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    <titulek>Niedrigere Ernte und deutliche Preisanstiege bei Kartoffeln</titulek>
    <datum>15.10.2026</datum>
    <subjekt>Statistisches Bundesamt - Destatis</subjekt>
    <autor>
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        <nadrazeny>Germany</nadrazeny>
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    <kategorie>
        <polozka>Economy</polozka>
        <polozka>Agriculture</polozka>
        <polozka>Crop growing</polozka>
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    <perex>WIESBADEN – Die Kartoffelernte fällt 2026 nach Schätzungen deutlich geringer als im Vorjahr aus, was Folgen für die Preise von Kartoffeln auf den verschiedenen Wirtschaftsstufen hat. Im September 2026 mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Kartoffeln 11,3 % mehr als im Vorjahresmonat bezahlen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Für verarbeitete Kartoffelprodukte wie Pommes frites oder Ähnliches (tiefgefroren) hingegen lagen die Preise um 4,7 % unter dem Vorjahresmonat. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im September 2026 um 3,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat, darunter Nahrungsmittel insgesamt um 0,4 %.</perex>
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Stärkster Anstieg der Erzeugerpreise von Speisekartoffeln seit August 2023

Ein Grund für die Steigerung der Verbraucherpreise von Kartoffeln sind die deutlichen Preissteigerungen auf der vorgelagerten Stufe: Die Erzeugerpreise von Speisekartoffeln lagen im August 2026 um 61,5 % über dem Vorjahresmonat. Das war der stärkste Anstieg der Erzeugerpreise von Kartoffeln im Vergleich mit dem Vorjahresmonat seit drei Jahren (August 2023: +114,6 % gegenüber August 2022). Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt sanken im August 2026 um 7,0 % gegenüber dem August 2025, darunter stiegen jedoch die Erzeugerpreise für pflanzliche Produkte um 12,3 %.



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Ernte, Anbaufläche und Ertrag von Kartoffeln 2026 gesunken

Die Ernte von Kartoffeln wird im Jahr 2026 nach vorläufigen Ergebnissen mit 10,4 Millionen Tonnen knapp ein Viertel (-24,8 %) unter der Ernte des Vorjahres (13,9 Millionen Tonnen) liegen. Der Rückgang ist nicht nur auf die um 11,1 % auf 268 300 Hektar verringerte Anbaufläche zurückzuführen (2025: 301 800 Hektar). Auch die Erträge je Hektar fallen im Jahr 2026 voraussichtlich deutlich geringer aus als im Vorjahr: Für 2026 wird mit 38,9 Tonnen je Hektar gerechnet, 2025 waren es 46,0 Tonnen je Hektar. Das entspricht einem Rückgang von 15,4 %. Grund dafür dürften vor allem die extreme Hitze und Trockenheit des diesjährigen Sommers sein.

Deutschland bei Kartoffeln Selbstversorger

In Deutschland werden deutlich mehr Kartoffeln erzeugt, als für den Bedarf im Land benötigt werden: Der Selbstversorgungsgrad mit Kartoffeln lag nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei 145 %. Ein großer Teil der Kartoffeln und Kartoffelprodukte wird also nicht für den heimischen Markt erzeugt, sondern exportiert.

Methodische Hinweise:

Der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte misst die Entwicklung der Verkaufspreise der Landwirtschaft (ohne Umsatzsteuer) in Deutschland und zeigt damit die Preisentwicklungen auf der ersten Wirtschaftsstufe.

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in Deutschland für Konsumzwecke kaufen.

Die hier dargestellten Preisentwicklungen sind in der Datenbank GENESIS-Online in den Tabellen 61111-0004 und 61111-0006 abrufbar und beziehen sich auf die Positionen

CC13-011 Nahrungsmittel

CC13- 0117401300 Kartoffeln

CC13- 0117402100 Pommes frites oder Ähnliches, tiefgefroren

Bei den Ergebnissen zur Kartoffelernte handelt es sich um vorläufige Ergebnisse für 2026. Die Ergebnisse zu den Anbauflächen von Kartoffeln stammen aus der Erhebung der Bodennutzung landwirtschaftlicher Betriebe und die Ergebnisse zu den Erträgen aus der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung.

Weitere Informationen:

Die vollständigen Jahres-, Wirtschaftsjahres- und Monatsergebnisse der Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabellen 61211-0001 bis 61211-0003 abrufbar.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/10/PD26_N070_61.html

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