LH Mattle „33 konkrete Projekte für starke Tiroler Regionen“

16.6.2026 - | Land Tirol

Förderung in Höhe von 2,9 Millionen Euro in ganz Tirol beschlossen

 

Ein neuer Indoorspielplatz im Lechtal, eine Hängebrücke entlang des Iseltrails in Osttirol oder die Wiederbelebung der Burgruine Hörtenberg in Innsbruck-Land: Das Land Tirol investiert weiter gezielt in die Regionen. Auf Antrag von LH Anton Mattle hat die Tiroler Landesregierung heute, Dienstag, 2,9 Millionen Euro für insgesamt 33 konkrete Projekte beschlossen. Die Mittel stammen aus den Sonderförderungsprogrammen für die Naturparkregion Lechtal-Reutte und die Natura-2000-Region Isel sowie aus EU-Programmen gemeinsam mit Landes- und Bundesmitteln.

„Tirols Stärke entsteht in den Regionen. Dort wird gearbeitet, investiert und Zukunft gestaltet. Genau dort setzen wir an. Jedes Projekt, das umgesetzt wird, stärkt Lebensqualität, Wirtschaftskraft und Zusammenhalt“, erkärt LH Mattle, der informiert: „Förderungen können von Privatpersonen, Unternehmen oder auch Gemeinden beantragt werden, die ein gutes Projekt entwickeln. Wer Ideen hat, soll sie umsetzen können. Wir unterstützen Projekte, die Tirol weiterbringen – unbürokratisch und zielgerichtet.“

LHStv Philip Wohlgemuth betont: „Hinter jeder geförderten Idee stehen Menschen, die ihre Region gestalten und weiterentwickeln wollen. Ob Freizeitangebot, Ortskernbelebung, Tourismusprojekt oder Innovation im Betrieb – diese Investitionen schaffen konkrete Verbesserungen vor Ort. Förderungen sind deshalb nicht bloß Ausgaben, sondern ein wichtiger Motor für Beschäftigung, Wertschöpfung und Zusammenhalt in unseren Regionen.“

730.000 Euro für neun Projekte im Lechtal

Mit dem Sonderförderprogramm für die Naturparkregion Lechtal-Reutte stehen der Region noch bis 2034 jährlich 850.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden nachhaltige Geschäftsmodelle, Freizeitangebote, Bauprojekte mit nachwachsenden Rohstoffen und Maßnahmen zur Stärkung der Ortskerne. Mit dem heutigen Beschluss erhalten neun weitere Projekte Förderungen in Höhe von insgesamt 730.000 Euro – darunter auch der neue Indoorspielplatz im Lechtal.

Eine Förderung beantragen können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, Genossenschaften, Vereine, Gemeinden und öffentlich-rechtliche Verbände. Die geplanten Projekte bzw. Maßnahmen müssen innerhalb des Förderungsgebietes (Planungsverbände Oberes Lechtal und Reutte und Umgebung) verwirklicht werden. Alle Förderanträge werden von einem Fördergremium begutachtet und geprüft. Die Abwicklung der Förderungen erfolgt über die Abteilung Wirtschaftsförderung und Fördertransparenz. 

Die Bilanz des Programms zeigt die Wirkung: In der ersten Förderperiode von 2015 bis 2024 wurden sieben Millionen Euro investiert. Damit konnten 114 Projekte umgesetzt und ein Gesamtinvestitionsvolumen von 72,5 Millionen Euro ausgelöst werden. Zudem entstanden 108 neue Arbeitsplätze, weitere 630 Jobs konnten gesichert werden.

Jährlich zwei Millionen Euro für Projekte in Osttirol

Auch das Förderprogramm für die Natura-2000-Region Isel zeigt starke Ergebnisse. Seit 2016 wurden acht Millionen Euro investiert und damit mehr als 100 Millionen Euro an Gesamtinvestitionen angestoßen. Mit den Mitteln wurden unter anderem der Iseltrail ausgebaut, Betriebe gestärkt und neue touristische Angebote geschaffen. Aktuell werden acht weitere Projekte mit insgesamt 630.000 Euro gefördert, darunter die neue Hängebrücke Brühl entlang des Iseltrails.

