Stabwechsel mit Signalwirkung für die Ländliche Entwicklung in Oberbayern: Barbara Donaubauer erste Amtsleiterin – Staatsmedaille in Silber für Rolf Meindl.
(9. Juli 2026) Mühldorf am Inn – Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat den langjährigen Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberbayern, den Leitenden Baudirektor Rolf Meindl, in den Ruhestand verabschiedet. Für sein erfolgreiches Wirken zeichnete die Ministerin ihn mit der Staatsmedaille in Silber aus. Gleichzeitig übergab sie die Leitung der Behörde an Barbara Donaubauer. Mit ihr steht erstmals eine Frau an der Spitze eines Amts für Ländliche Entwicklung in Bayern.
Bei der Feierstunde im Haberkasten in Mühldorf am Inn würdigte Ministerin Kaniber die Verdienste von Rolf Meindl um die Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung. „Rolf Meindl hat über viele Jahre mit Fachverstand, Verantwortungsbewusstsein und großem Einsatz daran mitgewirkt, unsere ländlichen Räume stark, lebendig und zukunftsfest zu machen. Gerade die Verlagerung des Amtes von München nach Mühldorf war eine große organisatorische und menschliche Aufgabe. Herr Meindl hat diese wichtige Phase mit ruhiger Hand begleitet und Führungsverantwortung übernommen. Dafür danke ich ihm von Herzen“, sagte die Ministerin. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünsche sie ihm Gesundheit, Freude und alles Gute.
Der heute in München lebende Rolf Meindl studierte Vermessungswesen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Nach dem Referendariat war Meindl seit 1991 in der Land- und Dorfentwicklung tätig und prägte die Arbeit der Ländlichen Entwicklung in Oberbayern in verschiedenen verantwortungsvollen Funktionen. Nach Stationen an der damaligen Flurbereinigungsdirektion München, an der Technischen Universität München (TUM) sowie am Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern leitete er seit Januar 2024 das Amt.
Ab dem 11. August 2026 übernimmt Barbara Donaubauer den Stab und leitet das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern. Die Vermessungsingenieurin kam nach dem Studium und Referendariat im Jahr 2002 zur damaligen Direktion für Ländliche Entwicklung München. Dort betreute sie zunächst Projekte der Land- und Dorfentwicklung, leitete später das Sachgebiet Landentwicklung und übernahm 2024 die Leitung der Abteilung Land- und Dorfentwicklung für den östlichen Teil Oberbayerns. Auch in der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Landentwicklung sammelte sie wertvolle Erfahrungen über Bayerns Grenzen hinaus.
„Dass mit Barbara Donaubauer erstmals eine Frau ein Amt für Ländliche Entwicklung in Bayern führt, ist ein starkes Signal – für unsere Verwaltung und für alle, die Verantwortung übernehmen wollen. Entscheidend sind Kompetenz, Engagement und Führungsstärke. Genau das bringt Barbara Donaubauer mit. Ich freue mich auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihr und bin überzeugt: Sie wird wichtige Impulse für die Zukunft der ländlichen Entwicklung in Oberbayern setzen“, so Kaniber.
Im November wird die Behörde ihren Sitz von München nach Mühldorf am Inn verlagern. Dies findet im Zuge der „Heimatstrategie“ der Bayerischen Staatsregierung statt, die seit dem Jahr 2015 darauf abzielt, gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in Stadt und Land zu fördern. Mit dem Standort Mühldorf am Inn sieht Ministerin Kaniber das Amt bestens für die kommenden Jahre aufgestellt. Die Verlagerung stärke die Präsenz der Ländlichen Entwicklung dort, wo sie wirkt: mitten im ländlichen Raum und nah bei den Menschen, den Gemeinden und den Regionen. „Unsere ländlichen Räume sind echte Zukunftsräume. Hier entstehen Lösungen, die Bayern zusammenhalten: lebendige Ortskerne, kluge Flächennutzung, starke Gemeinden und ein gutes Miteinander der Generationen. Klimawandel, Flächendruck, demografische Veränderungen und der Wunsch nach gleichwertigen Lebensverhältnissen fordern uns alle.
Umso wichtiger ist eine Ländliche Entwicklung, die verlässlich an der Seite der Kommunen steht und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern anpackt“, betonte Kaniber abschließend.