LR Allgäuer: Investitionen in erneuerbare Energieträger sind ein aktiver Beitrag zur heimischen Wertschöpfung, zur Versorgungssicherheit und zur Preisstabilität.
Rust (VLK) – Die diesjährige LandesenergiereferentInnenkonferenz (LERK) 2026 in Rust/Burgenland stand ganz im Zeichen des Ausbaus erneuerbarer Energien. Vorarlberg war bei den intensiven Verhandlungen mit einer klaren Haltung vertreten, informierte Energielandesrat Daniel Allgäuer: „für mehr Versorgungssicherheit, für mehr erneuerbare Energieträger – und für eine faire Behandlung der Vorarlberger Stromkundinnen und -kunden.“
Gemeinsam mit anderen Bundesländern hat Vorarlberg wichtige Anträge eingebracht. Ein Bekenntnis zum Ausbau der Wasserkraft als Rückgrat der erneuerbaren Energieerzeugung und eine klare Absage an dem vom Bund geplanten Wasserzins. „Eine zusätzliche steuerliche Belastung der Wasserkraft ist kontraproduktiv“, betont Landesrat Allgäuer.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Umstieg auf erneuerbare Raumwärme bzw. „Raus aus Öl und Gas“. Vom Bund wurde rasche Klarheit für die Fortführung der Förderung beim Heizkesseltausch 2027 gefordert. „Aktuell sind für 2026 noch Fördermittel vorhanden. Ich rate allen, die umsteigen wollen, rasch eine Energieberatung beim Energieinstitut in Anspruch zu nehmen und sich beim Bund für die Förderung zu registrieren. Die Förderung ist mit der Landesförderung zum Heizungstausch kombinierbar“. Zudem soll das Wohnrecht beim Umstieg auf erneuerbare Wärme bei Mehrwohnungshäusern weiter vereinfacht und die Kosten für Wärmeabrechnungen – besonders in Mehrwohnungshäusern - gesenkt werden.
Ein zentrales Thema war – wie bereits in den Vorjahren - der Netzausbau und die damit verbundene Verteilung der Netzkosten. Landesrat Allgäuer: „In Vorarlberg haben wir österreichweit die günstigsten Strom- und Netzkosten. Wir setzten uns dafür ein, dass das auch so bleibt. Vorschläge aus Niederösterreich und Burgenland, die Netzkosten nun bundesweit umzuverteilen, hätten erhebliche Nachteile für Vorarlberger Haushalte bedeutet“.
Landesrat Allgäuer: „Es ist in jedem Fall sinnvoller, in den Ausbau der heimischen erneuerbaren Energieträger zu investieren, als Milliarden für den Kauf fossiler Energieträger aus dem Ausland aufzuwenden. Dabei wird kaum regionale Wertschöpfung generiert und man macht sich zusätzlich abhängig. Umgekehrt ist der Ausbau erneuerbarer Energieträger ein Beitrag zur heimischen Wertschöpfung, zur Versorgungssicherheit, zur Preisstabilität und nicht zuletzt zum Klimaschutz.“
Weitere Informationen:
Energietelefon EIV 05572 31202112
Energieberatung: https://www.energieinstitut.at/privatpersonen/energieberatung
Förderung Heizungstausch Land: https://vorarlberg.at/-/foerderung-heizungstausch
Förderung Heizungstausch Bund: https://www.sanierungsoffensive.gv.at/kesseltausch