Weimarer Umweltdreieck wieder mit Leben gefüllt
Auf Initiative von Bundesumweltminister Carsten Schneider wurde das Weimarer-Umweltdreieck wieder belebt. Dazu traf Schneider am 9. März 2026 im polnischen Gniezno die französische Umweltministerin Monique Barbut sowie die polnische Umwelt- und Klimaministerin Paulina Hennig-Kloska.
Ein Forum für die Umwelt
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "In der aktuell schwierigen Weltlage ist es entscheidend, dass wir in Europa zusammenstehen. Das Weimarer Dreieck bietet die Chance, Osten und Westen in Europa miteinander zu verbinden. Nach zwölf Jahren Pause ist es nun endlich wieder gelungen, dieses Dreieck auch auf Ebene der Umweltminister wieder mit Leben zu füllen. Europa kann zu guten Kompromissen finden, wenn Deutschland, Frankreich und Polen konstruktiv zusammenarbeiten. Ein Schwerpunkt für unsere drei Länder ist dabei, die Kreislaufwirtschaft in der EU voranzubringen. Wer es schafft, Rohstoffe zu recyceln, tut Gutes für die Umwelt, schafft neue Jobs und ist auch geopolitisch klar im Vorteil, weil weniger erpressbar durch Rohstoffabhängigkeiten. Das gilt auch für Recycling und Bau von Batterien. Wir brauchen diese Technologien und Produktionsstätten in Europa, um krisenfest und wettbewerbsfähig zu bleiben."
Das Weimarer Dreieck bietet Deutschland, Frankreich und Polen ein wichtiges Forum, um sich über gemeinsame Herausforderungen abzustimmen. 35 Jahre nach seiner Gründung ist das trilaterale Weimarer Dreieck wichtiger denn je zur Abstimmung über europapolitische sowie internationale Angelegenheiten. Neben den Regierungen arbeiten auch die Parlamente und Zivilgesellschaften eng in diesem Format zusammen. Die letzten Treffen auf Umweltministerebene im Dreierformat fanden 2013 in Warschau und 2014 in Berlin statt.
Im Fokus des Treffens stehen unter anderem Klimaschutz und der Ausstieg aus fossilen Energien. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung widmete sich der Frage, wie die Potenziale von Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft noch besser zur Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und resilienten Lieferketten genutzt werden können. Weitere Themen sind die Anpassung an den Klimawandel sowie eine Stärkung Europas bei internationalen Umwelt- und Klimaverhandlungen.
https://www.bundesumweltministerium.de/meldung/weimarer-umweltdreieck-wieder-mit-leben-gefuellt