Islamistischer Extremismus im Netz erfordert intensive Prävention

Datum12.10.2026
SubjektLand Vorarlberg
AutorGerhard Wirth
RegionRakúsko
KategorieSociálne médiá, Konferencie a veľtrhy, Bezpečnosť

ÖIF-Veranstaltung zu aktuellen Entwicklungen und möglichen Handlungsansätzen.

Bregenz (VLK) – Wie kann radikalen islamistischen Strömungen wirksam begegnet werden? Dieser Frage widmeten sich die Teilnehmenden einer Fachveranstaltung des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) am Montag, 12. Oktober 2026) im Landhaus in Bregenz. „Extremistische Propaganda erreicht junge Menschen heute nicht mehr nur auf der Straße, sondern vor allem über soziale Medien und Messenger-Dienste. Oft unbemerkt von Eltern und Lehrkräften. Es ist daher wichtig, dass wir die Entwicklungen genau im Blick haben und unsere Präventionsarbeit laufend an neue digitale Realitäten anpassen“, sagte Landesrat Markus Klien. Vorarlberg setze auf frühzeitige Information, Aufklärung und starke Netzwerke zwischen Schulen, Beratungsstellen und Behörden, um Radikalisierung gar nicht erst entstehen zu lassen. Den Zuständigen vom ÖIF dankte Klien dafür, dass sie mit dieser Veranstaltung weitere wertvolle Impulse aus Forschung und Praxis liefern.

Soziale Medien und digitale Plattformen, in zunehmendem Maße auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz spielen bei der Verbreitung extremistischer Inhalte eine entscheidende Rolle. Die vortragenden Fachleute zeigten in ihren Beiträgen auf, wie neue Formen der Ansprache und Vernetzung insbesondere die Präventionsarbeit mit Blick auf die Radikalisierung junger Menschen vor Herausforderungen stellen.

Lisa Fellhofer, Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam, gab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und beleuchtete Strömungen und Trends des religiös motivierten politischen Extremismus. Der Vorsitzende des Instituts für Jugendkulturforschung, Bernhard Heinzlmaier, widmete sich konkret dem Einfluss sozialer Medien auf Jugendliche. Hamzeh Laila vom Österreichischen Integrationsfonds gab Einblicke in die Arbeit der Anlaufstelle für Männer und schilderte aus der Beratungspraxis, wie frühzeitige Information und Orientierung zu Themen wie Rollenbildern, Familie und Zusammenleben zur Präventionsarbeit beitragen können.



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