8.5.2026 15:43

Industrielle Transformation hin zur Klimaneutralität findet jetzt statt

Německo Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz Autor neuveden
Die industrielle Transformation hin zur Klimaneutralität findet jetzt statt und ist auch in der Wirtschaft deutlich spürbar. Deutschland und Europa sollen führend bei sauberen Zukunftstechnologien werden; Salzgitter AG wird als Beispiel für eine klimafreundliche Stahlproduktion genannt, und in Deutschland wird im kommenden Jahr erstmals eine Stahlproduktion im laufenden Betrieb auf einen emissionsarmen Prozess umgestellt – mit wasserstoffbasierter Direktreduktionsanlage, einer 100 MW-Elektrolyse vor Ort und einem Elektrolichtbogenofen. Die Politik betont verlässliche Rahmenbedingungen wie CO2-Preis, europäischen Emissionshandel mit Grenzausgleich, Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur und wettbewerbsfähige Energiepreise sowie die Stärkung der öffentlichen Beschaffung, um die Nachfrage nach klimafreundlichen Produkten zu fördern; außerdem gilt die Elektrifizierung der Industrie als wichtiger Innovations- und Wachstumsmotor.
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Die industrielle Transformation hin zur Klimaneutralität findet jetzt statt. Wir sind mitten in einer entscheidenden Phase. Das zeigt sich auch in der Wirtschaft.

Bundesumweltminister Carsten Schneider:

"Im Wettbewerb der sauberen Zukunftstechnologien erlebt die Welt derzeit einen Wettlauf um die Spitze. Ich will, dass die besten Elektroautos, Batterien, Wärmepumpen, Elektrolyseure und Windturbinen in Deutschland und Europa gebaut werden. Und dass der grüne Stahl dafür ebenfalls bei uns hergestellt wird. Hier gilt es, jetzt schnell einen Leitmarkt aufzubauen. Denn wir brauchen die moderne Stahlproduktion bei uns als Ausgangspunkt für viele industrielle Wertschöpfungsketten. Unternehmen wie die Salzgitter AG sind bereits auf dem Weg hin zu einer klimafreundlichen Stahlproduktion in Deutschland.

Ich freue mich über das Bekenntnis von Gunnar Groebler zum grünen Stahl und zur Tatsache, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit konsequent zusammen gedacht werden müssen, um den Standort Europa wettbewerbsfähig zu erhalten. In Deutschland wird im kommenden Jahr erstmals eine Stahlproduktion im laufenden Betrieb auf einen emissionsarmen Herstellungsprozess umgestellt: mit einer wasserstoffbasierten Direktreduktionsanlage, einer 100 MW-Elektrolyse vor Ort und einem Elektrolichtbogenofen. Das ist ein starkes Signal für unseren Industriestandort und für die Zukunft wettbewerbsfähiger und resilienter Wertschöpfung in Europa.

Was heißt das für unsere Politik?

1. Die Dekarbonisierung der Industrie braucht verlässliche und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen. Dazu gehören ein verlässlicher CO₂-Preis, ein starker europäischer Emissionshandel mit effektivem Grenzausgleichsmechanismus, der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur sowie wettbewerbsfähige Energiepreise. Nur wenn Unternehmen Investitionssicherheit haben, werden die notwendigen Milliardeninvestitionen in klimaneutrale Produktion ausgelöst.

2. Auch der Staat kann sinnvolle Impulse setzen. Die Öffentliche Beschaffung ist ein effektiver Hebel, die Nachfrage nach klimafreundlichem Stahl, Zement oder Aluminium und damit Innovationen zu stimulieren. Wer klimaneutral produziert, muss dafür künftig auch einen fairen Markt vorfinden. Deshalb setze ich mich in der Bundesregierung dafür ein, dass grüner Stahl stärker in der öffentlichen Beschaffung berücksichtigt wird.

3. Die Elektrifizierung der Industrie ist ein entscheidender Innovations- und Wachstumsmotor für Deutschland. Der Hochlauf von Wasserstoff, Elektrostahl, erneuerbaren Energien und klimaneutralen Technologien ist nicht nur Klimaschutzpolitik – er ist aktive und strategische Industrie- und Wirtschaftspolitik."


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