Gut versichert mit den Testsiegern

15.7.2026 - Philip Chor­zelewski, Simone Weidner | Stiftung Warentest

Welche Versicherung wichtig ist, worauf es ankommt – und wie Sie durch Aussortieren sparen können. Unser Versicherungs-Check hilft, den eigenen Bedarf zu ermitteln.

Ein Privathaushalt gibt im Monat rund 149 Euro für Versicherungen aus, im Schnitt 1 788 Euro jähr­lich. Nicht einge­rechnet sind dabei die Beiträge zu Lebens- und Renten­versicherungen oder zur privaten Pflege- und Kranken­versicherung.

Doch viele Versicherungen bedeuten nicht auto­matisch guten Schutz. Richtig ist, Prioritäten zu setzen. Existenzielle Risiken sollten zuerst abge­sichert sein: Eine Privathaftpflicht braucht jede und jeder. Für alle, die von ihrem Gehalt leben, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung unbe­dingt notwendig. Immobilien­besitzer benötigen eine Wohngebäudeversicherung und sollten zusätzlich Naturgefahren wie Starkregen und Über­schwemmungen absichern. Der Schutz gegen Naturgefahren kann auch in die Hausratversicherung einbezogen werden.

Welche Versicherungen außerdem empfehlens­wert sind, richtet sich auch nach der individuellen Lebens­situation. Eine Familie mit Kindern hat einen anderen Absicherungs­bedarf als ein Single oder Rentner­paar. Es kann sich lohnen, regel­mäßig den Versicherungs­ordner aufzuräumen. Je nach Situation kann das jähr­lich oder alle drei bis fünf Jahre sinn­voll sein. Die Versicherungs­fachleute der Stiftung Warentest sagen Schritt für Schritt, worauf es dabei ankommt.

Vier Gründe für einen Check

Es gibt im Leben immer wieder Veränderungen, Ereig­nisse, die es sinn­voll machen, die vorhandenen Versicherungen zu über­prüfen und den Schutz gegebenenfalls anzu­passen. Die vier typischen Anlässe sind:

  1. Die Lebens­situation ändert sich. Der erste Job, eine Gehalts­erhöhung, Geburt eines Kindes, Umzug, Zusammenziehen mit der Part­nerin, Renten­beginn oder der Tod des Part­ners – es gibt viele Gründe, Verträge anzu­passen.
  2. Neuer Vertrag mit besserer Leistung. Neue Verträge können bessere Leistungen bieten als alte – erst recht, wenn diese seit Jahren in der Schublade schlummern. Versicherer über­arbeiten ihre Vertrags­bedingungen regel­mäßig. Zum Beispiel bieten Privathaft­pflicht­verträge von heute oft einen viel größeren Schutz­umfang, teils sind die Tarife gleich­zeitig güns­tiger.
  3. Geld sparen. Ein Anbieter- oder Tarifwechsel kann Geld sparen. Unsere Tests zeigen, dass Versicherte in manchen Fällen mehrere Hundert Euro im Jahr weniger zahlen, etwa mit einer güns­tigen Auto­versicherung.
  4. Ausmisten. Die Kündigung über­flüssiger Policen schont das Budget. Kaum jemand benötigt eine Handy- oder Reisege­päck­versicherung. Kunden ärgern sich häufig, weil der Versicherer nach einem Schaden nicht leistet. Oft zahlt er zu Recht nicht: Bei genauem Lesen des Klein­gedruckten stellt sich heraus, dass manche Schadens­fälle gar nicht versichert sind.

Unser Rat

Vorhandene Versicherungen. Verschaffen Sie sich eine Über­sicht über Ihre bestehenden Versicherungen und ermitteln Sie einen möglichen Bedarf an neuen Verträgen. Das geht leicht mit unserer Tabelle Ihr persönlicher Versicherungs-Check.

Vergleich. Nutzen Sie unsere Tests für einen Tarif- und Preis­vergleich, von Auto­haft­pflicht- bis Zahn­zusatz­versicherung.

Beratung. Geht es um Ihre Gesundheit und um existenzielle Versicherungen, wie bei der Berufs­unfähigkeits­versicherung, ist oft kompetente Versicherungsberatung wichtig, zum Beispiel bei einem unabhängigen Versicherungs­berater, Versicherungs­makler oder einer Verbraucherzentrale.

