1.7.2026 10:21

FMA-Statistik: Pensionskassen und Vorsorgekassen im Auftaktquartal von negativer Marktentwicklung beeinflusst

Rakousko Finanzmarktaufsicht Österreich Boris Gröndahl
FMA-Statistik: Im ersten Quartal 2026 gaben die Vermögenswerte der österreichischen Pensionskassen im Zuge der weltweiten Marktturbulenzen nach, während die BVK/Vorsorgekassen einen leichten Vermögensanstieg verzeichneten. Die Pensionskassen verzeichneten ein Minus von 0,8 Prozent auf 30,1 Mrd. Euro, während die BVK-Vermögen um 0,4 Prozent auf 23,8 Mrd. Euro wuchsen; die Anzahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten stieg bei PK auf rund 1,145 Mio., und die Zahl der Leistungsbeziehenden erreichte 161.389 (14 Prozent der Berechtigten). Knapp ein Viertel der unselbstständig Erwerbstätigen in Österreich hat Anspruch auf eine Pensionskassenleistung; Beiträge zu Pensionskassen sind freiwillig, während bei BVK alle Beschäftigten automatisch im Rahmen der Abfertigung Neu einzahlen. Die Quartalsberichte stehen auf der FMA-Website bereit, die Berichte werden künftig in einem konsolidierten, zweigeteilten Design veröffentlicht und bieten eine noch detailliertere, digitale Datenbasis zum Download.
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Die Entwicklung der österreichischen Pensionskassen (PK) und Betrieblichen Vorsorgekassen (BVK) hat im Auftaktquartal des Jahres 2026 unter den Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten in Folge der Spannungen im Nahen Osten gelitten. Dies geht aus den heute veröffentlichten Statistiken der Finanzmarktaufsicht (FMA) zur Quartalsentwicklung hervor.

Im 1. Quartal sank das Vermögen der Pensionskassen im Vergleich zum Vorquartal um 0,8% und stand Ende März bei €30,1 Milliarden. Die Anzahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten stieg auf rund 1,145 Millionen Personen leicht an. Die Zahl derjenigen, die eine Pensionsleistung beziehen, wuchs auf 161.389 oder 14% der gesamten Berechtigten an.

Bei den Vorsorgekassen wuchs das Vermögen um 0,4% gegenüber Ende 2025, auf einen neuen Rekordstand von €23,8 Milliarden Ende März 2026. Aufgrund der stärker auf Anleihen ausgerichteten Gewichtung der Vermögenswerte der Vorsorgekassen wirken sich Schwankungen auf den Aktienmärkten wie im 1. Quartal bei diesen weniger aus als bei den Pensionskassen. Die Anzahl der Anwartschaften (inklusive Mehrfachanwartschaften bei verschiedenen BVK aufgrund von Arbeitgeberwechseln) stieg leicht auf 11,49 Millionen.

Knapp ein Viertel der unselbständig Erwerbstätigen in Österreich hat Anspruch auf eine Leistung aus einer Pensionskasse. Diese Zahl hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Beiträge zu einer Pensionskasse sind eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. In die Betrieblichen Vorsorgekassen zahlen hingegen alle Beschäftigten im Rahmen der „Abfertigung Neu“ ein. Dies geschieht automatisch über den Arbeitgeber, der jeden Monat 1,53% des Bruttogehalts in eine Vorsorgekasse einzahlt.

Die Quartalsberichte zu den Pensionskassen und zu den Betrieblichen Vorsorgekassen sind auf der Website der FMA abrufbar. Die FMA konsolidiert diese Berichte ab sofort gemeinsam in einem neuen, verschlankten Erscheinungsbild, das die Zahlen in einem kompakten und übersichtlichen zweiseitigen Design darstellt. Die Datenbasis ist dabei noch detaillierter und auch in digitaler Form für den Download verfügbar.


https://www.fma.gv.at/fma-statistik-pensionskassen-und-vorsorgekassen-im-auftaktquartal-von-negativer-marktentwicklung-beeinflusst