
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<tiskova_zprava>
    <titulek>
        LR Gantner: „Gelungenes Beispiel für aktiven Moorschutz in Vorarlberg“
    </titulek>
    <datum>
        26.5.2026
    </datum>
    <autor>
        Martina Hämmerle  | Land Vorarlberg
    </autor>
    <perex>
        Restaurierung des Mesmerried in Schlins abgeschlossen – Landesrat Gantner und Bürgermeister Lässer besichtigen erfolgreich umgesetztes Projekt.



    </perex>
    <text>
        

 Schlins (VLK) – Vorarlberg setzt sich aktiv für den Schutz und die Wiederherstellung von Mooren ein. Wie wichtig dieses Engagement ist, zeigt das jüngste Beispiel in Schlins: Das Mesmerried wurde mit vereinten Kräften restauriert und bleibt so als wertvoller Lebensraum erhalten. Landesrat Christian Gantner besichtigte heute (26. Mai 2026) gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Lässer, dem ausführenden Unternehmen Fa. Werner Gabriel (Göfis), Vertretern des Vereins „Schöcha“ und der Grundeigentümerin Agrargemeinschaft Schlins das fertiggestellte Projekt. 

Das Mesmerried ist ein rund 0,5 Hektar großes Niedermoor im Wald oberhalb von Gaisbühel. Über viele Jahre wurde Wasser aus dem Moor durch einen Entwässerungsgraben abgeführt. Dadurch konnten sich die für Moore typische Moorvegetation und -funktion nur eingeschränkt entwickeln. Im Rahmen des bundesweiten LIFE-Projekts AMooRe (Austrian Moor Restoration) wurde das Moor nun erfolgreich restauriert.

Im Zuge der Maßnahmen wurde der Entwässerungsgraben verschlossen und mit vier Holzspundwänden sowie drei Hartvinylspundwänden ausgestattet. An einem zweiten kleinen Graben wurden elf kleinere Holzspundwände eingebaut. Ziel ist es, das Wasser wieder länger im Moor zu halten. Dadurch kann sich die typische Moorvegetation wieder entwickeln, seltene Pflanzen wie Moose und Orchideen finden einen geschützten Lebensraum. Auch Tiere wie Libellen und Amphibien profitieren von den verbesserten Bedingungen. Darüber hinaus sind Feuchtgebiete wichtige Kohlenstoff- und Wasserspeicher und leisten einen wertvollen Beitrag zum Klima- und Hochwasserschutz.

Landesrat Christian Gantner betonte bei der Besichtigung: „Es ist uns in Vorarlberg ein großes Anliegen, dieses wertvolle Naturerbe nicht nur zu bewahren, sondern aktiv zu stärken. Mit der Restaurierung des Mesmerried zeigen wir, wie Naturschutz und regionaler Nutzen erfolgreich Hand in Hand gehen.“

Bürgermeister Wolfgang Lässer hob die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde hervor. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Verschluss des Entwässerungsgrabens einen wichtigen Schritt zum Schutz dieses einzigartigen Lebensraums gegangen sind“, so Bürgermeister Lässer. „Das Mesmerried ist ein Juwel unserer Gemeinde – es zu bewahren, ist uns ein großes Anliegen. Ein großes Danke gilt der Agrargemeinschaft Schlins für die Bereitstellung der Fläche und allen Mitgliedern des Vereins Schöcha für ihr ehrenamtliches Engagement.“

Gemeinschaftsprojekt mit Vorbildcharakter

Die erfolgreiche Umsetzung der Restaurierung im Mesmerried war nur durch das engagierte Zusammenspiel aller Beteiligten möglich. Die Agrargemeinschaft Schlins stellte die Fläche zur Verfügung. Im Frühjahr 2026 setzte die Fa. Werner Gabriel, Göfis, die Bauarbeiten zur Verschließung des Hauptentwässerungsgrabens um. Zahlreiche Freiwillige des Vereins „Schöcha“ haben nicht nur bei dieser Arbeit maßgeblich beigetragen; sie übernahmen auch die vorbereitenden Arbeiten im Winter, wie das Freistellen des Baufeldes und Holzerarbeiten. Zudem verschlossen sie einen weiteren, kleineren Graben durch das händische Einbringen von elf kleinen Holzspundwänden. Basis für die nachhaltige Umsetzung ist das LIFE-Projekt AMooRe. Es liefert die notwendige finanzielle und organisatorische Unterstützung und dokumentiert durch die wissenschaftliche Begleitung der Universität Kiel den Ausgangszustand und die Wirkung der gesetzten Maßnahmen. Mit Vorarlberg in der Projektleitung soll durch dieses LIFE-Projekt die Österreichische Moorstrategie 2030+ in wesentlichen Teilen umgesetzt werden.

„Das Projekt Mesmerried steht beispielhaft für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Land, Gemeinde, Grundeigentümern, heimischen Unternehmen und Ehrenamtlichen. Gemeinsam wurde hier ein Vorbildprojekt auf die Beine gestellt – mit klarem Mehrwert für die Natur und die Region. Mein Dank gilt allen, die sich mit großem Engagement für dieses Projekt eingesetzt haben“, so Landesrat Gantner abschließend.
https://presse.vorarlberg.at/land/public/LR-Gantner-Gelungenes-Beispiel-f-r-aktiven-Moorschutz-in-Vorarlberg


    </text>
</tiskova_zprava>
