| Datum | 14.10.2026 |
| Subjekt | Statistisches Bundesamt - Destatis |
| Region | Nemecko |
| Kategorie | Ekonomika, Veľkoobchod, Energetický priemysel |
Pressemitteilung Nr. 368 vom 14. Oktober 2026 Großhandelsverkaufspreise, September 2026 +8,7 % zum Vorjahresmonat +1,9 % zum Vormonat.
WIESBADEN – Die Verkaufspreise im Großhandel waren im September 2026 um 8,7 % höher als im September 2025. Im August 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +6,8 % gelegen, im Juli 2026 bei +5,3 %. Ein höherer Preisanstieg als im September 2026 wurde zuletzt im Februar 2023 verzeichnet (+9,5 % gegenüber Februar 2022). Ausschlaggebend für den Preisanstieg im September 2026 waren noch immer die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, in deren Folge sich insbesondere die Großhandelspreise für Energieprodukte und Vorleistungsgüter, wie beispielsweise Metalle, erhöhten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Großhandelspreise im September 2026 gegenüber August 2026 um 1,9 %.
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Deutliche Preisanstiege bei Mineralölerzeugnissen sowie Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Metallhalbzeug
Hauptursächlich für den Anstieg der Großhandelspreise insgesamt gegenüber dem Vorjahresmonat war im September 2026 der Preisanstieg bei Mineralölerzeugnissen. Die Preise lagen hier 48,8 % über denen von September 2025. Gegenüber dem Vormonat August 2026 stiegen die Preise um 10,5 %.
Ebenfalls bedeutend für die Entwicklung im Vorjahresvergleich war der Preisanstieg im Großhandel mit Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Metallhalbzeug (+24,9 % gegenüber September 2025, +2,1 % gegenüber August 2026). Zudem stiegen unter anderem die Preise im Großhandel für Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel gegenüber September 2025 um 19,3 % (+6,5 % gegenüber August 2026). Ebenfalls teurer als im Vorjahresmonat waren auf Großhandelsebene chemische Erzeugnisse (+16,4 % gegenüber September 2025 und +1,7 % gegenüber August 2026) sowie Datenverarbeitungs- und periphere Geräte (+12,1 % gegenüber September 2025 und +0,8 % gegenüber August 2026).
Preisrückgänge im September 2026 gab es dagegen insbesondere im Großhandel mit lebenden Tieren (-15,1 % gegenüber September 2025 aber +5,0 % gegenüber August 2026). Niedrigere Preise als im Vorjahresmonat wurden auf Großhandelsebene auch bei Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (-9,7 % gegenüber September 2025 aber +0,6 % gegenüber August 2026) sowie bei Fleisch und Fleischwaren (-6,0 % gegenüber September 2025, aber +1,4 % gegenüber August 2026) bezahlt.
Methodische Hinweise:
Das aktuelle Basisjahr der Indizes der Großhandelsverkaufspreise ist 2021. Warenkorb und Gewichtung der Indizes beziehen sich auf dieses Basisjahr.
Weitere Informationen:
Alle aktuellen Ergebnisse enthält der Statistische Bericht "Index der Großhandelsverkaufspreise". Lange Zeitreihen können über die Tabellen 61281-0002 und 61281-0004 in der Datenbank GENESIS-Online bezogen werden.
Die Großhandelsverkaufspreise sind auch im "Dashboard Konjunktur" (www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/10/PD26_368_61281.html