Während der Sommerferien nutzt die Landeshauptstadt Dresden die unterrichtsfreie Zeit für Bau-, Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an ihren Schulen. Rund 1,3 Millionen Euro fließen in zehn größere Projekte. Ziel ist es, den Werterhalt der Schulgebäude sichern und die Lernbedingungen für Schülerinnen und Schüler weiter zu verbessern.
Die Projekte stehen stellvertretend für zahlreiche Arbeiten, die während der Sommerferien an Dresdens Schulen stattfinden. Parallel dazu werden an vielen weiteren Standorten technische Anlagen gewartet, Reparaturen durchgeführt und kleinere Modernisierungen umgesetzt.
Ein Teil der größeren Maßnahmen ist bereits abgeschlossen. An der Schule „Am Leubnitzbach“ Dresden wurden mehrere Räume umfassend modernisiert und für das Modellprojekt „Escape to school“ hergerichtet. Dafür investierte die Stadt rund 250.000 Euro. An der 63. Grundschule „Johann Gottlieb Naumann“ entstand ein neuer Schulgarten in Terrassenform. An der 33. Grundschule verbessern zusätzliche Fensteröffnungen und Sonnenschutzfolien das Raumklima – besonders an heißen Sommertagen.
Weitere Projekte laufen derzeit oder beginnen in den kommenden Wochen. Am Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium wird das Kleinsportfeld instandgesetzt. Am Hülße-Gymnasium startet die dringend notwendige Sanierung der denkmalgeschützten Grundstücksmauer. Auch die Schulfreiflächen werden aufgewertet. So wird an der 106. Grundschule der Verkehrsübungsplatz grundlegend erneuert und am Gymnasium Dresden-Tolkewitz entsteht ein neugestalteter Vorplatz mit zusätzlichen Bäumen, die künftig mehr Schatten spenden und die Aufenthaltsqualität verbessern. Die Kosten von rund 99.400 Euro trägt der Stadtbezirk Blasewitz.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Anpassung der Schulstandorte an die zunehmende Sommerhitze. An der 116. Oberschule entsteht eine Überdachung für das Grüne Klassenzimmer. Am Standort der 25. Grund- und Oberschule wird eine Pergola errichtet, während an der Oberschule Cossebaude ein neues Klassenzimmer im Grünen entsteht. Zusätzlich werden an weiteren Schulen – wo immer möglich – zusätzliche schattenspendende Elemente wie Großsonnenschirme aufgestellt oder neue Bepflanzungen geschaffen. Dabei unterstützen auch Fördervereine und externe Partner.
Darüber hinaus testet die Stadt neue Maßnahmen zum Hitzeschutz in Schulgebäuden. An drei Schulen starten Pilotprojekte mit Hitzeschutzverglasungen beziehungsweise Deckenventilatoren. Ziel ist es, Erfahrungen mit den unterschiedlichen Lösungen zu sammeln und wirtschaftlich tragfähige Maßnahmen zu entwickeln, die künftig schrittweise auch an weiteren Schulstandorten umgesetzt werden können.
Das Projekt „Escape to Scholl“ hat das Ziel, Schulverweigerung zu verhindern und gefährdete Schüler der Klassenstufen 5 und 6 wieder in den regulären Schulalltag zu integrieren.