Alters­vorsorge. In diesem Versicherungs-Check sind Tests für Private Renten- und Kapital­lebens­versicherungen nicht berück­sichtigt. Geht es um Versicherungen für die Alters­vorsorge, empfehlen wir unseren Über­blick: Rente, Betriebsrente, Privatvorsorge - so sparen Sie fürs Alter.

Wenige sind gesetzlich vorgeschrieben

Nur wenige Versicherungen schreibt der Staat vor, dazu gehören die Krankenversicherung, die Autohaftpflicht oder in einigen Bundes­ländern die Hundehalter-Haftpflichtversicherung.

Faustformel für Versicherungs­schutz

Darüber hinaus hilft die Faustformel: Jede und jeder sollte sich den größt­möglichen Schaden vorstellen, den eine Versicherung abdecken würde. Wenn dieser Schaden nicht aus eigener Tasche zu finanzieren wäre, ist die Versicherung sinn­voll.

Außerdem: Wer einem anderen einen Schaden zufügt, haftet. Bei Personenschäden kann die Haftungs­summe in die Millionen gehen, zum Beispiel wenn mehrere Geschädigte bis zum Lebens­ende mit einer Behin­derung leben müssen und auf Unterstüt­zung angewiesen sind. Deshalb ist eine private Haft­pflicht­versicherung so wichtig.

Heraus­finden, welche Versicherung für einen selbst existenziell ist

Welcher Schutz außerdem für einen selbst notwendig und sinn­voll ist, hängt von der aktuellen Lebens­situation ab. Unsere Tabelle Ihr persönlicher Versicherungs-Check hilft, den Über­blick zu behalten.

Das Versicherungs-Set

Im Buch Das Versicherungs-Set erklärt die Stiftung Warentest Schritt für Schritt, worauf es beim Versichern ankommt. Das Buch ist eine Orientierungs­hilfe und hilft, den eigenen Versicherungs­bedarf zu ermitteln. Ob Berufs­tätige, Rentnerin oder Rentner, Familie mit Kindern oder junge Voll­jährige: Tipps gibt es für jede Lebens­situation. Wir erklären, wie jemand ein passendes Angebot findet und laufende Verträge verbessert. Das Buch enthält wichtige Check­listen und Muster­schreiben. Das Versicherungs-Set: 144 Seiten, 16,90 Euro (kostenlose Lieferung). Die PDF/E-Book-Version kostet 13,99 Euro.

Die wichtigsten Versicherungen im Über­blick

Es gibt nur wenige Versicherungen, die für fast jede Lebens­phase unver­zicht­bar sind, etwa die Privathaft­pflicht­versicherung und die Berufs­unfähigkeits­versicherung. Wir geben einen Über­blick über wichtige Policen.

Warum eine Haft­pflicht­versicherung so wichtig ist

Eine private Haftpflichtversicherung schützt vor finanziellem Ruin. Wer einen Schaden bei einem anderen verursacht, muss dafür haften, es sei denn, er hat einen entsprechenden Versicherungs­schutz. Für Schäden Dritter haften Schädiger mit ihrem gesamten Vermögen und mit ihrem Einkommen bis zur Pfändungs­grenze.

Wer fahr­lässig mit dem Fahr­rad in ein parkendes Auto fährt und einen Lack­schaden verursacht, kann diesen möglicher­weise noch aus eigener Tasche bezahlen. Auch ein Rotweinfleck auf dem Sofa des Nach­barn löst kein finanzielles Desaster aus. Doch bei größeren Schäden kann es schnell in die Millionen gehen.

Beispiel: Fährt ein Fahr­radfahrer aus Versehen einen Passanten an, der unglück­lich stürzt und ein Leben lang geschädigt ist, können sich Behand­lungs­kosten, Schmerzensgeld, Pflege­kosten, der behindertengerechte Umbau der Wohnung und der Verdienst­ausfall auf mehrere Millionen Euro summieren. Eine Privathaft­pflicht­police mit ausreichend hoher Versicherungs­summe ist daher unbe­dingt notwendig.

