Linzer Inklusionstag macht Barrieren und Chancen sichtbar

Datum15.10.2026
SubjektStadt Linz
RegionRakúsko
KategorieSociálne služby, Mestá a obce, Ľudské práva

Mehr als 30 Info- und Aktionsstände sowie 16 Workshops boten Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Mitmachen.

Unter dem Motto „Leben = Barrieren brechen, Chancen schaffen“ stand das Neue Rathaus am Mittwoch, 14. Oktober, ganz im Zeichen der Inklusion. Der zweite Linzer Inklusionstag brachte Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen. Im Mittelpunkt standen Gesundheit, Bewegung, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Mehr als 30 Info-, Aktions- und Verkaufsständen sowie 16 Workshops bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten, sich zu informieren, auszutauschen und selbst aktiv zu werden.

Die Mitmachangebote machten alltägliche Barrieren erfahrbar und regten dazu an, die eigene Perspektive zu hinterfragen. Dazu zählten der Sinneswechsel-Stand, die Nutzung von Spezialrädern und virtuelle Einblicke mittels VR-Brille. Gesundheitsangebote wie Seh- und Hörscreenings, Para-Boccia, therapeutisches Boxen sowie Workshops zu verschiedenen Themen – etwa unterstützte Kommunikation, Gebärdensprache, Glück oder Autismus – zeigten vielfältige Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und Bewegung auf. Der 'Bedürfnis-Barrieren-Baum' als gemeinsames Kunstwerk förderte den kreativen Austausch.

Auch das Bühnenprogramm spiegelte die Vielfalt des Inklusionstags wider. Die Jongliergruppe St. Pius, das Musikprojekt musica invita, das Theater INNklusiv und die Sunny Dancers gestalteten das Programm mit. Vorträge zu persönlicher Assistenz, Inklusion in der Arbeitswelt, Erwachsenenvertretung und selbstbestimmtem Leben griffen konkrete Herausforderungen von Menschen mit Beeinträchtigungen auf. Gebärdensprachdolmetschung, eine Induktionsanlage und ein Buddy-System unterstützten die barrierefreie Teilnahme.

„Für viele Menschen mit Beeinträchtigungen ist gleichberechtigte Teilhabe leider immer noch keine Selbstverständlichkeit. Fehlende Barrierefreiheit, mangelnde Unterstützung und Vorurteile erschweren ihren Alltag und schränken ihre Selbstbestimmung ein. Als Stadt Linz setzen wir uns dafür ein, diese Hürden abzubauen und ein selbstbestimmtes Leben für alle zu ermöglichen. Dabei ist es entscheidend, den Betroffenen zuzuhören und ihre Erfahrungen ernst zu nehmen. Der Inklusionstag schafft dafür Raum und macht deutlich, dass Inklusion nicht nur ein Ziel, sondern eine gemeinsame Aufgabe ist, an der wir kontinuierlich arbeiten müssen“, sagt Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner.

„Respekt und Rücksicht sind Grundvoraussetzungen für ein gutes Zusammenleben in unserer Stadt. Jeder von uns hat Bedürfnisse, manche Menschen haben besondere Bedürfnisse. Unser Inklusionstag unterstützt das gegenseitige Verständnis ist ein wertvoller Beitrag für ein gutes Miteinander in Linz“, unterstreicht Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

Der zweite Linzer Inklusionstag bot neben den zahlreichen Mitmachangeboten auch Raum, um über bestehende Barrieren und konkrete Herausforderungen im Alltag zu sprechen. Themen wie persönliche Assistenz, selbstbestimmtes Leben und der Zugang zum Arbeitsmarkt zeigten, dass gleichberechtigte Teilhabe weit über bauliche Barrierefreiheit hinausgeht. Die Erfahrungen und Anliegen von Menschen mit Beeinträchtigungen müssen auch abseits des Inklusionstags Gehör finden.

Das abwechslungsreiche Bühnenprogramm mit Musik, Tanz, Theater und informativen Beiträgen spiegelte die Vielfalt des Linzer Inklusionstags wider.

Vizebürgermeisterin Karin Leitner und Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml besuchten den Linzer Inklusionstag und tauschten sich mit Teilnehmenden über ihre Erfahrungen und Anliegen aus.

Vizebürgermeisterin Karin Leitner und Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml besuchten den Linzer Inklusionstag und setzten damit ein Zeichen für mehr Teilhabe und Inklusion.

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