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        Aus der Katastrophensituation hin zum klimafitten Schutzwald in Osttirol
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        28.9.2026
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    <autor>
          | Land Tirol
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        Bundesminister Totschnig und LHStv Geisler beim Lokalaugenschein.
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Nach 5,5 Millionen Kubikmeter Schadholz in Osttirol Wiederbewaldung weiter im vollen Gange
1,06 Millionen gepflanzte Jungbäume pro Jahr
Waldfonds des Bundes leistet wesentliche Unterstützung
Klimafitte Schutzwälder durch Wiederbewaldung, Pflege und ausgewogenes Wald-Wild-Verhältnis

Rund 5,5 Millionen Kubikmeter Schadholz sind in den vergangenen Jahren durch Windwurf, Schneedruck und den Borkenkäfer in Osttirol angefallen. Mit rund 13.000 Hektar lässt sich die entstandene Schadholzfläche beziffern – etwa ein Fünftel des gesamten Osttiroler Waldes und so groß wie die Summe der Gemeindegebiete Virgen, Lienz und Amlach zusammen.

Die Wiederbewaldung und damit die Wiederherstellung der Schutzfunktion des Waldes auf dieser großen Fläche ist eine mehrjährige organisatorische und forstliche Herausforderung. Ohne Unterstützung von Bund und Land ist das für die WaldbesitzerInnen nicht zu schaffen. Bei einem Lokalaugenschein im Einzugsgebiet Daberbach in Oberlienz informierten sich kürzlich der für Land- und Forstwirtschaft zuständige Bundesminister Norbert Totschnig und LHStv Josef Geisler, gemeinsam mit Bürgermeister Markus Stotter und Landesforstdirektor Harald Oblasser über den aktuellen Stand. Im Einzugsgebiet Daberbach zeigt sich exemplarisch, wie aus einer durch Waldschäden stark beeinträchtigten Fläche wieder ein stabiler und klimafitter Schutzwald entstehen kann.

„Die Wiederbewaldung ist eine gemeinsame Kraftanstrengung. Der Bund unterstützt das Land Tirol und die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer dabei mit den Mitteln des Waldfonds. Was hier in Oberlienz bereits geleistet wurde, ist beeindruckend – und zeigt zugleich, wie viel Einsatz notwendig ist, bis aus einer Schadfläche wieder ein stabiler Wald entsteht“, betont BM Totschnig. Allein für Oberlienz wurden seit 2019 rund 2,1 Millionen Euro an Forstförderungen angewiesen. 40 Prozent davon stammen aus dem Waldfonds des Bundes.

LHStv Geisler ergänzt: „Der Wiederaufbau des Waldes braucht einen langen Atem und eine verlässliche Finanzierung. Mit Waldfonds, Flächenwirtschaftlichen Projekten, Maßnahmen der Ländlichen Entwicklung und Landesförderungen schaffen wir gemeinsam die Grundlage für die Wiederbewaldung und langfristige Stabilisierung der betroffenen Flächen.“

In ganz Osttirol werden weiterhin Schadholz aufgearbeitet, Flächen wiederbewaldet, Jungkulturen gepflegt und diese gegen Schädlinge geschützt. Alleine in den Jahren 2020 bis 2025 wurden rund 6,5 Millionen Forstpflanzen gesetzt – durchschnittlich rund 1,06 Millionen Bäume pro Jahr, wobei diese überwiegend aus dem landeseigenen Forstgarten bereitgestellt werden. Dabei geht es nicht um eine möglichst rasche Wiederbegrünung, sondern um den Aufbau standortgerechter Mischbestände, die den Herausforderungen des Klimawandels besser gewachsen sind.

Wiederbewaldung braucht Zusammenarbeit und langfristige Pflege

„Finanzierung allein pflanzt jedoch noch keinen Wald. Gerade in Osttirol sind die Wälder eine zentrale kritische Infrastruktur zur Sicherung für Siedlungen, Verkehrswege und den Lebens- und Wirtschaftsraum. Damit sie ihre Wirkungen wieder voll erfüllen können, braucht es das Zusammenspiel aller Beteiligten“, erklärt Forst- und Sicherheitsreferent Geisler und dankt auch den WaldbesitzerInnen, ausführenden Betrieben und dem Forstdienst für ihr Engagement.

Am Beispiel im Einzugsgebiet Daberbach in Oberlienz wird deutlich, was möglich ist, wenn Wiederbewaldung, Pflege und ein ausgewogenes Wald-Wild-Verhältnis zusammenspielen. „Es wurde bewusst auf mehr Mischbaumarten gesetzt, die jungen Bestände entwickeln sich gut. Wiederbewaldung ist ein mehrjähriger Prozess, bei dem Rahmenbedingungen wie ein tragbarer Wildeinfluss sehr entscheidend sind“, sagt Landesforstdirektor Oblasser. Welche Bedeutung das Projekt für die Menschen vor Ort hat, zeigt Bürgermeister Stotter auf: „Der Wald im Einzugsgebiet Daberbach hat eine zentrale Schutzfunktion für unseren Siedlungsraum. Sein Wiederaufbau ist für Oberlienz von großer Bedeutung. Wir sind dankbar dafür, wie gut sich die wiederbewaldeten Flächen entwickeln, und sich damit auch die Sicherheit der Oberlienzerinnen und Oberlienzer wieder erhöht.“

 

Factbox: Wiederbewaldung in Osttirol

Gemeinde Oberlienz


Schadholzmenge: ca. 280.000 m³
Gepflanzte Bäume: 330.000 Stück im Zeitraum 2020 bis 2025
Fördermittel: 2,1 Millionen Euro an Forstförderung seit 2019 (davon entfallen rund 1,07 Millionen Euro auf Flächenwirtschaftliche Projekte, 840.000 Euro auf den Waldfonds, 140.000 Euro auf die Ländliche Entwicklung und 60.000 Euro auf Landesförderungen)

Bezirk Lienz


Schadholzmenge: 5,5 Millionen m3
Betroffene Fläche: ca. 13.000 Hektar Wald
Gepflanzte Bäume: 6,5 Millionen Stück im Zeitraum 2020 bis 2025
Fördermittel: 38 Millionen Euro an Forstförderung seit 2019, zusätzlich Mittel aus Projekten der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie Abgeltungen für private Elementarschäden


https://www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/aus-der-katastrophensituation-hin-zum-klimafitten-schutzwald-in-osttirol


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