Die Stiftung Warentest empfiehlt eine Deckungs­summe von mindestens 10 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sach­schäden.

Spezielle Risiken, spezielle Policen

Bei speziellen Haftungs­risiken sind zusätzlich besondere Versicherungs­verträge nötig. Beispiele: Hundehalter sollten in jedem Fall eine Tierhalterhaft­pflicht­versicherung haben, Öltank­besitzer eine Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung. Bauherren leben besser mit einer Bauherrenhaft­pflicht­versicherung und Eigentümer mit einer Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht­versicherung.

Haus­eigentümer schließ­lich kommen an einer Wohn­gebäude­versicherung nicht vorbei. Der finanzielle Verlust wäre erheblich, wenn ein Feuer oder ein Sturm die Immobilie zerstört oder schwer beschädigt. Im Vergleich dazu ist der Versicherungs­beitrag preis­wert.

Berufs­unfähigkeits­versicherung

Alle, die von ihrem Arbeits­einkommen leben, sollten sich für den Fall absichern, dass sie berufs­unfähig werden. Nach einem schweren Unfall oder einer Erkrankung kann die Einkommens­grund­lage dauerhaft wegfallen, weil jemand nicht mehr arbeiten kann. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann einen Einkommens­verlust ausgleichen oder abfedern.

Der Versicherer zahlt im Ernst­fall eine vereinbarte Rente. Vor allem alle, die eine Familie ernähren, sollten nicht auf sie verzichten. Denn die gesetzlichen Leistungen durch die im Jahre 2001 einge­führte Erwerbsminderungsrente reichen meist nicht, um den Lebens­stan­dard zu halten. Sinn­voll ist, einen Vertrag so früh wie möglich abzu­schließen, am besten gleich zu Beginn von Studium oder Ausbildung.

Das Wichtigste über die Auto­versicherung

Wer ein Auto hat, für den ist der Abschluss einer Kfz-Haft­pflicht­versicherung gesetzlich vorgeschrieben. Darüber hinaus kann sich jeder entscheiden, ob er zusätzlich Teil- oder Voll­kasko­schutz für den Wagen abschließt. Ob der Schutz sinn­voll ist, hängt auch vom Alter des Autos und dem persönlichen Sicher­heits­bedürfnis ab.

In unserem Kfz-Versicherungsvergleich beant­worten wir die wichtigsten Fragen rund um die Auto­versicherung. Ob Kasko oder Haft­pflicht, Rabatt­retter oder Kündigung – wir klären die wichtigsten Begriffe und weisen Ihnen den Weg zur güns­tigsten Police.

Ein Wechsel des Versicherers kann manchmal mehrere Hundert Euro Ersparnis im Jahr bringen. Stichtag für die Kündigung ist bei den meisten Kfz-Versicherungs­verträgen der 30. November. Unabhängig von diesem Datum gilt: Enthält die Rechnung eine Beitrags­erhöhung, können Sie außer­ordentlich kündigen mit einem Monat Frist ab Zugang des Schreibens.

Die Wahl einer güns­tigen Versicherung ist zudem außer­halb dieses Stich­tags sinn­voll – etwa nach dem Kauf eines Autos oder bei Kündigung nach einem Schadens­fall.

Das Wichtigste über die Wohn­gebäude­versicherung

Feuer, Blitz­schlag, Sturm, Wasser­rohr­bruch und auslaufendes Leitungs­wasser: Den Eigentümer eines Hauses können solche Schäden finanziell ruinieren. Eine Wohn­gebäude­versicherung verhindert das. Die angebotenen Versicherungs­policen unterscheiden sich erheblich in Preis und Leistung, wie Tests der Stiftung Warentest regel­mäßig zeigen.

Sinn­voll ist zusätzlicher Schutz gegen Elementarschäden, wenn Schäden durch Natur­ereig­nisse wie Über­schwemmungen, Erdbeben, Schnee­druck oder Lawinen möglich sind, auch wenn die Wahr­scheinlich­keit dafür zurzeit gering ist. Der Elementar­schutz greift auch bei Starkregen.

