasser von 17 Grad Deutscher Härte auf unter 8,3 Grad bringt.

Bei mehreren Geräten schneidet die Filter­leistung sehr gut ab. Allerdings gehen die Filter­patronen ins Geld. Die Anbieter empfehlen, sie alle zwei bis drei Monate zu ersetzen. Das ist aus hygie­nischen Gründen sinn­voll. Im Jahr kommen so Filter­kosten von gut 40 Euro bis über 100 Euro zusammen – regel­mäßiges Entkalken ist in der Regel güns­tiger.


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