Aufgrund des Erfolgs wird das regionalwirtschaftliche Programm auch auf ganz Osttirol ausgeweitet: Dafür stehen in den kommenden zehn Jahren 20 Millionen Euro bereit – also zwei Millionen Euro pro Jahr. Ziel ist es, die Daseinsvorsorge zu stärken, Ortskerne lebendig zu halten und Unternehmen sowie Gemeinden bei Digitalisierung, Mobilitätswende und demografischem Wandel zu unterstützen. 

Die Förderungen werden vom Land Tirol auf Basis der Empfehlung eines Fördergremiums vergeben. Projekte werden mit bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten gefördert. Unternehmen und andere ProjektwerberInnen können erstmals ab 1. Juli dieses Jahres beim Regionsmanagement Osttirol für Förderungen ansuchen.

16 weitere Projekte mit 1,5 Millionen Euro an EU-, sowie Landes- und Bundesmittel gefördert

Viele Projekte zur Stärkung der Regionen werden zudem durch ein Zusammenspiel von EU-, Landes- und Bundesmitteln ermöglicht. Durch die EU-Förderprogramme LEADER und CLLD-IBW, die durch Landes- und Bundesmittel kofinanziert werden, können für 16 Projekte insgesamt rund 1,5 Millionen Euro an Fördermittel bereitgestellt werden. Neben der Wiederbelebung der Burgruine Hörtenberg (Bezirks Innsbruck-Land) wurden beispielsweise das Projekt „Schwaz MAX-imum“ (Bezirk Schwaz), das Projekt „Leben und Arbeiten im Brixental“ (Bezirk Kitzbühel), die Wasserspielanlage Wichtelpark in Sillian (Bezirk Lienz), das Projekt „Wie schmeckt das Ötztal?“ (Bezirk Imst), das Projekt „Konzept Ganzjahrestourismus in Holzgau“ (Bezirk Reutte) oder das Projekt „future.fit - KI für Unternehmen“ (Bezirk Landeck) gefördert. 

 


Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung:

Unterstützung bei Einreichunterlagen für schnellere Verfahren – wöchentliches Update „Vereinfachungen & Entbürokratisierung“: Unvollständige oder mangelhafte Projektunterlagen zählen zu den häufigsten Ursachen für Verzögerungen in Betriebsanlagenverfahren. Genau hier setzt eine zentrale Maßnahme des Tirol Konvents an: Morgen, am 17. Juni 2026, startet beim WIFI Tirol der neue Lehrgang „Zertifizierte Fachkundige für die Betriebsanlageneinreichung“. Das Qualifizierungsangebot richtet sich an Ingenieurbüros und soll dazu beitragen, die Qualität und Vollständigkeit von Einreichunterlagen deutlich zu verbessern. Das gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Tirol entwickelte Schulungsprogramm bietet die Chance, einen der häufigsten Gründe für Verzögerungen in Betriebsanlagenverfahren gezielt anzugehen und die Verfahren dadurch effizienter zu gestalten. „Wir wollen den Betrieben in Tirol zu rascheren Verfahren und Ergebnissen verhelfen. Qualitativ hochwertige und vollständige Einreichunterlagen sind dabei ein wesentlicher Hebel für schnelle Verfahren. Der neue Lehrgang unterstützt damit unmittelbar die Ziele des Tirol Konvents, Verfahren einfacher, antragstellerfreundlicher und effizienter zu gestalten“, betont LH Anton Mattle. „Für unsere Betriebe ist entscheidend, dass Verfahren schnell und planbar werden und nicht an vermeidbaren Formalfehlern hängen bleiben. Mit dem neuen Lehrgang schaffen wir mehr Qualität schon vor der Einreichung – und damit weniger Reibungsverluste zwischen Unternehmen, Planern und Behörden“, so WK-Präsidentin Barbara Thaler. Das Interesse an dem neuen Qualifizierungsangebot ist bereits groß: Für den morgen startenden Lehrgang sind bereits keine Anmeldungen mehr möglich, da die maximale Teilnehmerzahl erreicht wurde. Aufgrund der hohen Nachfrage ist jedoch bereits ein weiterer Kursdurchgang geplant, der voraussichtlich im Herbst 2026 angeboten werden soll.