Doch nicht jeder bekommt den Vertrag. Die Versicherer prüfen, ob das Haus oder die Wohnung in hoch­wasser­gefähr­deten Gebieten liegt. Dann wird womöglich kein oder nur einge­schränkter Schutz angeboten. Unser Vergleich Wohngebäudeversicherung zeigt, wo es auch in Risikozonen güns­tige Verträge gibt.

Das Wichtigste über die Hausrat­versicherung

Eine Hausratversicherung schützt vor den Folgen kleiner und großer Katastrophen: Die Haustür wird aufgebrochen, das Fahr­rad geklaut, ein Feuer bricht aus oder ein Wasser­rohr platzt: Gut, wenn der Hausrat­versicherer für den Schaden aufkommt.

Doch nicht jeder Tarif bietet für alle Fälle umfassenden Schutz. Zum Stan­dard­schutz gehört die Absicherung der Risiken Brand, Blitz­schlag, Explosion und Implosion, etwa wenn ein Gasherd explodiert und die Wohnungs­einrichtung ruiniert. Versichert sind stets auch Einbruch­diebstahl, Vandalismus, Raub, Hagel und Sturm ab Wind­stärke acht und Leitungs­wasser­schäden.

Wer Fahr­rad fährt, sollte über­legen, das Fahr­rad mitzuver­sichern. Hausrat­versicherer verlangen für einen Fahr­rad-Diebstahls­schutz unterschiedlich hohe Zuschläge. Manche Tarife enthalten guten Nacht­schutz, dann ist das Rad rund um die Uhr versichert, also auch nachts, wenn es draußen steht.

Das Wichtigste über die Fahr­radversicherung

Es gibt immer mehr, bessere und auch güns­tige Diebstahlversicherungen fürs Fahrrad und E-Bike, mit und ohne Kasko­schutz. Ob Alltags- oder Trekkingrad, E-Bike oder E-Lastenfahr­rad: Ob sich eine Fahr­radversicherung individuell lohnt, zeigt unser Online-Rechner, mit dem sich berechnen lässt, ob eine Diebstahl­versicherung statistisch gesehen eine bessere Option ist, als keine Versicherung zu haben.

Das Wichtigste über die Hundehalter-Haft­pflicht­versicherung

Auch liebe Hunde können große Schäden verursachen. Der Halter haftet grund­sätzlich – egal ob er etwas falsch gemacht hat oder nicht. Läuft ein Hund etwa vor ein Auto und verursacht einen Verkehrs­unfall, können Kosten von mehreren Hundert­tausend Euro auf den Hundehalter zukommen. Per Gesetz haften Tierhalter grund­sätzlich für die Schäden, die ihr Haustier verursacht. Dabei ist egal, ob der Halter alles richtig gemacht hat – bezahlen muss er so oder so.

Während Halter von Kleintieren wie Hamster oder Katzen durch ihre private Haft­pflicht­versicherung geschützt sind, deckt diese Schäden durch Hunde oder Pferde nicht ab. Wer einen Hund besitzt, sollte also eine Hundehalterhaft­pflicht abschließen. Eine Versicherungs­pflicht für alle Hunde gilt in Berlin, Hamburg, Nieder­sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. In anderen Bundes­ländern ist die Pflicht oft auf gefähr­liche Hunde oder Rassen beschränkt.

Tipp: Die Stiftung Warentest empfiehlt diese Versicherung allen Hundehaltern, auch wenn am jeweiligen Wohn­ort keine Versicherungs­pflicht gilt. Wo es die güns­tigste und beste Versicherung gibt, zeigt unser Vergleich Hundehalterhaftpflichtversicherung.

Das Wichtigste über die Rechts­schutz­versicherung

Recht zu bekommen, ist teuer geworden. Die Kosten für Anwälte und Gerichts­verfahren sind teil­weise heftig gestiegen. Eine Rechts­schutz­versicherung schützt in vielen Fällen vor diesen Kosten. Wer auf einen Rechts­streit keinesfalls verzichten möchte, weil ihm Geld für einen Anwalt fehlt, für den kann eine Rechts­schutz­police sinn­voll sein.

