Der brasilianische Lebensmittelproduzent São Salvador Alimentos S.A. hat seine Prozesse rund um persönliche Schutzausrüstung (PSA) mithilfe von SAP Build und Cloud Foundry grundlegend modernisiert – und spart damit täglich 150 manuelle Unterschriften ein.
São Salvador Alimentos S.A. (SSA) mit Sitz in Itaberaí im brasilianischen Bundesstaat Goiás gehört zu den führenden Lebensmittelunternehmen des Landes. Unter Marken wie SuperFrango und Boua vertreibt das Unternehmen ein breites Sortiment – von frischem und verarbeitetem Geflügel über Eier und Milchprodukte bis hin zu Fisch und Tiefkühlkost. Die Produkte des Unternehmens werden in Dutzende Länder weltweit exportiert.
SSA hat sich in der Branche einen guten Ruf für Qualität und Innovationsbereitschaft erarbeitet. Umso mehr fiel auf, dass ein interner Prozess – die Verwaltung der Ausgabe persönlicher Schutzausrüstung – noch vollständig auf Papier basierte. Nach der erfolgreichen Implementierung von SAP S/4HANA im Jahr 2024 setzte das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit SAP fort und begann gemeinsam mit dem SAP-AppHaus-Team die Möglichkeiten mit SAP Build und Cloud Foundry auszuloten.
Ausgangspunkt war der Umstand, dass täglich rund 150 handschriftliche Unterschriften eingeholt werden mussten, um die Ausgabe von persönlicher Schutzausrüstung an Mitarbeitende zu bestätigen. Die unterzeichneten Dokumente wurden anschließend an das Archivteam übergeben, das sie manuell einscannen und ablegen musste. Wer welche Ausrüstung wann erhalten hatte, wurde nicht digital erfasst. Deshalb war es nicht möglich, die Nutzung nachzuverfolgen oder rechtzeitige Erinnerungen für den verpflichtenden Austausch der persönlichen Schutzausrüstung alle sechs Monate zu versenden.
In speziellen Workshops analysierten Stakeholder und Benutzer bei SSA die Situation nach dem nutzerorientierten Innovationsansatz der SAP. Gemeinsam erkundeten sie neue Möglichkeiten, diesen Prozess mit SAP Build und Cloud Foundry zu verbessern und neu zu gestalten. Nach einigen Iterationen und Tests wurde die neue Lösung im Januar 2026 eingeführt.
Seither können die Mitarbeitenden von SSA ihre Unterschrift digital leisten, und das System zeichnet automatisch auf, was wann ausgegeben wurde. Ist ein Austausch fällig, erhalten die Mitarbeitenden eine automatische Erinnerung per WhatsApp. Dadurch wird die Einhaltung von Vorschriften sichergestellt und es entsteht mehr Transparenz und Kontrolle über den Lagerbestand.
Dieser neue Prozess bringt dem Unternehmen folgende Vorteile:
Obwohl die Umsetzung auch die Anbindung externer Anwendungen über spezielle Programmierschnittstellen (APIs) erforderte, ging die neue Lösung im Januar 2026 in Betrieb. Dank früherer Innovationsprojekte und der Erfahrung mit SAP konnte das Kundenteam weitgehend eigenständig vorgehen. Typische Rückfragen betrafen vor allem bewährte Vorgehensweisen bei der Integration.
„Wirklich bemerkenswert waren die außerordentliche Kompetenz, die schnelle Auffassungsgabe und die Entschlossenheit des SSA-Teams“, betonte Mirela Viersa, Customer Innovation Principal des SAP AppHaus. „Im Anschluss an unseren Evaluierungsworkshop, bei dem wir die wichtigste Herausforderung herausgearbeitet hatten, haben wir eng zusammengearbeitet, um aus einer Vision einen konkreten, umsetzbaren Plan zu machen.“
Nach diesem jüngsten erfolgreichen Implementierungsprojekt mit SAP plant SSA, SAP Build künftig als zentrale Entwicklungsplattform einzusetzen – insbesondere mit SAP Build Code. Ermutigt durch dieses Vertrauen und die nachweislich erfolgreiche Umsetzung plant das SSA-Team nun zu erkunden, welche Möglichkeiten SAP Business AI und weitere intelligente Lösungen für das Unternehmen eröffnen.
https://news.sap.com/germany/2026/08/sao-salvador-alimentos-optimiert-psa-mit-sap-build