Rückbau des Hans-Koschnick-Hauses beginnt

28.9.2026 - | Freie Hansestadt Bremen

Brestadt startet erste Quartiersentwicklung in Gröpelingen.

Gemeinsame Pressemitteilung mit der Brestadt GmbH

Nach jahrzehntelangem Leerstand beginnt der Rückbau des Hans-Koschnick-Hauses in Gröpelingen. Die Brestadt übernimmt damit erstmals einen konkreten Auftrag zur Quartiersentwicklung außerhalb der Bremer Innenstadt. Im Februar hatte die Brestadt das Grundstück im Auftrag der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung erworben. Nun startet der fachgerechte Rückbau des seit Jahrzehnten leerstehenden und stark verfallenen Gebäudes.

Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung: "Wir beenden endgültig dieses traurige Kapitel und schaffen Raum für Neues. Für mich als Bausenatorin ist klar: Wir werden beim Verfall von Problemimmobilien nicht zuschauen, wenn Stadtteile massiv darunter leiden. Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung mit klarem Fokus auf unsere Quartiere und seine Menschen – ganz im Sinne und Gedenken an unseren verdienten Bürgermeister Hans Koschnik."

Erster Auftrag der Brestadt zur Quartiersentwicklung

Mit dem Rückbau übernimmt die Brestadt erstmals Verantwortung für die Entwicklung eines Ortes außerhalb der Innenstadt. Während der Bremer Hof und das ehemalige Horten-Kaufhaus zentrale Impulsprojekte für die Bremer Innenstadt darstellen, steht in Gröpelingen eine andere Ausgangslage im Mittelpunkt: Ein seit Jahrzehnten leerstehendes Gebäude wird zurückgebaut und damit die Grundlage für eine neue Entwicklung geschaffen.

Bernd Botzenhardt, Geschäftsführer Brestadt GmbH: "Quartiers¬entwicklung bedeutet eben auch Verantwortung für einzelne Gebäude zu übernehmen, um neue Perspektiven für Orte zu ermöglichen. Mit dem Hans-Koschnick-Haus machen wir genau das. Wir beseitigen zunächst einen langjährigen baulichen Missstand und schaffen damit Raum für das, was hier künftig entstehen kann. Der Rückbau ist der erste Schritt eines Prozesses, dessen weitere Entwicklung wir gemeinsam mit der Stadt betrachten werden."

Die Maßnahme wird durch das Städtebauförderungsprogramm "Sozialer Zusammenhalt" gefördert.

Mit dem Rückbau wird zunächst die Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Grundstücks geschaffen, das als Teil der Quartiersentwicklung betrachtet wird. Die Verantwortung für die Zwischennutzung des Grundstücks liegt bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung. Ziel ist es, bereits in dieser Phase Impulse für den Ort und sein Umfeld zu setzen.

Ein historischer Ort wird Teil der Zukunft

Das Hans-Koschnick-Haus in der Geeststraße ist eng mit der Geschichte Gröpelingens und der Familie des früheren Bremer Bürgermeisters Hans Koschnick verbunden. Das Wohn- und Geschäftshaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und war das Elternhaus der Familie Koschnick. Hans Koschnick verbrachte hier einen Teil seiner Kindheit und Jugend.

Nach einem Brand und einem Baustopp in den 1980er Jahren blieb das Gebäude über Jahrzehnte leer und verfiel zunehmend. Mit dem Rückbau wird nun ein Schlussstrich unter die jahrzehntelange Geschichte des Gebäudes gezogen, für dessen Rückbau sich bereits 2022 eine Bürgerinitiative mit einer Petition eingesetzt hatte. Auch der Beirat Gröpelingen hatte die Stadt wiederholt aufgefordert, eine Perspektive für das Grundstück zu entwickeln.

Mit dem Beginn des Rückbaus wird nun ein langjähriger Stillstand beendet. Für Gröpelingen beginnt damit die Entwicklung eines Ortes, der künftig wieder einen positiven Beitrag zum Stadtteil leisten soll.
Ansprechpartner für die Medien:

https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/rueckbau-des-hans-koschnick-hauses-beginnt-491507?asl=bremen02.c.732.de