Es gibt Rechts­schutz-Pakete für die Lebens­bereiche Privat, Beruf und Verkehr. Rechts­schutz für Eigentümer und Mieter von Wohnungen und Grund­stücken können Versicherte bei Bedarf hinzubuchen. Im Vergleich Rechtsschutzversicherungen lesen Sie, welche Policen guten Schutz bieten und was Sie von einer Rechts­schutz­versicherung erwarten dürfen.

Verkehrs­rechts­schutz separat kann sinn­voll sein

Auf deutschen Straßen kracht es pro Minute etwa vier bis fünf Mal. Der Streit danach kann teuer werden. Im Vorteil ist, wer eine Verkehrs­rechts­schutz­versicherung hat, die für die Kosten des Rechts­streits aufkommt. Versichern können sich Auto­fahrer, Radler und Fußgänger – oft auch Partner und Kinder. Wem eine umfassende Rechts­schutz­versicherung zu teuer ist, kann eine Verkehrs­rechts­schutz­versicherung als Einzel­police abschließen. Leistungs­starke Angebote für Familien mit mehreren Autos gibt es schon für unter 100 Euro pro Jahr. Wer als Single oder Familie nur ein Auto versichert, zahlt oft weniger, zeigt unser Vergleich Rechtsschutzversicherung.

Private Alters­vorsorge

Eigene Vorsorge für das Alter ist notwendig. Den Teil der gesetzlichen Rente, der durch die vielen Reformen der vergangenen Jahre gekürzt worden ist, sollen alle durch Eigen­vorsorge ausgleichen. Die Tests, Tipps und Beispiele der Stiftung Warentest helfen jedem, ein passendes Angebot für die richtige Altersvorsorge zu finden. Die privaten Versicherungs­unternehmen halten eine Vielzahl von Angeboten parat. Versicherungs­verträge wie Lebens- oder Renten­versicherungen sind nicht die einzige Möglich­keit, um finanziell fürs Alter zu vorzusorgen. Sie sind nicht immer die beste Wahl.

So sparen Sie bei Versicherungen

Über­flüssige Verträge kündigen

  • Handy- oder Tabletversicherung

Prüfen Sie, ob Sie Versicherungs­schutz fürs Handy oder Tablet wirk­lich benötigen. Die Versicherung bietet oft weniger, als Kundinnen und Kunden erwarten. Im Klein­gedruckten sind die Leistungs­fälle und Ausschlüsse meist genau beschrieben. Zubehör­teile wie Akku, Stecker, Batterien und andere Verschleiß­teile sind oft vom Schutz ausgeschlossen.

Oft zahlen Kunden eine Selbst­beteiligung im Reparaturfall oder im Diebstahls­fall. Wird das Handy geklaut, müssen Kunden darlegen, dass sie ihre Sorgfalts­pflichten nicht verletzt haben. Hier lesen Sie mehr über die Handy- und Tabletversicherung.

  • Brillen­versicherung

Eine Brillen­versicherung bekommen Kunden oft von ihrem Optiker oder ihrer Optikerin beim Kauf einer Brille angeboten. Für einen vergleichs­weise geringen Beitrag über einen längeren Zeitraum, etwa zwei Jahre, erhalten Kunden im Versicherungs­fall eine Zahlung von der Versicherung. Die Höhe ist in der Regel begrenzt. Kunden sollten genau prüfen, ob sich die Versicherung für sie lohnt.

  • Reisege­päck­versicherung

Eine Reisege­päck­versicherung ist verhält­nismäßig teuer und der Schutz ist lückenhaft. Viele Versicherer haben strenge Auflagen. Ausgeschlossen vom Schutz sind oft Bargeld und Kreditkarten, ebenso Fahr­karten und Flugti­ckets. Für Reisege­päck, das aus Auto, Boot oder Zelt gestohlen wird, gilt der Schutz oft nur tags­über. Geht Gepäck auf Reisen verloren oder wird beschädigt, haften oft Trans­port­unternehmen oder der Hausrat­versicherer. Eine Gepäck­versicherung kann für Reisende ohne Hausrat­versicherung sinn­voll sein und für Reisende bei Schiffs- und Fernbusreisen. Hier lesen Sie mehr über die Reisegepäckversicherung.

