"Verfassung im Dialog" in der Brunnenpassage am 18. und 19. September u.a. mit Schul-Workshops und VfGH-Präsident Grabenwarter
Darf die Polizei private Handynachrichten mitlesen oder nicht? Warum dürfen seit einigen Jahren auch zwei Männer oder zwei Frauen heiraten? Antworten auf Fragen wie diese sind in der Verfassung zu finden. Um deren niederschwellige Vermittlung an Jugendliche (und nicht nur) geht es am Freitag, 18. und Samstag, 19. September am Brunnenmarkt. Neben interaktiven Workshops für Schulklassen steht unter anderen der Präsident des Verfassungsgerichtshofes Christoph Grabenwarter für Fragen zur Verfügung. Die Stiftung Forum Verfassung, der Verfassungsgerichtshof und das Kulturzentrum Brunnenpassage laden an zwei Tagen dazu ein, bei Talks, einer Buchpräsentation und auch einem künstlerischen Programm die Facetten der Verfassung, der Grundlage unseres Staates, zu ergründen.
Ein niederschwelliger und vielfältiger Zugang zur Verfassung
Sterbehilfe, Ehe für alle oder das Einfrieren von Eizellen: Mit Themen wie diesen hatte sich der Verfassungsgerichtshof schon zu beschäftigen, und in allen drei Fällen hat er Gesetze aufgehoben. Doch was bedeutet das im Detail: Wie arbeitet der Gerichtshof genau? Wie geht es weiter, wenn der VfGH ein Gesetz aufgehoben hat? Dessen Präsident Christoph Grabenwarter wird beim Talk am 19. September (Samstag) nachmittags zu „Verfassungsgerichtsbarkeit und Politik“ u.a. Einblicke in vergangene Fälle geben, die Arbeitsweise des Höchstgerichts erklären und für Publikumsfragen zur Verfügung stehen.
Schon vormittags wird beim Umweltbrunch mit VfGH-Vizepräsidentin Verena Madner und dem künstlerischen Leiter des Festivals „Stimmen der Wildnis“, Jakob Brossmann, der Frage „Wie kann man der Umwelt eine Stimme geben?“ nachgegangen. Ö1 Journalistin Birgit Dalheimer moderiert den Talk, Schauspielerin Valerie Huber liest Passagen aus Rechtstexten und künstlerischen Interventionen.
Wie die Grundrechte als wichtigste Rechte im Staat uns alle schützen, beantwortet dann VfGH-Mitglied Michael Holoubek. Unter dem Titel „Wovor muss mich der Staat schützen?“ gibt er Einblick in die „verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechte“ mit anschließender Fragerunde.
Die Bildungsdirektorin der Stadt Wien Elisabeth Fuchs, Rebecca Dober von der Organisation für Demokratievermittlung YEP und Michaela Schierhuber, Geschäftsführerin der Stiftung Forum Verfassung, gehen wiederum der Frage nach, wie in Zeiten von Fake News und Social Media Demokratie und Verfassung zeitgemäß vermittelt werden können.
An beiden Tagen geben vor und in der Brunnenpassage die Ausstellungen „Verfassung kompakt” und „Nicht meine Baustelle” Einblicke in die Themen Demokratie, Beteiligung, Verfassung, Grundrechte und Aufgaben des Verfassungsgerichtshofes.
Nicht zuletzt wird ein neues Buch präsentiert: Stefanie Jaksch liest aus ihrem eben erschienenen Band "Verfassung. Na und? Von Grundrechten, Institutionen und den Spielregeln der Republik Österreich“. Ein Gespräch der Autorin mit Michaela Schierhuber soll aufzeigen, dass die Verfassung, "Österreichs geheime Heldin", viel zu erzählen hat.
Die Verfassung auch künstlerisch erleben
Für die musikalische und künstlerische Umrahmung sorgen das Kollektiv „Tanz die Toleranz“ mit dem Tanzworkshop "Saturdance": Welche Fragen haben Sie sich schon immer zur Verfassung gestellt, und wie kann man diese in Tanz ausdrücken? Am Samstagabend sorgen die Musiker:innen Seba Kayan und Orwa Saleh für einen musikalischen Ausklang und laden zum Mitfeiern ein: Die Verfassung wird am 1. Oktober 2026 genau 106 Jahre alt sein.
Das Programm von "Verfassung im Dialog" 2026 finden Sie über diesen Link.
Rückfragen und Kontakt:
Stiftung Forum Verfassung
Michaela Schierhuber, BA BA MA
office@forumverfassung.at
https://forumverfassung.at/
Verfassungsgerichtshof
Mag. Cornelia Mayrbäurl
c.mayrbaeurl@vfgh.gv.at
www.vfgh.gv.at
https://www.vfgh.gv.at/medien/Verfassung-im-Dialog-2027.de.php