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        Neue Züge über den Brenner nehmen Formen an
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        4.8.2026
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          | Land Tirol
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         Durchfahren statt umsteigen. 
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Mobilitätslandesrat Zumtobel und Südtiroler Amtskollege Alfreider besichtigten Fahrzeug-Produktion in Italien
Neue moderne Mehrsystemzüge machen Umstieg an der Grenze künftig überflüssig
Fahrzeugauslieferung an die ÖBB startet ab 2027

Schon bald bricht für grenzüberschreitende PendlerInnen und Reisende zwischen Tirol und Südtirol eine neue Ära an: Mit den Mehrsystemfahrzeugen des Typs Coradia Stream der Firma Alstom, welche in Österreich und Italien fahren können, entfällt der Umstieg an der Grenze am Brenner künftig. Eingeführt werden soll die umstiegsfreie Verbindung von Innsbruck nach Bozen und weiter nach Meran und Mals im Stundentakt mit Mitte 2027. Vom Fortschritt der Fahrzeugproduktion überzeugten sich Tirols Mobilitätslandesrat René Zumtobel und der Südtiroler Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider vergangene Woche in Savigliano im italienischen Piemont.

Modernste Zuggarnituren im Bau – Werksbesuch in Savigliano

In Savigliano werden in einer Produktionshalle des Zugherstellers Alstom aktuell die von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bestellten sechs Garnituren fertiggestellt und sollen ab 2027 ausgeliefert werden. Insgesamt werden 22 Züge gemeinsam von den Südtiroler Transportstruktur AG (STA) und den ÖBB angekauft. Beim Besuch in Italien wurden die beiden Politiker von VertreterInnen des Verkehrsverbund Tirol (VVT), ÖBB und der Südtiroler Transportstruktur AG (STA) begleitet.

„Der Brennerpass ist ein verkehrliches Nadelöhr, weshalb der Ausbau des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs von ganz besonderer Bedeutung für die Europaregion ist. Letzte Woche konnte ich mich persönlich vom Fortschritt der neuen Zuggarnituren überzeugen. Die unterschiedlichen Bahnstromsysteme in Österreich und Italien sind damit für den Nahverkehr künftig kein Problem mehr. Der grenzüberschreitende Euregio-Nahverkehr ist vor allem für Pendlerinnen und Pendler sowie für unsere Gäste wesentlich und wird somit eine attraktive Alternative zum motorisierten Individualverkehr über den Brenner bieten“, so Mobilitätslandesrat Zumtobel.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben muss das Zugpersonal am Brenner gewechselt werden, weshalb auch künftig ein kurzer Halt an der Grenze notwendig ist. Für die Fahrgäste wird es künftig komfortabler, – sie können im Zug verbleiben und müssen nicht auf einen anderen Zug am Brenner umsteigen. 4 Fahrzeuge des Typs Coradia Stream sind bereits in Südtirol im Einsatz.

„Vor 150 Jahren hat man die Eisenbahn gebaut, weil es keine Autos gab. Heute investieren wir in die Schiene, weil es zu viele Autos gibt. Der Zug ist unser Rückgrat im öffentlichen Personenverkehr, weil wir mit der Eisenbahn auf den Hauptachsen sehr viele Menschen transportieren können. Und neben der Infrastruktur braucht es moderne Zuggarnituren, die sowohl in Italien als auch in Österreich verkehren können“ unterstreicht der Südtiroler Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Komfort auf Schiene – direkt von Innsbruck nach Bozen

Die Vorteile: Die neuen Züge bieten umstiegsfreie Direktverbindungen im Regionalverkehr zwischen Innsbruck und Bozen sowie mehr Kapazität und Komfort. 35 Nahverkehrsverbindungen beginnen und enden aktuell am Brenner, nur vier fahren derzeit als Direktverbindung weiter. Künftig gibt es stündliche, durchgehende Verbindungen über die Landesgrenze ohne Umstieg. Gerade NutzerInnen mit Fahrrädern profitieren sowohl vom entfallenen Umstieg als auch von den neuen großzügigen Fahrradabteilen. Die Direktverbindungen sind auch ein weiterer Schritt hin zu einer inklusiven Mobilität für alle, da besonders Personen mit Mobilitätseinschränkungen von durchgehenden Verbindungen ohne Umstieg profitieren.

„Mit den neuen Mehrsystemzügen schaffen wir für unsere Fahrgäste einen deutlichen Qualitätssprung im grenzüberschreitenden Verkehr. Tirol und Südtirol wachsen auf der Schiene noch enger zusammen, weil Reisende künftig stündlich ohne Umstieg über den Brenner fahren können. Gleichzeitig profitieren sie von modernen Fahrzeugen mit mehr Sitzplätzen und mehr Komfort“, fasst Alexander Jug, Geschäftsführer des VVT, zusammen.

Mehr Komfort und mehr Kapazität

Die Coradia Stream-Züge sind 128 Meter lang, bieten den Fahrgästen insgesamt 381 Sitzplätze und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Sie verfügen über Steckdosen und WLAN und sind zudem mit einem vergrößerten Fahrradabteil ausgestattet. Im Vergleich dazu bieten die derzeit auf der Brennerstrecke im Verkehr befindlichen Nahverkehrszüge 199 Sitzplätze.

Vor dem Einsatz im Fahrgastbetrieb hat noch die Zulassung der neuen Fahrzeuge in beiden Ländern durch den Hersteller Alstom zu erfolgen und die TriebfahrzeugführerInnen, das Zugbegleitpersonal sowie die WerkstattmitarbeiterInnen werden auf die neuen ÖBB-Fahrzeuge geschult. Damit die Übergangszeit möglichst kurz ausfällt, laufen die Schulungen bereits jetzt vorausschauend an: mit den baugleichen Fahrzeugen der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) in Italien.

„Die modernen Coradia-Stream Züge werden den Anforderungen auf der im Nahverkehr stark frequentierten Brennerstrecke mit Berufspendlerinnen und -pendlern und Freizeitverkehr bestens gerecht. Sie bieten deutlich mehr Sitzplätze und mehr Raum für Fahrräder. Verbunden mit dem dichten Takt und den neuen grenzüberschreitenden Verbindungen ist das ein Argument mehr für den Umstieg auf die Bahn“, ist Werner Buchberger, Leiter des ÖBB Flottenmanagements überzeugt


https://www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/neue-zuege-ueber-den-brenner-nehmen-formen-an


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