Konferenz untersucht Konflikte um Migration

2.10.2026 - | Universität Bielefeld

Die alle zwei Jahre ausgerichtete Konferenz des Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschungs (DeZIM) findet vom 7. bis 9. Oktober an der Universität Bielefeld statt. Das Bielefelder Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung ist Teil der DeZIM-Forschungsgemeinschaft. Zum Auftakt diskutieren Wissenschaftler*innen am 7. Oktober, wie Forschungsergebnisse, politische Entscheidungen und Integrationsarbeit in einer polarisierten Migrationsgesellschaft zusammenwirken können.

Migration, Flucht und Zugehörigkeit stehen im Zentrum gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Doch jenseits aktueller Polarisierungen stellen sich auch Fragen danach, wer gesellschaftlichen und politischen Wandeln antreibt und welche Rolle Konflikte dabei spielen: Wie sind Konflikte um Migration historisch einzuordnen? An welchen Konfliktlinien werden rechtsstaatliche Prinzipien zugunsten antidemokratischer oder illiberaler Politik angegriffen? Bei der Konferenz wird analysiert, wie Konflikte als zentrale Dynamiken gesellschaftlicher Transformation und Zukunftsfähigkeit gelesen werden können. An drei Tagen entsteht ein interdisziplinäres Forum für Austausch und Vernetzung zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis. Neben Wissenschaftler*innen sind auch Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Praxis eingeladen.

© Universität Bielefeld/M. Adamski

 
Professor Dr. Andreas Zick leitet das Bielefelder Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG). Das IKG ist Teil des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).

© Rasmus Tanck

 
Professorin Dr. Naika Foroutan, Direktorin des Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).

Professor Dr. Andreas Zick, Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, eröffnet die Konferenz am 7. Oktober, 18 Uhr, im Gebäude X der Universität, Raum X-E0-001. Zu „Evidenzen für eine resiliente Migrationsgesellschaft“ diskutieren danach Verena Schäffer, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Professorin Dr. Naika Foroutan, Direktorin des DeZIM-Instituts sowie Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin, Dr. Aileen Edele, Professorin für Empirische Lehr-Lernforschung unter Bedingungen migrationsbezogener Heterogenität an der Humboldt-Universität zu Berlin und Agir Mustafa Birhîmeoğlu, Vorstandsmitglied des Bundesverbands Netzwerke von Migrantenorganisationen sowie des Bochumer Netzwerks von Migrantenorganisationen. Moderator ist Andreas Blätte, Professor für Public Policy und Landespolitik an der Universität Duisburg-Essen und Sprecher der DeZIM-Forschungsgemeinschaft. Diese Podiumsdiskussion ist öffentlich.

Weitere Informationen:

 

  • Die DeZIM-Konferenz 2026
  • Über die DeZIM-Forschungsgemeinschaft

https://aktuell.uni-bielefeld.de/2026/10/02/konferenz-untersucht-konflikte-um-migration