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        Lehrerinnen- und Lehrerausbildung neu: Vorarlberg fordert vollwertige Ausbildung im eigenen Land
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        1.7.2026
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    <autor>
        Martina Hämmerle | Land Vorarlberg
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        Schöbi-Fink: „Wir brauchen in Vorarlberg dringend eine vollständige Ausbildung für alle pädagogischen Berufe“
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Bregenz (VLK) – Vorarlberg trägt die im Regierungsprogramm angekündigte Weiterentwicklung der pädagogischen Ausbildung hin zu „Schools of Education" mit – unter einer klaren Bedingung: Die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung muss in Vorarlberg für Primarstufe und Sekundarstufe möglich bleiben. „Die Ankündigung, dass es in jedem Bundesland die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung geben soll, ist eine grundlegende Vorbedingung“, so Schöbi-Fink.



Heute startet mit der „Stakeholderkonferenz zur Pädagog*innenbildung“ in Graz der bundesseitig angekündigte Reformprozess zur PädagogInnenbildung. Im Zentrum der Reform steht das Ziel, die Pädagogischen Hochschulen und die Lehramtsbereiche der Universitäten weiterzuentwickeln. Für Vorarlberg ist dabei eine strukturelle Frage entscheidend: Das Modell der „School of Education" ist in Österreich bislang vor allem an Universitäten verortet – Vorarlberg verfügt jedoch über keine Universität, sondern mit der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg über die forschungsstärkste Pädagogische Hochschule des Landes. Es braucht daher von Beginn an Klarheit, welche Rolle die PH Vorarlberg im künftigen Modell einnimmt.

„Die Zusage, dass es in jedem Bundesland eine Ausbildung geben wird, ist für Vorarlberg ein wichtiges Signal. Entscheidend ist aber, dass das vollständige Ausbildungsangebot im Land bleibt – und nicht zu einem Mindestangebot verkümmert, das junge Menschen am Ende doch wieder zum Studium außer Landes zwingt“, betont Schöbi-Fink.

Dass diese Sorge nicht abstrakt ist, zeigt die heutige Praxis: In der Sekundarstufe Allgemeinbildung können am Standort Feldkirch derzeit nur einzelne Unterrichtsfächer vollständig vor Ort studiert werden – für einige Fächerkombinationen müssen Studierende nach Innsbruck ausweichen. Das macht das Studium weniger attraktiv und kostet Vorarlberg dringend benötigten pädagogischen Nachwuchs. Gleichzeitig ist der Bedarf hoch: Der Lehrkräftebedarf bleibt im Land spürbar, besonders im Sekundarbereich – verschärft auch durch die Nähe zur Schweiz und Liechtenstein, die selbst gezielt um Fachkräfte werben.

Schöbi-Fink verweist auf die klare Verantwortungslage: „Die Kompetenz für die Lehrerausbildung liegt zur Gänze beim Bund, die Folgen eines Mangels tragen aber unsere Schülerinnen und Schüler und ihre Familien. Deshalb erwarten wir, dass die Pädagogische Hochschule Vorarlberg als vollwertiger Ausbildungsstandort gestärkt wird – für die gesamte Bandbreite der pädagogischen Berufe.“

Ziel muss eine moderne, praxisnahe und qualitätsgesicherte Ausbildung sein, die jungen Menschen erlaubt, alle pädagogischen Berufe im Land zu erlernen – als verlässliche Grundlage dafür, dass Vorarlbergs Schulen mit bestens ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen versorgt sind. „Vorarlberg bringt sich in den nun startenden Reformprozess gerne aktiv und konstruktiv ein, damit die hier geltenden Rahmenbedingungen auch entsprechend berücksichtigt werden“, schließt Schöbi-Fink.


https://presse.vorarlberg.at/land/public/Lehrerinnen-und-Lehrerausbildung-neu-Vorarlberg-fordert-vollwertige-Ausbildung-im-eigenen-Land


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