Projektgruppe „Erasmus+“ der Polytechnischen Schule (PTS) Schwaz zu Gast im Landhaus.
Bei „Frag den LH“ empfing LH Anton Mattle dieses Mal kürzlich 15 SchülerInnen der Projektgruppe „Erasmus+“ der Polytechnischen Schule (PTS) Schwaz im Landhaus. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Bedeutung des Ehrenamts, Wege zur Stärkung des freiwilligen Engagements junger Menschen sowie die Verantwortungsteilung zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Stellvertretend für die Gruppe stellten die Schülerinnen Jana Haslinger-Nösig und Madeleine Fender die Fragen an den Landeshauptmann.
Ehrenamt: Sichtbar machen und absichern
„Das Ehrenamt begleitet mich selbst bereits seit Kindestagen – vom Skiclub über die Feuerwehr bis zur Bergrettung, die meine Leidenschaft fürs Bergsteigen mit freiwilligem Engagement verbindet“, antwortete LH Mattle auf Nachfrage der SchülerInnen, ob er sich ehrenamtlich engagiere. Der Landeshauptmann betonte die große Bedeutung des Ehrenamts in Tirol und die Maßnahmen des Landes, um freiwilliges Engagement zu fördern und anzuerkennen – vom Jahr des Ehrenamts bis hin zur Freiwilligenwoche. Gerade dort würden junge Menschen vielfältige Einsatzbereiche kennenlernen.
Wichtig sei von Seiten des Landes zudem die Absicherung der ehrenamtlich Tätigen: Diese sollen gut beraten und versichert sein. „Außerdem soll das Ehrenamt stärker sichtbar gemacht werden, indem wir ehrenamtliche Tätigkeiten ins Rampenlicht rücken und den Menschen vermitteln: Ehrenamt ist natürlich eine Leistung für das Allgemeinwohl, aber in vielen Fällen auch für sich selbst etwas sehr Erfüllendes. Daher ist es mir besonders wichtig, Initiativen zu setzen, um bestmögliche Rahmenbedingungen für das Ehrenamt zu schaffen. Und was uns in Tirol zudem wichtig ist: Dass alle, die sich ehrenamtlich engagieren, auch gut versichert sind, sollte einmal etwas passieren“, erklärte LH Mattle.
Staat und Ehrenamt: Klare Rollen, starkes Netzwerk
Im Gespräch mit der Klasse war außerdem das Zusammenspiel von Staat, Land und Gemeinden Thema. Die SchülerInnen interessierte, wie sich staatliche Grundaufgaben und freiwilliges Engagement in der Praxis ergänzen bzw. unterscheiden – von sozialer Unterstützung über Erste Hilfe bis zum Katastrophenschutz. Der Landeshauptmann betonte: „Die öffentliche Hand – Bund, Länder und Gemeinden – stellt die Basisversorgung sicher. Das Land Tirol schafft zudem verlässliche Rahmenbedingungen für Menschen, die sich zusätzlich engagieren wollen – unter anderem durch Beratung und Versicherungsschutz für Freiwillige.“
LH Mattle betonte abschließend, dass sich gerade im sozialen Bereich, in der Ersten Hilfe und im Katastrophenschutz zeige, wie wichtig freiwilliges Engagement für Tirol sei. Gemeinsam mit einer starken öffentlichen Basisversorgung entstehe ein enges Netz aus Menschen, die Verantwortung übernehmen und den Zusammenhalt im Land stärken.
Die gesamte Juni-Ausgabe von „Frag den LH“ ist wie gewohnt auf dem YouTube-Kanal des Landes verfügbar.
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