25.6.2026 23:51

Modernisierung des Verpflichtungsgesetzes

Německo Deutscher Bundestag Autor neuveden
Název: Modernisierung des Verpflichtungsgesetzes Perex shrnuje, že Bundestag projedná návrh vlády na modernizaci Zákona o závazcích a změnu zákona o Evropské prokuratuře; po první čtení bude návrh postoupen výbám, s vedoucím postavením právní výbor. Obsah vysvětluje, že starý zákon zavedl formální povinnost pro osoby bez úřednického postavení, současná pravidla vyžadují ústní vyhotovení s poučením o následcích, a že novela má umožnit i formu závazku prostřednictvím okamžité videokonference bez nutnosti osobní účasti, což by zjednodušilo a zrychlilo řízení. V dokumentu se uvádí, že digitální postup má zachovat osobní oslovení a vhodně objasnit význam závazku a souvisejné trestní odpovědnosti.
AI shrnutí

Den Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur Modernisierung des Verpflichtungsgesetzes und zur Änderung des Europäische-Staatsanwaltschaft Gesetzes“ (21/6509(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) debattiert der Bundestag am Donnerstag, 9. Juli 2026, 20 Minuten lang. Im Anschluss an die erste Lesung soll der Entwurf den Ausschüssen überwiesen werden. Bei den weiteren Beratungen soll der Rechtsauschuss federführend sein.

Gesetzentwurf der Bundesregierung

Das Verpflichtungsgesetz vom 2. März 1974 (VerpflG) regle die in Paragraf 11 Absatz 1 Nummer 4 des Strafgesetzbuches (StGB) vorgesehene förmliche Verpflichtung von Personen, die – ohne Amtsträger zu sein – für Stellen der öffentlichen Verwaltung tätig oder als Sachverständige öffentlich bestellt sind, heißt es im Entwurf. Die Verpflichtung diene dazu, solche Personen für die Anwendung bestimmter Straftatbestände den Amtsträgern gleichzustellen.

Die seit 1975 geltende Regelung sehe vor, dass die Verpflichtung mündlich vorgenommen wird und dabei auf die strafrechtlichen Folgen einer Pflichtverletzung hinzuweisen ist. Aus Gründen der Nachweisbarkeit und Rechtssicherheit sei über die Verpflichtung zudem eine Niederschrift zu erstellen. Das Mündlichkeitserfordernis lege eine Verpflichtung „in Anwesenheit der zu verpflichtenden Person“ bei der für die Verpflichtung zuständigen Stelle nahe. 

Verfahren „unter Verzicht auf einen Präsenztermin“

Die Neuregelung des Verfahrens der förmlichen Verpflichtung soll nun eine Verpflichtung „im Wege der zeitgleichen Bild- und Tonübertragung, also mittels Echtzeit Videokommunikation“, ausdrücklich gestatten. Verpflichtungen sollen künftig erleichtert werden, indem in geeigneten Fällen ein schnelleres und weniger aufwändiges digitales Verfahren „unter Verzicht auf einen Präsenztermin“ gewählt werden kann. 

„Das als digitale Alternative zu dem Präsenzverfahren vorgesehene Verfahren einer Verpflichtung im Wege der Echtzeit-Videokommunikation erscheint geeignet, die erforderliche persönliche Ansprache der zu verpflichtenden Person zu gewährleisten und ihr in angemessener Weise die Bedeutung der Verpflichtung und die daran anknüpfenden Strafbarkeiten vor Augen zu führen“, schreibt die Bundesregierung in ihrem Gesetzentwurf. (hau/29.06.2026)


https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw28-de-verpflichtungsgesetz-1184346