Nebel: ADAC warnt vor blindem Vertrauen in die Lichtautomatik

Datum8.10.2026
SubjektADAC e.V.
AutorSüdbayern
RegionNemecko
KategorieDoprava, Opravy a údržba motorových vozidiel, Bezpečnosť

Lichtautomatiken erkennen Nebel nicht immer zuverlässig +++ Autofahrer sollten Abblendlicht manuell einschalten +++ angepasste Geschwindigkeit und ausreichend Abstand sind entscheidend für die Sicherheit

München. Dichte Nebelfelder beeinträchtigen derzeit vielerorts die Sicht auf Bayerns Straßen und erhöhen das Unfallrisiko. Besonders gefährlich wird es, wenn Fahrzeuge nicht ausreichend beleuchtet sind.

Lichtautomatik kann Sichtbarkeitsproblem verursachen

Bei schlechter Sicht muss auch tagsüber das Abblendlicht eingeschaltet werden. Viele Autofahrer vertrauen hier auf die Lichtautomatik ihres Fahrzeugs. Doch diese kann Nebel und schlechte Sichtverhältnisse nicht immer zuverlässig erkennen. Bei vielen Fahrzeugen aktiviert das Tagfahrlicht zudem lediglich die Frontbeleuchtung, was das Risiko für Auffahrunfälle erhöht. Der ADAC Südbayern appelliert daher an Autofahrer, das Abblendlicht bei Nebel bewusst manuell einzuschalten, damit ihr Fahrzeug auch von hinten sichtbar bleibt.

Abblendlicht statt Fernlicht

Fernlicht ist bei Nebel laut ADAC Südbayern dagegen ungeeignet, weil die Lichtstrahlen an den Wassertröpfchen reflektiert werden und die Sicht zusätzlich verschlechtern können. Bei schlechter Sicht können Nebelscheinwerfer die Ausleuchtung der Fahrbahn verbessern und so die Orientierung erleichtern. Die Nebelschlussleuchte darf nur bei Nebel und einer Sichtweite von weniger als 50 Metern verwendet werden. Wichtig: Sobald sich die Sichtverhältnisse verbessern, müssen die Nebelschlussleuchte und Nebelscheinwerfer wieder ausgeschaltet werden. Andernfalls können andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden. Zudem droht ein Verwarnungsgeld von mindestens 20 Euro.

Maximal 50 km/h bei Sichtweite unter 50 Metern

Besondere Vorsicht ist bei Sichtweiten unter 50 Metern geboten. Autofahrer dürfen dann maximal 50 km/h fahren. Als Orientierung können die Leitpfosten am Fahrbahnrand dienen, deren Abstand in der Regel 50 Meter beträgt. Gleichzeitig empfiehlt der ADAC Südbayern, einen Sicherheitsabstand einzuhalten, der mindestens der gefahrenen Geschwindigkeit entspricht. Bei 50 km/h sind das also mindestens 50 Meter. Generell darf nur so schnell gefahren werden, dass das Fahrzeug innerhalb der einsehbaren Strecke sicher zum Stehen gebracht werden kann.

Fahrsicherheitstraining für den Ernstfall

„Die richtige Beleuchtung hat bei Nebel oberste Priorität. Zudem ist eine defensive und vorausschauende Fahrweise wichtig, da andere Verkehrsteilnehmer bei schlechter Sicht oft erst spät erkannt werden“, fasst Fahrsicherheitstrainer David Dodaro vom ADAC Südbayern zusammen. Wie sich ein Fahrzeug auch bei schwierigen Witterungs- und Sichtverhältnissen sicher beherrschen lässt, können Autofahrer bei einem ADAC Fahrsicherheitstraining lernen. Angeboten werden Trainings unter anderem in Augsburg, Kempten, Regensburg, Ingolstadt, Landshut sowie Burgkirchen/Simbach. Weitere Informationen gibt es unter www.adac-fahrtraining.de.



https://presse.adac.de/regionalclubs/suedbayern/nebel-adac-warnt-vor-blindem-vertrauen-in-die-lichtautomatik.html