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        d-you: Aus dem Labor in den Alltag
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        22.9.2026
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    <autor>
          | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
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        Ab 2027 soll die deutsche Version der EUDI-Wallet „d-you“ digitale Identitätsdaten und Nachweise auf dem Smartphone verfügbar machen. In der Sandbox testen Unternehmen und Behörden bereits, wie die Wallet im Alltag funktioniert und was sie für Versicherer leisten kann.
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Die deutsche EUDI-Wallet trägt inzwischen einen eigenen Namen: d-you soll ab Anfang 2027 digitale Identitätsdaten und weitere Nachweise auf dem Smartphone verfügbar machen. Bis dahin prüfen Unternehmen und Behörden in einer Testumgebung, wie sich ihre Anwendungen mit der Wallet verbinden lassen. Für Versicherer könnte das beispielsweise neue Wege beim Vertragsabschluss und beim Nachweis des Versicherungsschutzes ermöglichen.

Das nationale EUDI-Wallet-Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) geleitet.

Wozu die Sandbox dient
Die Sandbox ist eine geschützte Testumgebung. Dort können Unternehmen, Behörden und andere Organisationen ihre Anwendungen mit der künftigen Wallet-Infrastruktur verbinden und unter realitätsnahen Bedingungen erproben. So lässt sich beispielsweise herausfinden, ob digitale Nachweise empfangen, ausgewertet und sicher verarbeitet werden können.

Zunächst geht es um den digitalen Identitätsnachweis mit Personenidentifizierungsdaten (PID). Weitere elektronische Dokumente können bereits erprobt werden, darunter berufliche Qualifikationen und auch Versicherungsnachweise. Die Wallet speichert dabei nicht einfach ein Foto der Bescheinigung. Die empfangende Stelle muss digital prüfen können, ob ein Nachweis echt und gültig ist. Die Erfahrungen aus den Tests fließen in die Weiterentwicklung der staatlichen Wallet und ihrer Anwendungen ein.

Entwicklungsphasen der EUDI-Wallet
Mithilfe der Sandbox soll zunächst die technische Seite einzelner Funktionen getestet werden. Parallel können schon jetzt Organisationen konkrete Abläufe mit digitalen Dokumenten ausprobieren. In einer weiteren Entwicklungsstufe geht es um die Zusammenarbeit der beteiligten Stakeholder.

Die staatliche Wallet ist Teil eines größeren Ökosystems. Dafür entstehen gemeinsame Regeln und technische Grundlagen. Später können auch andere Anbieter eigene zertifizierte Walletlösungen entwickeln, sofern sie dieselben hohen Sicherheitsstandards erfüllen und mit anderen Wallets zusammenarbeiten können.

Aktueller Stand der Tests
Seit März 2026 können Organisationen in der Sandbox die Identifikation mit Personenidentifizierungsdaten erproben. Nach Angaben von SPRIND beteiligen sich bereits mehr als 200 Unternehmen an den Tests.

Der reguläre Betrieb von d-you soll am 2. Januar 2027 starten. Zu Beginn sind 40 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung mit eigenen, nutzbaren Anwendungen mit an Bord. Abgeschlossen ist die Entwicklung der Wallet damit aber nicht. Weitere Funktionen und digitale Nachweise kommen nach und nach hinzu – alles kostenfrei und freiwillig nutzbar.

Auch die anderen EU-Mitgliedstaaten müssen bis Ende 2026 mindestens eine EUDI-Wallet bereitstellen. Gemeinsame technische Standards sollen dafür sorgen, dass die digitale Identifizierung sowie digitale Nachweise auch über Ländergrenzen hinweg funktionieren.

Was Versicherer testen können
Versicherer können in der Sandbox prüfen, wie sich ihre eigenen Anwendungen an die Wallet anbinden lassen. Denkbar ist zum Beispiel die digitale Identifikation von Kundinnen und Kunden, der Nachweis eines bestehenden Versicherungsschutzes oder die Übermittlung bestimmter Angaben beim Vertragsabschluss.

Damit solche Anwendungen im Alltag funktionieren, müssen die Abläufe einfach, sicher und zuverlässig sein. Die Nutzerinnen und Nutzer müssen selbst entscheiden können, welche Daten sie weitergeben. Datenschutz und Vertrauenswürdigkeit sind deshalb zentrale Voraussetzungen für die Akzeptanz von d-you.

Der GDV sieht in der digitalen Brieftasche mehr als einen Ersatz für den Ausweis. Sie könnte Versicherungsprozesse beschleunigen und Nachweise leichter überprüfbar machen. In der Sandbox können Versicherer ihre Anwendungen vorbereiten und testen, bevor d-you in den regulären Betrieb geht.

Zeitstrahl

Seit 2023 arbeiten Staat, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an der deutschen EUDI-Wallet.
2024 und 2025 entwickelt die Bundesagentur für Sprunginnovationen unterschiedliche Wallet-Prototypen und lässt sie testen.
2025 bereiten das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) sowie die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) die Sandbox vor.
Seit März 2026 können Organisationen dort die Identifikation mit Personenidentifizierungsdaten (PID) testen.
Am 2. Januar 2027 soll d-you in Deutschland starten.

https://www.gdv.de/gdv/themen/digitalisierung/d-you-aus-dem-labor-in-den-alltag-215602


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