Bayerns Jagdminister wirbt für konsequentes Wolfsmanagement

5.8.2026 - | Bayerische Staatsregierung

LENGGRIES Bei der Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern nahe Fleck bei Lenggries hat Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger deutlich gemacht, dass es auch für den Alpenraum ein konsequentes und praxistaugliches Wolfsmanagement geben muss. Vor den knapp 1000 Teilnehmern betonte Aiwanger: „Beim Umgang mit dem Wolf biegen wir auf die Zielgerade ein. Wenn wir nicht wieder durch dubiose Klagen von Wolfsschützern gestoppt werden, bekommen wir ein zielführendes Wolfsmanagement hin. Es freut mich, dass meine langjährige Forderung, den Wolf ins Jagdrecht zu bringen, jetzt umgesetzt ist. Nun gilt es, die neuen Möglichkeiten in der Praxis anzuwenden. Denn die Weidetierhalter und der ländliche Raum erwarten zu Recht, dass ein Wolfsmanagement nicht nur auf dem Papier existiert, sondern vor Ort funktioniert. Den Landratsämtern haben wir die notwendigen Werkzeuge an die Hand gegeben, um die traditionelle Bewirtschaftung der Almen und Alpen zu erhalten, indem in Weidegebieten die nicht durch Zäune vor dem Wolf geschützt werden können, der Wolfsabschuss erlaubt wird.“

Das Bayerische Jagdministerium hat die Änderungen des Bundesrechts unmittelbar in den Vollzug überführt. „Der Freistaat hat bereits wenige Wochen nach Inkrafttreten des Bundesjagdgesetzes die ersten Abschussgenehmigungen nach Nutztierrissen erteilt. Wir warten jetzt nicht auf Verordnungen oder Leitlinien aus Berlin, sondern nutzen die weiteren Instrumente konsequent. Das betrifft aktuell im Alpenraum die Ausweisung von ‚Weidegebieten‘, in denen der Wolf zur Vermeidung von Nutztierrissen bejagt werden darf und im restlichen Bayern ‚Managementpläne‘, die von Juli bis Oktober eine nachhaltige Wolfsbejagung zulassen. Mein Ministerium begleitet die Landratsämter intensiv bei der Umsetzung der jagdgesetzlichen Möglichkeiten.“ Künftig solle zudem das europarechtlich vorgesehene Monitoring des Wolfes beim Jagdministerium angesiedelt werden, um Entscheidungen aus einer Hand zu ermöglichen.

Der Minister stellte die besonderen Bedingungen im Alpenraum und die Gefahren für die Almwirtschaft heraus: „Ein flächendeckender Herdenschutz durch Zäune ist auf Almen weder praktikabel noch möglich. Deshalb braucht es ein Wolfsmanagement, das den besonderen Gegebenheiten der Almwirtschaft Rechnung trägt und schnelle, rechtssichere Entscheidungen ermöglicht. Wir dürfen nicht weiter zulassen, dass die fleißigen Almbauern ihre Almen aufgeben, weil sie es nicht länger ertragen, ihr Vieh vom Wolf gerissen zu sehen. Rund 14.000 Bergbauernbetriebe bewahren durch tägliche harte Arbeit 370.000 Hektar Kulturlandschaft in den Alpen und damit einen der größten Tourismusmagneten Bayerns. Sie erwarten zurecht Unterstützung bei einem vernünftigen Umgang mit dem Wolf.“

Ansprechpartner:
Bastian Brummer
Stellv. Pressesprecher

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