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        Nicht alle schützen gut vor Sonnenbrand
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    <datum>
        1.7.2026
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    <autor>
          | Stiftung Warentest
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        UV-Shirts sollen die empfindliche Kinder­haut beim Baden schützen. Doch im Test unserer Partner hielt nur jedes zweite Kinder-Badeshirt den versprochenen UV-Schutz ein.
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Für sicheres Kinder­planschen empfiehlt sich neben einer guten Sonnen­creme auch Bade­bekleidung, die vor UV-Strahlung schützt. Doch längst nicht alle Shirts halten den versprochenen UV-Schutz ein, wie ein Test des österreichischen Verein für Konsumenteninformation (VKI) aus dem Frühsommer 2026 zeigt.


Preis und Marke sind kein Indikator
Die österrei­chischen Teste­rinnen und Tester nahmen zwölf UV-Badeshirts verschiedener Marken unter die Lupe, die fast alle auch in Deutsch­land erhältlich sind oder waren.

Die Preise reichen von knapp zwei Euro (Kik) bis rund 25 Euro (O‘Neill und Quiksilver). Doch weder Preis noch Marke waren ein verläss­licher Hinweis auf guten Schutz. Dabei deklarierten alle Modelle explizit einen UV-Schutz für Kinder – ihre UPF-Werte (Abkür­zung für Ultra­violet Protection Factor) reichten laut den Anbietern von 40+ bis 80+. Je höher der Wert ist, desto größer der Schutz­effekt.






Sonnenbrand in der Kindheit erhöht Krebs­risiko

Bis ungefähr zum zwölften Lebens­jahr ist die Haut von Kindern besonders sensibel. Jeder Sonnenbrand schadet ihr erheblich und erhöht das Risiko, später Haut­krebs zu bekommen. Unser Test zeigt, welche Sonnencremes für Kinder guten UV-Schutz bieten − und welche versagen.


Nur sechs Shirts schützen rundum
Wichtigster Prüf­punkt im österrei­chischen Test war der UV-Schutz der Textilien: Sechs der zwölf Shirts hielten ihn wie versprochen ein. Ein Sehr Gut in diesem Punkt vergab der VKI nur, wenn ein Shirt den deklarierten UPF auf der Vorder- und der Rück­seite sowie an den Ärmeln erreichte.



Guter Schutz schon ab 7,99 Euro
Sehr gut in Sachen UV-Schutz und insgesamt gut schnitten zwei Shirts des Sport­artikel-Anbieters Decathlon ab:


Das „UV-Shirt kurz­arm Baby“ (UPF 50), das beim Anbieter für 7,99 Euro in den Größen 73 cm bis 112 cm erhältlich war;
Das „UV-Shirt lang­arm Kinder UV-Schutz 50+ Print blau“ der Decathlon-Eigenmarke Olaian, das online für 9,99 Euro in den Größen 103 bis 130 cm erhältlich war

Gut bei ebenfalls sehr guten UV-Schutz waren im VKI-Test auch:


Erns­ting‘s Family Baby UV-Badeshirt Colorful Beach Life (UFP 60)
O‘Neill Essentials Kurz­arm Schwimms­hirt Rose Parade (UPF 50+).

Doch diese beiden Badeshirts waren zum Zeit­punkt unserer Preisrecherche Mitte Juni 2026 nicht mehr verfügbar.



Fünf Shirts hielten UV-Schutz nicht ein
Fünf der geprüften Shirts erreichten den deklarierten UV-Schutz laut VKI nicht. Deshalb vergaben die österrei­chischen Tester im Punkt UV-Schutz die Bewertung „nicht zufriedens­tellend“.


Quiksilver Ever­yday Youth – Surfs­hirt
Reserved Bade­anzug mit langen Ärmeln
Shein West­fade Young Kleine Mädchen Bade­anzug
Takko UV-Shirt – einfarbig
Temu Children‘s Swimwear Boys‘ Swim­suit



Das sagen die Anbieter zum fehlenden UV-Schutz
Takko teilte dem VKI in einer Stellung­nahme mit, dass dem Unternehmen für den betreffenden Artikel ein Prüfbe­richt mit einem UV-Schutz­faktor von UPF 50+ vorläge. „Die gemessenen UVA- und UVB-Durch­lässig­keiten erfüllen die Anforderungen deutlich.“

Ähnlich äußerte sich auf unsere Anfrage auch der Mode­konzern, zu dem Reserved gehört: Für das Produkt hätten vom Hersteller Test­ergeb­nisse vorgelegen, nach denen das Shirt die Anforderungen an den UV-Schutz erfülle. Man habe nun aber eine interne Über­prüfung angestoßen.

