23.6.2026 16:10

Einführung einer IP-Adressspeicherung

Německo Deutscher Bundestag Autor neuveden
Der Bundestag debatuje o zavedení ukládání IP adres na dobu tří měsíců, aby byla možné spolehlivě identifikovat uživatele připojení k internetu pro potřeby vyšetřování a boj proti trestné činnosti. Součástí návrhu je také zavedení nástroje zabezpečení údajů o provozních datech pro policii a rozšíření možnosti vyšetřovacích metod, včetně záznamu a pozdějšího vyzvednutí údajů a možnosti dotazování „Funkver ze“ v případě zvláštního významu trestného činu. Spolková rada vyzývá k dalším úpravám, včetně otevření první brány zabezpečovacího příkazu i pro krizové a vládní orgány jednotlivých zemí a veřejnosti k zajištění právního rámce pro data a jejich vyžádání z různých institucí.
AI shrnutí

Der Bundestag befasst sich Mittwoch, 24. Juni 2026, mit der IP-Adressspeicherung. Eine entsprechende Einführung sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (21/6581(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) vor, der zugleich auf eine „Weiterentwicklung der Befugnisse zur Datenerhebung im Strafverfahren“ abzielt. Die Vorlage soll im Anschluss an die Ausschüsse überwiesen werden..

Gesetzentwurf der Bundesregierung

Dem Entwurf nach sollen Internetzugangsdiensteanbieter verpflichtet werden, für drei Monate die von ihnen an Endkunden vergebenen IP-Adressen zu speichern, um den Strafverfolgungsbehörden und anderen berechtigten Stellen die zuverlässige Identifikation eines Anschlussinhabers anhand einer IP-Adresse zu ermöglichen. Damit könnten die Behörden „ein Instrument nutzen, das es ihnen erlaubt, dem häufig einzigen, aber nahezu immer effizientesten Ermittlungsansatz zu folgen“, schreibt die Bundesregierung dazu in der Vorlage.

Daneben soll mit dem Gesetzentwurf im Bereich der Strafverfolgung und der Gefahrenabwehr durch die Bundespolizei für Verkehrsdaten das Instrument der Sicherungsanordnung geschaffen werden. „Damit können diese Behörden die Sicherung von Verkehrsdaten veranlassen, sofern und solange die rechtlichen oder tatsächlichen Voraussetzungen einer Datenerhebung noch nicht vorliegen“, führt die Bundesregierung ferner aus. Des Weiteren soll der Strafverfolgungspraxis mit dem Gesetzentwurf wieder ermöglicht werden, bei Straftaten von erheblicher Bedeutung eine Funkzellenabfrage vorzunehmen.

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat begrüßt den Gesetzentwurf in seiner Stellungnahme als „wesentlichen Beitrag zur inneren Sicherheit“. Zugleich plädiert er unter anderem dafür, die sogenannte erste Tür der vorgesehenen Sicherungsanordnung auch für die Gefahrenabwehrbehörden sowie die Verfassungsschutzbehörden der Länder zu öffnen.

Zur Begründung verweist die Länderkammer darauf, dass der Gesetzgeber „nach dem Bild einer Doppeltür sowohl für die Übermittlung der Daten durch die Anbieter von Telekommunikationsdiensten als auch für den Abruf dieser Daten durch die Behörden jeweils Rechtsgrundlagen schaffen“ müsse. Bislang sehe der Entwurf die Übermittlungsbefugnis als erste Tür bei der Sicherungsanordnung nur strafprozessual und zum Zwecke der Gefahrenabwehr ausschließlich für Übermittlungen an das Bundeskriminalamt sowie die Bundespolizei vor. Zur Gefahrenabwehr und insbesondere zur Verhütung von Straftaten seien indes in erster Linie die Länder zuständig. (sto/eis/23.06.2026)


https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw26-de-ip-adressen-1191866