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        Noch mehr Service für Versicherte
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        7.7.2026
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          | Stiftung Warentest
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        Von Grippeimpfung bis Medikations-Check – Zusatz­dienste von Apotheken werden gut genutzt. Bald sollen weitere Angebote folgen.
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Seit 2022 dürfen Apotheken verschiedene Services als Kassen­leistung anbieten – und nach einem eher verhaltenen Start setzen sich diese zunehmend durch, zeigt der aktuelle Jahresbericht der Bundes­ver­einigung Deutscher Apotheker­verbände (ABDA). Demnach erbrachten hiesige Apotheken im Jahr 2025 rund 900 000 sogenannte pharmazeutische Dienst­leistungen – fast doppelt so viele wie 2024 und mehr als zehnmal so viele wie bei der Einführung 2022.


Inhalator-Schu­lungen besonders gefragt
Auf Platz eins liegen Schu­lungen im korrekten Umgang mit Inhalatoren wie Asth­masprays. Auf Platz zwei folgen Medikations-Checks, also Über­prüfungen aller genutzten Arznei­mittel auf Wechselwirkungen und sons­tige Risiken, wenn jemand viele Medikamente braucht. Auf Platz drei stehen Blut­druck­messungen für Menschen, die Blutdrucksenker verordnet bekommen. Dies kann eine sinn­volle Ergän­zung zu ärzt­lichen und eigenen Kontrollen mit einem Blutdruckmessgerät zum Heim­gebrauch sein.



Auch Grippe-Impfungen beliebt
Auch ist die Zahl der Bürgerinnen und Bürger gestiegen, die sich in Apotheken gegen Grippe impfen lassen: Laut ABDA waren es in der Saison 2025/26 etwa 200 000 Personen – gegen­über rund 67 000 in der Saison 2022/23.

Impfungen gegen Grippe sowie auch gegen Covid-19 dürfen seit einigen Jahren bundes­weit in Apotheken erfolgen, sofern das Personal entsprechend geschult wurde. Die Dienst­leistungen sind ein freiwil­liges Angebot – und unterscheiden Vor-Ort-Apotheken klar von Online-Apotheken.


Das Portfolio wird deutlich größer
Bald haben Apotheken noch mehr Befug­nisse. Das entsprechende Gesetz bekam Mitte Juni 2026 grünes Licht vom Bundes­rat. Demnach dürfen Apotheke­rinnen und Apotheker künftig alle Totimpf­stoffe verabreichen, also die Mehr­zahl der Impf­stoffe. Neben denen gegen Grippe und Covid-19 etwa auch die gegen Tetanus, Gürtelrose oder die durch Zecken über­tragene Krankheit FSME.

Auch venöse Blut­abnahmen sollen in Apotheken möglich werden, genau wie Schnell­tests auf verschiedene Erreger wie Grippe-, Noro- oder Rotaviren. Hinzu kommen weitere pharmazeutische Dienst­leistungen, darunter Kurz­beratungen zum Rauchstopp und Schu­lungen in Injektions­technik, um sich bei Bedarf selber korrekt Arznei­mittel zu spritzen.



Umsetzung braucht noch Zeit
Bis das alles im Alltag ankommt, dürfte es noch etwas dauern. Zuvor sind verschiedene Formalitäten zu regeln, also etwa Erstattungs­fragen mit den Krankenkassen zu klären und Schu­lungen vorzubereiten. Das bestätigte uns die Apotheker­ver­einigung ABDA auf Nach­frage.

Was jetzt schon möglich ist, sind die bereits einge­führten Services, die wir im Folgendes kurz vorstellen:


Gegen Grippe und Covid-19 impfenDie Impfung gegen Grippe in Apotheken ist für Personen ab 18 Jahre möglich, die gegen Covid-19 bereits für Personen ab 12 Jahren. Regulär erstattet wird sie bei Risiko­gruppen, denen die Ständige Impf­kommis­sion eine Grippe-Impfung oder Covid-19-Impfung empfiehlt.
Erweitertes Blut­druck­messenEin Angebot für Versicherte mit Diagnose Blut­hoch­druck, die mindestens einen Blut­druck­senker einnehmen: Sie können einmal im Jahr ihren Blut­druck in der Apotheke messen lassen. Das soll helfen einzuschätzen, ob die Therapie genug bewirkt oder angepasst werden sollte.
Richtiges Inhalieren einübenWird Menschen mit Atemwegs­leiden zum ersten Mal ein Arznei­mittel zum Inhalieren verordnet oder der Inhalator gewechselt, zeigen ihnen die Beschäftigten in der Apotheke, wie sie das Gerät richtig ­nutzen. Das Training kann jähr­lich als Kassen­leistung aufgefrischt werden.
Mehr­fachmedikation checkenPatientinnen und Patienten, die dauerhaft fünf oder mehr Arzneien verschrieben bekommen, haben einmal im Jahr oder bei erheblichen Änderungen der Verordnungen Anspruch auf einen Check ihrer Medikation. So lassen sich beispiels­weise gefähr­liche Wechsel­wirkungen erkennen.
Organ­trans­plantierte beratenMenschen können im ersten halben Jahr nach einer Organ­trans­plantation intensiv zu verordneten Arzneien, die die körper­eigene Abstoßungs­reaktion hemmen, betreut und beraten werden.
Bei oraler Tumor­therapie betreuenQualifiziertes Personal bespricht mit Krebs­kranken in den ersten sechs Monaten nach der Verordnung, wie sie die Arznei­mittel gegen den Tumor richtig einnehmen, und achtet auf mögliche Risiken aller einge­nommenen Medikamente.

Tipp: Fragen Sie in Apotheken ihrer Wahl nach, ob sie Services anbieten, die für Sie infrage kommen. Oder suchen Sie online nach passenden Apotheken – etwa indem Sie die gesuchte Dienst­leistung plus den gewünschten Ort und das Stich­wort „Apotheke“ in Such­maschinen eingeben.



https://www.test.de/Apotheken-Mehr-Service-fuer-Versicherte-5909902-0?wt_mc=owned.site.rssfeeds.dl...


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