Das teilte uns auch Shein mit. Bis die abge­schlossen sei, ist das Produkt laut einem Unter­nehmens­sprecher global von der Platt­form genommen worden. So ging auch Temu vor. Dieser Anbieter hatte schon dem VKI mitgeteilt: „Wir haben umge­hend eine interne Über­prüfung durch­geführt und das betreffende Produkt von unserer Platt­form entfernt.“

Der Mode­konzern, zu dem die Marke Quiksilver gehört, hat auf unsere Bitte um Stellung­nahme bisher nicht reagiert.



Bisphenole in acht von zwölf Shirts
In zwei Dritteln der geprüften Shirts wies der VKI Bisphenole nach − darunter auch in einem Kinder-Shirt von Tchibo mit UV-Schutz­faktor 80, das in Deutsch­land für 9 Euro erhältlich ist. Das bewerteten die österrei­chischen Tester im Punkt Schad­stoffe mit „nicht zufriedens­tellend“. Bisphenole können die Frucht­barkeit beein­trächtigen und das Hormon­system stören und kommen häufig in synthetischen Textilien vor.

Wir haben Tchibo gebeten, das Test­ergebnis des VKI einzuordnen. Zur Menge der nachgewiesenen Bisphenole schrieb das Unternehmen uns: „Der Artikel ist nach allen geltenden gesetzlichen Vorgaben und etablierten Industrie­stan­dards uneinge­schränkt nutz­bar und stellt keine Gefahr für Verbraucher dar.“ Der im Test gefundene Wert liege um mehr als das 300-fache unter dieser gesetzlichen Melde­schwelle.

Der VKI und andere europäische Test­organisationen wiesen Bisphenole auch schon in anderen synthetischen Textilien nach – zum Beispiel in Unterwäsche.



Waschen lässt den Schutz schwinden
Ein weiterer Prüf­punkt war, wie viele Mikrofasern die Shirts nach fünf Wäschen freigesetzt hatten. In diesem Punkt traten nur eher kleine Unterschiede zwischen den geprüften UV-Badeshirts zutage.

Neben den noch zu erforschenden Gesund­heits- und Umwelt­wirkungen dieses Mikroplastiks führt das Auswaschen von Textilfasern dazu, dass die Shirts ihre Schutz­wirkung einbüßen. Das geht schneller, als viele wissen − daher hat UV-Kleidung oft ein Verfalls­datum. Wird es über­schritten, ist der ausgelobte UV-Schutz nicht mehr gewähr­leistet.

Tipp: Achten Sie auf Hinweise auf dem Etikett – viele Hersteller geben eine maximale Nutzungs­dauer oder Wasch­anzahl an. Aus demselben Grund ist es mitunter nicht empfehlens­wert, UV-Shirts gebraucht zu kaufen oder für jüngere Geschwister aufzuheben.



So schützen Sie Kinder zusätzlich

Eincremen. Körperteile, die nicht im Shirt stecken, mit Sonnen­creme einschmieren. In unserem Test fanden wir gute Sonnencremes für Kinder. Im Zweifels­fall hilft die Kombination: Erst eincremen, dann ein zuver­lässiges Shirt über­ziehen.
Schatten­platz. Meiden Sie die pralle Mittags­sonne zwischen 11 und 15 Uhr.
Kopf­bedeckung. Wichtig ist, dass Nacken und Ohren bedeckt sind und auch die Nase beschattet wird. Der Nacken­schutz sollte auch dann noch den Nacken bedecken, wenn die Kleinen den Kopf nach vorn neigen.
Sonnenschirm. Auch darunter sollen Kinder und Erwachsene Schutz vor der UV-Strahlung finden. Wie zuver­lässig die Schirme schützen und wie leicht sie sich aufspannen lassen, verrät unser Sonnenschirm-Test.
Alternativen. Generell bietet jedes Textil einen gewissen Schutz vor den ultra­violetten Strahlen der Sonne. Es muss nicht zwangs­läufig ein spezielles UV-Shirt sein. Ein dicht gestricktes, dunkles oder schwarzes Baumwoll-T-Shirt kann dieselbe UV-Schutz­wirkung haben.





https://www.test.de/UV-Shirts-im-Test-1688475-0?wt_mc=owned.site.rssfeeds.dl...


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