Kärnten als starke Stimme der EU-Regionen

26.9.2026 - Susanne Stirn-Kummer | Land Kärnten

LR Reichmann unterstreicht bei wichtigem Treffen in Brüssel die Bedeutung der Regionen: Direkte und partnerschaftliche Förderung statt Zentralisierung bleibt unumstößliche Forderung.

Brüssel. Für eine effektive und effiziente EU-Regionalpolitik will sich Landesrat Peter Reichmann kommende Woche bei seinem ersten Arbeitsbesuch in Brüssel stark machen. Als einziger regionaler Vertreter Österreichs wird er in einem hochkarätigen Zusammentreffen von Vertreterinnen und Vertretern des Bündnisses EURegions4Cohesion mit EU-Parlamentsmitgliedern zu Wort kommen. „Das ist eine großartige Gelegenheit, jene Position auszubauen, die sich Kärnten im Laufe der vergangenen Jahre erarbeitet hat. Wir gelten als engagiert und anerkannt, wenn es darum geht, uns für die Stärkung europäischer Regionen einzusetzen“, so Reichmann.

„Die Kohäsionspolitik ist gelebte europäische Solidarität. Sie sorgt dafür, dass Chancen und Entwicklung nicht vom Wohnort abhängen und stärkt Regionen wie Kärnten wirtschaftlich, sozial und ökologisch. Europa ist dann stark, wenn auch seine Regionen stark sind. Wer diese Mittel zentralisiert, schwächt die Regionen – und damit Europa selbst“, warnt Reichmann vor Zentralisierungsplänen die Fördertöpfe betreffend. In seiner Rede wird er daher dazu aufrufen auch in Zukunft geschlossen und vor allem in aller Deutlichkeit dagegen aufzutreten. „Es geht um nichts weniger als um die Zukunft unserer Heimat und aller Menschen die darin leben.“

Ebenfalls am Programm der Brüssel-Reise steht die 10. Sitzung der Fachkommission für Sozialpolitik, Bildung, Arbeit, Forschung und Kultur (SEDEC). Neben der Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bis 2030 werden hier auch die „Kompetenzen für die Zukunft“ thematisiert werden. „Auch in dieser Stellungnahme wird seitens der Fachkommission auf die wichtige Rolle der Regionen verwiesen. Die Wettbewerbsfähigkeit Europas wird nicht nur davon abhängen, ob hier Spitzentechnologien entwickelt und mehr fachliche Spitzenkräfte ausgebildet werden, sondern auch davon, ob Menschen, Unternehmen und Regionen in der gesamten Union in der Lage sind, technologische Veränderungen aufzunehmen, kritisch einzuordnen, anzuwenden und mitzugestalten“, so Reichmann und weiter: „Die Zukunft Europas spielt in den Regionen – es liegt an uns, diese Gestaltungsmöglichkeit auch zu nutzen.“

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