  • Kasko­versicherung für alte Autos

Im Gegen­satz zu den bisher genannten Risiken führen Schäden, die mit einer Kasko­versicherung für das Auto abge­deckt sind, kaum zum finanziellen Ruin. So ist gerade für ältere Autos eine Kasko­versicherung meist nicht mehr zu empfehlen.

  • Rechts­schutz mit Einschränkungen

Auch eine Rechts­schutz­versicherung ist mit Einschränkung sinn­voll. Geht es beispiels­weise um mietrecht­liche Streitig­keiten, helfen auch Mieter­ver­eine – eine Rechts­schutz­versicherung mit umfassendem Schutz­paket muss es dann nicht gleich sein.

  • Glas­versicherung

Dieser Tarif ist selten ratsam. Glas­versicherungen sind vor allem eins: teuer. Die Vielzahl von Kleinschäden, die in dieser Sparte reguliert werden, treiben die Verwaltungs­kosten hoch. Nur wer viele große Glasflächen, etwa einen verglasten Wintergarten hat, sollte über den Schutz nach­denken.

Tarife vergleichen und wechseln

Ein Anbieter- oder Tarifwechsel kann Geld sparen. Unsere Tests zeigen, dass Versicherte in manchen Fällen mehrere Hundert Euro im Jahr weniger zahlen, etwa mit einer güns­tigen Autoversicherung.

Neue Verträge können zudem bessere Leistungen bieten als alte – erst recht, wenn diese seit Jahren in der Schublade schlummern. Versicherer über­arbeiten ihre Vertrags­bedingungen regel­mäßig. Zum Beispiel bieten Privathaftpflichtverträge von heute oft einen viel größeren Schutz­umfang, teils sind die Tarife gleich­zeitig güns­tiger.

Selbst­behalt vereinbaren

Kunden zahlen einen geringeren Versicherungs­beitrag, wenn sie einen Selbst­behalt (SB), auch Eigen­anteil genannt, vereinbaren. Darunter wird der finanzielle Beitrag verstanden, den ein Versicherungs­nehmer im Schadens­fall selbst zu tragen hat.

In manchen Sparten – wie Rechts­schutz- oder Kasko­versicherung – sind Selbst­behalte sinn­voll, weil sie den Beitrag deutlich schmälern. In der privaten Kranken­versicherung sind jähr­liche Selbst­behalte die Regel. In anderen Sparten, beispiels­weise bei Reise­versicherungen oder der Privathaft­pflicht­versicherung, sollte man keinen Selbst­behalt­tarif wählen, denn es gibt hier genügend güns­tige, sehr gute Angebote ohne Selbst­beteiligung.

Unterschieden werden fixer oder anteiliger Selbst­behalt. Fixer entspricht einer gewissen Summe je Schadens­fall, zum Beispiel 150 Euro.

Beispiel für einen fixen Selbst­behalt: Hat ein Versicherungs­nehmer eine Rechts­schutz­police mit 150 Euro Selbst­behalt abge­schlossen, zahlt der Versicherer im Schadens­fall den Schadens­betrag, abzüglich 150 Euro.

Bei anteiligem Selbst­behalt zahlen Versicherte zum Beispiel 20 Prozent des Schadens selbst, üblich etwa bei Reiser­ücktritts­policen mit Selbst­beteiligung.

Zahl­weise ändern

Wer seinen Versicherungs­beitrag jähr­lich zahlt, spart – je nach Versicherer etwa bis zu fünf Prozent weniger Beitrag, wenn der Vertrag von einer monatlichen auf jähr­liche Zahl­weise umge­stellt ist. Grund: Versicherer erheben für die monatliche Zahl­weise einen Zuschlag.

Wer test.de nutzt, ist meist etwas besser versichert als der Bundes­durch­schnitt

Wie sind Sie versichert? Das fragten wir 2021 in einer Online-Umfrage auf test.de. Das Resultat unserer nicht repräsentativen Umfrage war erfreulich. Von den 1 544 Befragten hatten 96 Prozent eine private Haft­pflicht­versicherung, im Bundes­durch­schnitt waren es im Jahr 2024 nur 67 Prozent. Eine Berufs­unfähigkeits­police hatten 30 Prozent der test.de-Nutze­rinnen und -Nutzer, im Bundes­durch­schnitt sind es heute 24 Prozent.


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