Kärnten macht Tempo bei Genehmigungen: Neue Task Force beschleunigt Standortprojekte

Datum9.10.2026
SubjektLand Kärnten
AutorClaudia Grabner
RegionRakúsko
KategorieObchod a ekonomika, Firmy, Štátna správa a samospráva

LH Fellner: Investitionen brauchen Tempo, nicht Bürokratie – unter diesem Motto startet das Land Kärnten eine neue „Task Force Betriebsansiedelung “

KLAGENFURT. „Wer in Kärnten investieren will, wer Arbeitsplätze schaffen will und wer Wertschöpfung in unsere Region bringen will, soll einen starken und verlässlichen Partner an seiner Seite haben. Unser Anspruch muss sein: Genehmigungsverfahren sollen so unkompliziert, so effizient und so schnell wie möglich ablaufen“, gibt Landeshauptmann Daniel Fellner den Startschuss für einen beschleunigten Genehmigungsprozess in Kärnten. Konkret: Künftig sollen Großprojekte oder strategisch bedeutende Projekte mit der „Task Force Betriebsansiedelung“ begleitet werden – „und damit viel rascher über die Bühne gehen“, sagt Fellner.

Wie der Landeshauptmann erklärt, stütze man sich dabei auf ein best practice Beispiel, „das wir schon einmal in Kärnten sehr erfolgreich durchexerziert haben: nämlich bei Infineon Villach. Damals wurden alle Themen der Genehmigungsverfahren gemeinsam koordiniert. Und genau das wollen wir nun bei allen Projekten machen.“

Die neue Task Force wird genau an den Schnittstellen ansetzen, an denen Projekte und strategisch bedeutende Vorhaben bisher oft durch bürokratische Hürden gebremst wurden. „Betriebsansiedelungen und Investitionsvorhaben sind heute weit mehr als einzelne Genehmigungsverfahren. Unterschiedliche Behörden, mehrere Rechtsmaterien, Infrastrukturfragen, Flächenentwicklung, Verkehr, Energieversorgung müssen oftmals gleichzeitig koordiniert werden. Genau das ist der Punkt, an dem die neue „Task Force Betriebsansiedelung“ für Großprojekte und strategisch wichtige Projekte zum Tragen kommt“, erläutert Fellner. Definiert werden diese von der Landesregierung. Dazu wird ein Verfahrenskoordinator direkt bei der Landesamtsdirektion angesiedelt: „Seine Aufgabe ist es, alle relevanten Behörden und Akteure eines Projekts sofort an einen Tisch zu holen. Dadurch wird die bisherige Praxis, bei dem ein Stakeholder nach dem anderen zu arbeiten beginnt, beendet. Stattdessen passieren die Verfahrensschritte parallel“, erklärt der Landeshauptmann. Für Projektwerber bedeutet das: Ihre Verfahren werden beschleunigt und die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner fällt von Anfang an weg. Fellner betont: „Die Task Force kommt ohne zusätzliche Struktur aus: Vielmehr werden bereits bestehende Kompetenzen und Services projektbezogen gebündelt.“

Gleichzeitig haben auch KMUs, die einen unverzichtbaren Teil zu Kärntens Wirtschaft und Arbeitsplätzen beitragen, einen direkten Zugang zu solchen Verfahrenskoordinatoren. Diese sind unmittelbar in den Bezirkshauptmannschaften angesiedelt und unterstützen Betriebe direkt, rasch und effizient bei der Umsetzung ihrer Projekte.

Der Landeshauptmann ist überzeugt: „Mit diesem Projekt werden wir
einen großen Schritt nach vorne machen. Wir machen Tempo, nicht Bürokratie. So geht moderne und zukunftsfitte Ansiedlungs- und Standortpolitik.“


Rückfragehinweis: Büro LH Fellner
Redaktion: Claudia Grabner
Fotohinweis: shutterstock

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