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        Wissenschaft trifft Praxis
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        5.8.2026
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          | Land Tirol
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         Neues Scientist-in-Residence-Programm des Landes.
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Neue Impulse für die Tiroler Museumslandschaft – dafür sorgen ein neuartiges Scientist-in-Residence-Programm und die öffentliche Ringvorlesung „Museum im Werden“ an der Universität Innsbruck. Ab Herbst 2026 erhalten Studierende im Rahmen des Residence-Programms die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Fertigkeiten bei konkreten Museumsprojekten in Tirol einzubringen. Das Pilotprogramm wird von der Servicestelle für Museen und regionale Kulturarbeit in Kooperation mit dem Verband Tiroler Museen (tiMus) koordiniert und von der Abteilung Kultur des Landes Tirol gefördert. Die öffentlich zugängliche Ringvorlesung der Universität Innsbruck wiederum gibt auch der breiten Öffentlichkeit Einblicke in museale Entwicklungen.

„Ohne Erinnerung gibt es keine Kultur – und ohne Kultur gäbe es unsere Gesellschaft nicht. Hier kommen die Museen ins Spiel: Sie sind seit jeher das kollektive Gedächtnis, in dem sich Wissen, Erinnerung und Dialog verfestigen. Das Scientist-in-Residence-Programm bringt junge Studierende und die heimische Museumslandschaft enger zusammen. Davon profitiert der akademische Nachwuchs genauso wie die Museen in allen Regionen Tirols. Die Programm-Teilnehmenden sollen Fragen stellen, Vergangenes neu erzählen und kritische Perspektiven finden“, betont Landeshauptmann und Kulturreferent Anton Mattle.

Studierende arbeiten bei lokalen Museumsprojekten mit

Das Scientist in Residence-Programm ist ein wissenschaftliches Museumsprojekt mit einem Umfang von 240 Arbeitsstunden. Im Vordergrund stehen der Ausbildungszweck, die fachliche Begleitung und die praktische Anwendung der Studieninhalte. Einerseits ermöglicht es Studierenden, ihre fachlichen Kompetenzen anzuwenden und sich gezielt auf spätere Tätigkeiten in musealen Berufsfeldern vorzubereiten. Andererseits unterstützt es die Professionalisierung der Museumsarbeit in Tirol durch die Mitarbeit von Studierenden und einen wissenschaftlichen Blick auf Ausstellungs-, Digitalisierungs- und Vermittlungstätigkeiten.

In der Pilotphase, die im Oktober 2026 startet, können zehn Tiroler Museen ihre Projekte einreichen, während sich wiederum zehn Studierende der Empirischen Kulturwissenschaft und der Archäologie der Universität Innsbruck für die Residence-Stellen bewerben. Die Projekte können in der Regel für das Studium angerechnet werden und ermöglichen den Studierenden einen direkten Einblick in die Museumsarbeit.

„Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln gemeinsam mit den Tiroler Museen Lösungen für aktuelle Herausforderungen – genau darum geht es beim Scientist-in-Residence-Programm. Kulturelles Erbe lebt davon, dass jede Generation neue Fragen stellt und ungekannte Perspektiven einbringt“, unterstützt LH Mattle das neue Projekt. Insbesondere kleinere Museen quer durch die Bezirke Tirols sollen von der Initiative profitieren: So wird empfohlen, die NachwuchswissenschaftlerInnen – analog zum Artist-in-Residence-Programm – für die Dauer des Programms in der jeweiligen Gemeinde unterzubringen. Das Land Tirol unterstützt die Museen durch Förderung der geleisteten Vergütung für die qualifizierte Tätigkeit der Studierenden (bis zu 80 Prozent von max. 1.400 Euro). Nähere Details sind auf der Website des Landes Tirol nachzulesen.

Ringvorlesung eröffnet neue Blickwinkel auf unsere Museen

Begleitend dazu richtet die Universität Innsbruck ab 7. Oktober 2026 die öffentliche Ringvorlesung „Museum im Werden“ aus. Jeden Mittwoch (Ausnahme: 14. Oktober) diskutieren ExpertInnen aus Wissenschaft und Museumspraxis im kommenden Wintersemester über aktuelle Entwicklungen der Museumsarbeit. Themen wie Barrierefreiheit, Partizipation, Digitalisierung, kuratorische Konzepte und neue Vermittlungsformen stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Frage, wie sich Museen den Herausforderungen der Zukunft stellen. Für die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich – Interessierte können die Mittwochtermine von 17.15 bis 18.45 Uhr an der Universität Innsbruck besuchen (Innrain 52e, Erdgeschoss, Hörsaal 7).

„Museen entwickeln sich ständig weiter. Sie bewahren Geschichte, greifen aktuelle gesellschaftliche Fragen auf und schaffen Raum für Begegnung und Austausch. Die neue Ringvorlesung will dieses Wissen nicht nur einem akademischen Publikum, sondern auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen“, hält LH Mattle abschließend fest. Alle Infos zur Vortragsreihe „Museum im Werden“ sind auf der Website der Universität Innsbruck zu finden.


https://www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/wissenschaft-trifft-praxis


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