„Ingenieurinnen gestalten“: Auszeichnung für innovative Energieforschung

2.7.2026 - | Technische Universität Graz

Für die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in ihren Abschlussarbeiten bekamen Absolvent*innen von TU Graz und FH Joanneum Preise überreicht.

Bei der Verleihung der Auszeichnung „Ingenieurinnen gestalten“ des Forum für Technik und Gesellschaft wurden zwei Absolventinnen ex aequo für ihre herausragenden wissenschaftlichen Abschlussarbeiten ausgezeichnet: Irina Nadine Begusch, Absolventin des Masterstudiums Energy and Transport Management der FH JOANNEUM, und Lia Gruber, Elektrotechnik-Absolventin der TU Graz, beschäftigen sich mit aktuellen Herausforderungen der Energiewende und zeigen innovative Lösungsansätze für eine nachhaltige Energiezukunft auf.

Die Auszeichnung „Ingenieurinnen gestalten“, die am 24. Juni 2026 an der TU Graz überreicht wurde, würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen von Frauen in technischen Disziplinen und macht deren Beitrag zur Gestaltung gesellschaftlicher und technologischer Zukunftsthemen sichtbar.

Energieoptimierung für Mehrfamilienhäuser

Irina Nadine Begusch studierte Umweltsystemwissenschaften/Naturwissenschaften-Technologie („USW NAWI-TECH“) an der TU Graz und absolvierte den Master Energy and Transport Management an der FH JOANNEUM in Kapfenberg. Ausgezeichnet wurde ihre Abschlussarbeit „Optimierung von Energiebedarf und -versorgung durch intelligente Heiz- und Kühllösungen in Mehrfamilienhäusern mithilfe einer Simulationsplattform“. Die Grundlage dafür entstand im Rahmen des Innovationsprogramms Green Tech Summer, in dem sie mit einem Studienkollegen „SMART RETRO“ entwickelte: Die Simulationsplattform ermöglicht es, Energiebedarf und -versorgung in Häusern zu analysieren und zu optimieren und leistet damit einen Beitrag zur Gestaltung der Energiewende. Seit 2022 ist Irina Nadine Begusch bei der Energie Steiermark AG tätig.

Energiegemeinschaften im Fokus

Lia Gruber befasste sich als Doktorandin an der TU Graz mit Energiegemeinschaften und wurde für ihre Dissertation „Optimization & Policy Development of Energy Communities: Exploring Technological, Economic, and Social Dimensions“ geehrt. Die Absolventin der Elektrotechnik an der TU Graz schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab und war mehrere Jahre als Universitätsassistentin am Institut für Elektrizitätswirtschaft und Energieinnovation tätig. Im Rahmen ihrer Laufbahn absolvierte sie unter anderem einen Forschungsaufenthalt an der Johns Hopkins University sowie eine Kooperation im PhD-Cluster mit der University of Strathclyde. Darüber hinaus engagierte sie sich in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen im Bereich der Elektrotechnik und Energiewirtschaft. Seit Ende 2025 ist sie bei der Kelag im Bereich Business & Regulatory Design tätig.

Forum „Technik und Gesellschaft“ der TU Graz zeichnete weitere Abschlussarbeiten aus

Neben dem Preis „Ingenieurinnen gestalten“ vergab das Forum für Technik und Gesellschaft weitere Preise für Abschlussarbeiten der TU Graz: In der Kategorie „Dissertationen“ erzielte Hannah Wimmer für ihre an der TU Graz verfasste Abschlussarbeit „Neural correlates of continuous error processing and their application in brain-computer interfaces“ den 1. Platz. Sie ist heute Lehrende am Institut für Informatik und Künstliche Intelligenz der FH JOANNEUM. Auf den weiteren Plätzen folgten Lia Gruber, die den Preis zusätzlich zu ihrer Auszeichnung „Ingenieurinnen gestalten“ einheimsen konnte, und Filip Cano. Der Dissertant der TU Graz wurde für seine Arbeit „Towards Responsible AI: Advances in Safety, Fairness, and Accountability of Autonomous Systems” geehrt.

In der Kategorie „Masterarbeiten“ wurden drei Absolventinnen der TU Graz ausgezeichnet: Ana Vitez mit Platz 1 für das Thema „Impact of Iridium reduction on PEM Electrolyzer catalyst performance and (long-term) stability“, Ursula Gupfinger für „Development of a Recycling Process of Spent Lithium-Ion Batteries: Recovery of Lithium and Cobalt via Leaching and Solvent Extraction” mit Platz 2 und Lara Ertl für ihre Masterarbeit „Diffeomorphe Bewegungskorrektur in der aktiven Infrarot-Thermografie zur biomechanischen Analyse menschlicher Femora“ mit Platz 3.

Das Forum „Technik und Gesellschaft“

Rund 40 Partnerunternehmen der TU Graz gehören dem Forum „Technik und Gesellschaft“ an, das an den alumni-Verein alumniTUGraz 1887 assoziiert ist. Die Plattform möchte einen Beitrag dazu leisten, die Herausforderungen des technischen Fortschritts in der zukünftigen Wissensgesellschaft zu meistern. Seit 2003 vergibt das Forum jährlich die Förderpreise für Dissertationen und Masterarbeiten mit besonderer gesellschaftlicher Relevanz.

Die Auswahl der mit dem Preis „Ingenieurinnen gestalten“ prämierten Abschlussarbeiten erfolgte durch eine Jury des Forums für Technik und Gesellschaft der TU Graz, der FH JOANNEUM, der Kammer für Ziviltechniker:innen für Steiermark und Kärnten sowie von Medien. Teilnahmeberechtigt waren Absolventinnen technischer Studienrichtungen der TU Graz und der FH JOANNEUM. Die Auszeichnung wird aus den Erlösen des Balls der Technik finanziert, einer Veranstaltung der TU Graz in Kooperation mit der FH JOANNEUM, alumniTUGraz 1887, der Kammer für Ziviltechniker:innen für Steiermark und Kärnten sowie der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Graz.


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