Der bevorstehende Börsengang des Raumfahrtunternehmens SpaceX sorgt weltweit für Aufmerksamkeit und stößt auch bei deutschen Anlegerinnen und Anlegern auf großes Interesse. Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring sieht darin nicht nur ein Finanzereignis, sondern ein Signal für den globalen Wettbewerb um die Schlüsseltechnologien der Zukunft:
„Der Börsengang von SpaceX zeigt eindrucksvoll, wohin die Reise geht: Immer mehr Anlegerinnen und Anleger – auch in Deutschland – wollen in Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Raumfahrt und digitale Infrastruktur investieren. Das ist weit mehr als ein Börsenereignis. Es ist ein Fingerzeig darauf, wo der Wohlstand von morgen entsteht.
Während viele Europäerinnen und Europäer in SpaceX investieren, dürfen wir nicht länger von der Seitenlinie aus zusehen, wie anderswo die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts entwickelt, finanziert und kontrolliert werden. Der Blick auf die Abhängigkeit der Ukraine von Starlink zeigt, wie schnell technologische Überlegenheit zu geopolitischer Macht werden kann. Europas digitale Souveränität darf nicht von den Entscheidungen einzelner Unternehmen oder Milliardäre abhängen.
Ich habe Elon Musk und sein Agieren wiederholt öffentlich kritisiert und daraus auch direkte Konsequenzen gezogen – beispielsweise indem mein Ministerium und ich der Plattform X den Rücken gekehrt haben. Trotzdem führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass er mit SpaceX eines der strategisch wichtigsten Technologieunternehmen der Welt aufgebaut hat – und womöglich der erste Billionär der Geschichte werden könnte.
Folgerichtig reicht es nicht, wenn wir Technologiesprüngen aus Übersee staunend zusehen und B-Noten für ihre Protagonisten vergeben. Die entscheidende Frage ist, warum die großen Technologieunternehmen unserer Zeit zu selten in Europa entstehen. Der SpaceX-Börsengang macht dabei exemplarisch deutlich, was für uns alle auf dem Spiel steht: Wohlstand, Sicherheit, Freiheit und Frieden. Um diese mühsam erkämpften Errungenschaften liberaler Demokratien in die digitale Zukunft zu tragen, braucht Europa mehr Mut zu Innovation, ausreichend Wachstumskapital, weniger Regulierung und mehr technologischen Ehrgeiz. Denn: Wer die Zukunft nicht selbst baut, wird von denen abhängig, die es tun.“