Anerkannter Europäischer Kindergarten Innsbruck: Mit einer gemeinsamen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung wurde vor kurzem die Erweiterung der Anerkannten Europäischen Schule Tirol (AES Tirol) um einen Kindergarten seitens des Landes Tirol, der Stadt Innsbruck, der Bildungsdirektion für Tirol, des Bildungsministeriums sowie des Büros des Generalsekretärs der Europäischen Schulen offiziell besiegelt. Auf Antrag von Bildungslandesrätin Cornelia Hagele wurde nun die finanzielle Unterstützung der Errichtung und des laufenden Betriebs seitens des Landes beschlossen. „Mit dem Anerkannten Europäischen Kindergarten schaffen wir ein zukunftsweisendes Bildungsangebot, das Kinder bereits im frühen Alter mehrsprachig in Deutsch, Englisch und Italienisch begleitet und in ihrer interkulturellen Entwicklung stärkt. Die frühe Förderung durch sogenannte ‚Native Speaker‘ eröffnet neue Chancen und macht Tirol als international ausgerichteten Bildungsstandort noch attraktiver. Mein Dank gilt insbesondere auch der Wirtschaftskammer Tirol und der Industriellenvereinigung Tirol, die das Projekt der Anerkannten Europäischen Schule und des Anerkannten Europäischen Kindergartens von Beginn an unterstützen“, so LRin Hagele. Ab Sommer 2026 erfolgt eine stufenweise Umsetzung und ab dem Kinderbetreuungsjahr 2027/2028 soll der städtische Kindergarten „Daniel Sailer“ als eigenständiger Standort der AES Tirol offiziell starten. Das Land Tirol beteiligt sich mit einem einmaligen Errichtungszuschuss sowie jährlichen Förderungen für den Koordinationsaufwand und den Einsatz von qualifiziertem mehrsprachigem Personal.

Weiterführung Umweltbildungsprogramm: Mit dem Umweltbildungsprogramm wird tirolweit ein wichtiger Beitrag zur Umweltbildung in Kindergärten, Volks-, mittleren- und höheren- sowie berufsbildenden Schulen und Einrichtungen zur Erwachsenenbildung geleistet. „Das Umweltbildungsprogramm ist ein Erfolgsprojekt und trägt wesentlich dazu bei, Umweltwissen an Kinder und Jugendliche zu vermitteln. Zudem werden auch Workshops für Erwachsene angeboten“, sagt Umweltschutzlandesrat René Zumtobel, auf dessen Antrag das Projekt nun auch 2027 fortgesetzt wird. Dafür werden 90.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung des Projekts erfolgt bereits seit 2012 durch den Umwelt Verein Tirol. Der Fokus der Workshops und Unterrichtseinheiten liegt dabei auf Abfalltrennung und -vermeidung sowie dem verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen. „Ich danke dem Umwelt Verein Tirol, der sich seit über 15 Jahren für die Wissensvermittlung stark macht und auch auf aktuelle Themen und technische Neuerungen eingeht“, so LR Zumtobel. Die Reichweite des Umweltbildungsprogrammes belegt dessen Erfolg: In den Jahren 2023 bis 2026 nahmen 22.500 Personen an den unterschiedlichen Workshops und Formaten teil.


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