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        Mit nachhaltigen Leichtbau-Werkstoffen auf Erfolgskurs
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        5.8.2026
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    <autor>
          | Universität Stuttgart
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        Den weiten Weg vom Labor bis zur Serienfertigung hat das Start-up Fibryx schon fast geschafft. Fibryx produziert naturfaserbasierte Leichtbauteile in einem neuartigen Verfahren, das am Institut für Flugzeugbau an der Universität Stuttgart entwickelt wurde. Bis Ende 2026 will Fibryx mit dem ersten Produkt in Serie gehen. 
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„Bei uns ist gerade viel in Bewegung“, sagt Dr. Andreas Koch von der Fibryx GmbH. Die Vorserien-Entwicklung eines Aufstelldachs für einen Caravan-Hersteller sei fast abgeschlossen: „Wir hoffen, dass wir im vierten Quartal mit der Serienfertigung beginnen können.“ Gemeinsam mit Unternehmenskunden entwickelt das im Juli 2025 gegründete Unternehmen außerdem Leichtbauteile für Nutzfahrzeuge, Busse und Kräne. Als erste Vollzeitangestellte verstärkt seit Mai eine Ingenieurin das Team, weitere Einstellungen sind geplant.





Verbundwerkstoffe aus Naturfasern


Herkömmliche Leichtbauteile für den Fahrzeugbau bestehen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen, die sich nicht oder nur mit hohem Aufwand recyceln lassen. Bei der Produktion entsteht viel Staub, der zu Reizungen der Haut und der Atemwege führen kann. Fibryx produziert Werkstoffe mit ähnlichen mechanischen Eigenschaften auf der Basis von Naturfasern, die Herstellung ist zudem weniger gesundheitsbelastend. Den innovativen Fertigungsprozess, bei dem bio-basierte Kunststoffe besonders schnell und energieeffizient in Flachsfasertextilien eingebracht werden, entwickelten Matthias Engelfried und Klaus Heudorfer am Institut für Flugzeugbau (IFB) der Universität Stuttgart. Koch stieß 2025 zu dem Gründungsprojekt, das damals noch den Arbeitstitel BEHtec trug. „Mich hat die Chance gereizt, ein Start-up mitzugestalten und zum Erfolg zu führen“, sagt der Betriebswirt. „Was mir wichtig ist: Unsere Produkte leisten nicht nur einen Beitrag zum Umwelt- und zum Arbeitsschutz, sondern auch zur Stärkung der Industrie in Deutschland und Europa. Denn die Wertschöpfungskette ist vom Flachsanbau bis zum Endprodukt rein europäisch.“



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Die Gründer stellen Leichtbauteile für Exterieur und Interieur von Campingfahrzeugen, Bussen, LKW und Nutzfahrzeugen her - zum Beispiel ein Aufstelldach für einen Caravan-Hersteller.








Bei jedem Schritt auf dem Weg zur Marktreife wurden die Gründer von der TTI – Technologie-Transfer-Initiative der Universität Stuttgart intensiv unterstützt. „Von der Erfahrung und dem großen Netzwerk der TTI profitieren wir weiterhin, unser Coach berät uns zum Beispiel zur Kommunikation mit Investoren“, so Koch. Aktuell läuft für Fibryx die erste Finanzierungsrunde des Förderprogramms „Start-up BW Pre-Seed“ der staatlichen L-Bank, das von privaten Investoren kofinanziert wird. Die TTI unterstützte die Gründer auch schon 2023 bei ihrer erfolgreichen Bewerbung um die Förderung durch das exist-Forschungstransferprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) und des Europäischen Sozialfonds. „Unser Coach macht uns außerdem auf Wettbewerbe aufmerksam. Das sind tolle Gelegenheiten, Kontakte zu großen Unternehmen, zur Politik und zu anderen Start-ups zu knüpfen.“ 2025 gewann Fibryx den „Ideenwettbewerb Bioökonomie“ des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums.



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Fibryx unterstützt Kunden bei der Entwicklung und Fertigung von Bauteilen aus Naturfasern – von Design und CAD-Konstruktion über Formenbau und Prototypen bis zur Serienproduktion.






Großraum Stuttgart: Wissen und Fachkräfte


Die Hallenfläche auf dem Campus Vaihingen, auf dem seit 2024 die Prototypen entwickelt und getestet werden, ist für Fibryx inzwischen zu klein. Die Gründer hielten nach einer Werkshalle mit mehreren hundert Quadratmetern Fläche Ausschau – und wurden in Neuhausen auf den Fildern nah bei Stuttgart fündig. „Wir wollten auf jeden Fall in der Metropolregion Stuttgart bleiben“, sagt Koch. „Hier sitzen nicht nur viele unserer Kunden und Partner, in der Region ist auch sehr viel Wissen konzentriert.“ Dank der starken Kunststoff- und Zulieferindustrie in Stuttgart ließen sich dort außerdem die Fachkräfte für die Produktion rekrutieren, die Fibryx bald benötigen wird.





Klaus Heudorfer, Mathias Engelfried und Andreas Koch (v.l.n.r.) gründeten 2025 das Start-up Fibryx (ehemals BEHtec). Das Ziel: Leichtbauteile nachhaltiger und umweltverträglicher herstellen.






Über Fibryx


Die Fibryx GmbH von Matthias Engelfried, Dr. Klaus Heudorfer und Dr. Andreas Koch ist auf Wachstumskurs: Seit der Gründung des Start-ups im Sommer 2025 wurde die Entwicklung nachhaltiger Leichtbauteile für den Fahrzeugbau mit Unternehmenskunden so weit vorangetrieben, dass das erste Produkt – ein Caravan-Dach – bald in die Serienfertigung gehen soll. Ein weiterer Meilenstein war die erste Finanzierungsrunde im Förderprogramm „Start-up BW Pre-Seed“ der L-Bank. Die TTI der Universität Stuttgart unterstützt die Gründer seit rund drei Jahren mit Rat und Tat und zukünftig auch als Investor.

Start-up StoriesIn unserer Reihe "Start-up Stories" finden Sie weitere Erfolgsgeschichten über Gründerinnen und Gründer der Universität Stuttgart, die mit ihren Start-ups dazu beitragen, gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen.





https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/meldungen/Mit-nachhaltigen-Leichtbau-Werkstoffen-auf-Erfolgskurs


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