Staatsministerin Güler vor ihrer Abreise nach Côte d'Ivoire und Togo 11.5.2026 | Auswärtiges Amt Vor ihrer Abreise nach Côte d’Ivoire und Togo erklärte Staatsministerin Serap Güler heute (10.05.2026): Westafrika ist für Deutschland und Europa eine Region von besonderer Bedeutung. Entwicklungen in Westafrika betreffen auch uns in Europa unmittelbar. Deshalb wollen wir die Beziehungen zu unseren Partnern in der Region weiter ausbauen und stärken. Côte d’Ivoire und Togo sind für uns zwei entscheidende Staaten. Schon heute ist Côte d’Ivoire einer unserer wichtigsten Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent. Ich werde in Abidjan und Lomé mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft daran arbeiten, das Potenzial für Wachstum und Handel im beidseitigen Interesse weiter auszuschöpfen. Mit unseren westafrikanischen Partnern sprechen wir auch sehr konkret über unsere gemeinsamen Herausforderungen. Terrorismus und Instabilität aus dem Sahel bedrohen nicht nur Côte d’Ivoire und Togo als Nachbarstaaten ganz direkt. Auch unsere Sicherheit in Europa ist durch den internationalen Terrorismus sowie Krieg und Konflikt in der Region betroffen. Deshalb wollen wir noch enger zusammenarbeiten, um die Expansion terroristischer Gruppierungen auf die Küstenstaaten am Golf von Guinea zu verhindern und die strukturellen Ursachen von Gewalt und Extremismus zu bekämpfen. Neben Wirtschaft und Sicherheit gibt es viele weitere Felder der Zusammenarbeit, die wir mit dieser dynamischen Region vorantreiben möchten. Dabei ist es mir besonders wichtig, in beiden Ländern neben den Regierungen auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft und mit der Jugend zusammenzukommen. Die Region weist weltweit die jüngste und am schnellsten wachsende Bevölkerung auf. Darin liegt eine enorme Chance auch für Deutschland. In Côte d’Ivoire werde ich mich mit Fachkräften austauschen, die sich am Goethe Institut in Abidjan auf einen Aufenthalt in Deutschland vorbereiten. In Togo wollen wir gemeinsam die umfassende Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit weiter voranbringen. Wir bekennen uns zur historischen Verantwortung, die aus diesen dunklen Kapiteln der Vergangenheit erwächst. Wir können die Gräuel des deutschen Kolonialismus in Afrika nicht ungeschehen machen. Aber indem wir Unrecht benennen und anerkennen, können wir Vertrauen aufbauen und gemeinsam eine bessere Zukunft gestalten. Bereits heute sind wir als deutsche Bundesregierung in Westafrika breit engagiert – von Wirtschaft und Handel über Sicherheitspolitik und Entwicklungszusammenarbeit bis zu Wissenschafts- und Kulturaustausch. Auch auf internationaler Ebene arbeiten wir eng zusammen, zum Beispiel in den Vereinten Nationen, wo wir uns für permanente Sitze Afrikas im Sicherheitsrat einsetzen. Auch darum hat sich Deutschland für einen der nichtständigen Sitze im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beworben. Wir wollen gemeinsam mit den Ländern Afrikas an der Zukunft der globalen Ordnung arbeiten – dieser gemeinsame Einsatz ist heute wichtiger denn je. https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2770908-2770908