Weltweite Aktion setzt ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung.
Am Freitag, 11. September 2026, sind ab Einbruch der Dunkelheit Menschen, Unternehmen, Einrichtungen und Kommunen weltweit dazu aufgerufen, ihre Außenbeleuchtung für eine Nacht möglichst zu reduzieren oder abzuschalten und an der Earth Night teilzunehmen. Auch Dresden unterstützt den Aufruf und wirbt für einen bewussten Umgang mit künstlichem Licht.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen„Licht ist eine wichtige Ressource. Es dort einzusetzen, wo wir es tatsächlich brauchen, ist nicht nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern auch eine Frage von Lebensqualität und Verantwortung gegenüber unserer Umwelt. Gerade für den Naturschutz sind dunkle Orte von besonderer Bedeutung. Die Elbwiesen und andere Landschafts- und Naturschutzgebiete in Dresden bieten Lebensraum für zahlreiche nachtaktive Tiere. Weniger künstliches Licht kann dazu beitragen, diese Lebensräume zu schützen und die natürliche Dunkelheit im sensiblen Ökosystem des Elbraums zu bewahren. Deshalb prüfen wir auch immer sehr genau, wo überhaupt zusätzlich eine künstliche Beleuchtung ermöglicht werden soll.“
Künstliches Licht ist aus dem Alltag nicht wegzudenken. Es sorgt für Orientierung und Sicherheit und ermöglicht Aktivitäten zu jeder Tages- und Nachtzeit. Gleichzeitig wird die Nacht vielerorts heller. Licht, das unnötig, zu hell oder in die falsche Richtung eingesetzt wird, kann zur Belastung für Menschen, Tiere und Pflanzen werden. Die Earth Night lädt deshalb dazu ein, die Nacht bewusst wieder dunkler werden zu lassen, und lebt vom Mitmachen. Dresdnerinnen und Dresdner können sich mit einfachen Maßnahmen beteiligen: Außenbeleuchtung an Haus, Balkon oder Grundstück kann für die Nacht abgeschaltet, zukünftig reduziert oder gar nicht erst eingerichtet werden, wenn sie nicht nötig ist. Auch Unternehmen, Vereine, Kirchen, Institutionen und andere Einrichtungen können ihre Beleuchtung überprüfen und sich in diesem Jahr oder zukünftig an der Aktion beteiligen.
Dabei geht es nicht darum, notwendige Beleuchtung abzuschalten oder nicht einzurichten. Beleuchtung, die für die Sicherheit erforderlich ist, bleibt erhalten. Die Earth Night kann ein Anlass sein, die Außenbeleuchtung dauerhaft unter die Lupe zu nehmen: Wo ist Licht tatsächlich notwendig? Wo kann es reduziert, gezielter eingesetzt oder gar nicht erst künstlich geschaffen werden?