2.6.2026 09:06

FMA-Jahresbericht 2025: Sicherheit, Kompetenz, Wirksamkeit – Einsatz für einen starken und stabilen Finanzplatz Österreich

Rakousko Finanzmarktaufsicht Österreich Autor neuveden
Der FMA-Jahresbericht 2025 betont, dass der österreichische Finanzsektor trotz geopolitischer Instabilitäten stabil, profitabel und gut kapitalisiert geblieben ist, und er lehnt Deregulierung als falschen Schritt ab, während die FMA eine kompetente, effiziente und wirksame Aufsicht sicherstellt. Solide Kennzahlen sichern Sicherheit und Stabilität, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen unterstützen Wachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit, doch nationale Risiken wie der Immobilienbereich müssen sorgfältig gemanagt werden; die FMA empfiehlt Kapitalaufbau, konservative Bewertung, ausreichende Vorsorgen und zügigen Abbau von Problemkrediten sowie Investitionen in Digitalisierung, Effizienz und Cybersicherheit. Im Jahr 2025 war das erste MiCAR-Jahr der Kryptomarkt-Aufsicht; die FMA strebt eine einheitliche europäische Aufsicht an, größere CASPs könnten ESMA überwachen, kleinere national; außerdem wurde der EU-Rechtsrahmen für digitale Resilienz (DORA) anwendbar und KI-Anwendungen gewinnen im Finanzsektor an Bedeutung, mit Pilotprojekten in Betrugsbekämpfung, Identifikation, Geldwäscheprävention und Schadensbearbeitung; der FATF bestätigte dem heimischen Finanzsektor das Rating „substantial“ und Gerichte bestätigten die Entscheidungen der FMA, Daten und Grafiken zum Jahresbericht stehen online zum Download.
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Vor dem Hintergrund geopolitischer Instabilitäten, globaler Unsicherheiten und disruptiver technologischer Entwicklungen hat sich der österreichische Finanzsektor auch im vergangenen Jahr als stabil, profitabel und gut kapitalisiert erwiesen.

„Die österreichische Finanzwirtschaft ist weiterhin Teil der Lösung und nicht Teil des Problems“, erklärte Vorstand Helmut Ettl bei der Präsentation des Jahresberichts 2025 der Finanzmarktaufsicht. „Seine Sicherheit ist kein Selbstgänger, sondern muss immer wieder neu erarbeitet werden. Dazu leisten wir als FMA unseren Beitrag durch eine kompetente, effiziente und wirksame Aufsicht. Angesichts der weiterhin erhöhten Unsicherheiten und Instabilitäten wäre Deregulierung der falsche Schritt.“

„Solide Finanzkennziffern sind eine Grundvoraussetzung für Sicherheit und Stabilität des Finanzsystems – und Kapital, Liquidität und Solvenz der heimischen Institute sind insgesamt sehr solide“, so Vorständin Mariana Kühnel. „Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen können Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit Österreichs unterstützen und spielen selbst international in der vordersten Reihe mit“, so Kühnel. Für mögliche Folgen internationaler Verwerfungen müsse man aber gerüstet bleiben und nationale Risiken, etwa im Immobilienbereich, sorgfältig im Griff behalten.

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) empfiehlt daher den Beaufsichtigten, weiter Kapital aufzubauen, konservativ zu bewerten, ausreichende Vorsorgen zu bilden und Problemkredite zügig abzubauen. Die derzeit guten Gewinne sollten auch verwendet werden für Investitionen in Kernbereiche wie Digitalisierung, Effizienzsteigerung und Cybersicherheit.

Das Jahr 2025 war das erste Jahr Aufsicht über den Kryptomarkt gemäß der EU-Verordnung Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR). Die FMA hat in diesem neuen und dynamischen Sektor eine kompetente und konsequente Aufsicht etabliert. Für die von der FMA lizensierten Kryptowerte-Dienstleister (CASPs) legt die FMA in ihrem Jahresbericht erstmals Meldedaten vor. „Wichtig ist uns, dass die Aufsicht in Europa einheitlich erfolgt“, erklärt Mariana Kühnel. „Wir befürworten ein Modell, bei dem die größten CASPs direkt von der ESMA beaufsichtigt werden, während kleinere unter nationaler Aufsicht verbleiben – ähnlich wie bei den Banken unter EZB-Aufsicht.“

Ebenso wie MiCAR wurde auch der EU-Rechtsrahmen für digitale Resilienz (DORA) im Jahr 2025 erstmals anwendbar und brachte mehr Transparenz über Cybersicherheit und digitale Risiken der österreichischen und europäischen Finanzunternehmen. Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Finanzsektor und die kommende Aufsicht darüber stehen im laufenden Jahr im Fokus der FMA. Eine aktuelle Erhebung der FMA zur Nutzung von KI zeigt, dass sie bei den österreichischen Finanzunternehmen angekommen ist. Pilotprojekte und Tests laufen etwa im Bereich Betrugsbekämpfung, bei Identifikationsprozessen, in der Geldwäscheprävention oder bei der Bearbeitung von Schadensmeldungen.

Jahrelange Vorarbeit und konsequente Stärkung der Aufsicht im Bereich Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wurde im Rahmen der letztjährigen Länderprüfung durch die Financial Action Task Force (FATF) eindrucksvoll bestätigt. Der im April veröffentlichte Bericht bescheinigt dem heimischen Finanzsektor ein „substantial“-Rating – die zweithöchste erreichbare Bewertung. Bestätigt wurden auch die Verfahren der FMA vor den heimischen Gerichten im Berichtsjahr: Bundesverwaltungsgericht und Verwaltungsgerichtshof entschieden in der Sache kein einziges Mal gegen Bescheide der FMA.

Alle Zahlen, Daten und Fakten zum Jahr 2025 im Jahresbericht der FMA: https://www.fma.gv.at/publikationen/fma-jahresberichte/

Daten und Grafiken zum Jahresbericht

Die Grafiken des FMA‑Jahresberichts 2025 sowie die zugrunde liegenden Daten stellen wir hier als Excel‑Datei zum Download zur Verfügung.

FMA-Jahresbericht 2025: Datengrundlagen und Grafiken (Dateiformat: xlsx, Dateigröße: 606,6 KB, Sprache: Deutsch)


https://www.fma.gv.at/fma-jahresbericht-2025

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Finanzmarktaufsicht Österreich
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