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        Land- und Forstwirtschaft im Zeichen von Regionalität, Weiterentwicklung und Verantwortung
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        30.6.2026
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    <autor>
        Gerhard Wirth  | Land Vorarlberg
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        Neuer Bericht zieht Bilanz über die land- und forstwirtschaftlichen Leistungen und Schwerpunkte der Jahre 2023 bis 2025.
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Die Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft hat sich in den Jahren 2023 bis 2025 einmal mehr als verlässliche Partnerin für Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und lebenswerte Regionen erwiesen. Der aktuelle „Land- und Forstwirtschaftsbericht 2026“ dokumentiert die Entwicklungen der vergangenen drei Jahre und zeigt die Leistungen der bäuerlichen Familienbetriebe, Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter sowie ihrer zahlreichen Partnerinnen und Partner im Lande auf.

„Unsere Land- und Forstwirtschaft leistet weit mehr als die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel und Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz. Sie gestaltet Lebensräume, pflegt unsere Kulturlandschaft, sichert die vielfältigen Funktionen des Waldes und stärkt die regionale Wirtschaft“, betont Landesrat Christian Gantner bei der heutigen (Dienstag, 30. Juni) Präsentation des Berichts gemeinsam mit dem Vorstand der Abteilung Landwirtschaft und ländlicher Raum, Wolfgang Burtscher, am Hof der Familie Flatz in Hard. Dieser vielseitige Familienbetrieb steht beispielhaft für die Innovationskraft und Vielfalt der Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft – von der Tierhaltung und Landschaftspflege über die Verarbeitung bis hin zur Direktvermarktung von Produkten im eigenen Hofladen.

Leistungsabgeltungen stärken Betriebe und Regionen

Die Schwerpunkte der Vorarlberger Agrarpolitik lagen in den vergangenen Jahren auf der Weiterentwicklung der Leistungsabgeltungen, der Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten und der Umsetzung der Vorarlberger Landwirtschaftsstrategie „Landwirt.schafft.Leben“. Für diese Schwerpunkte wurden von 2023 bis 2025 insgesamt mehr als 270 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln eingesetzt (2023: 84,5 Millionen Euro; 2024: 91,9 Millionen Euro; 2025: 95,0 Millionen Euro).

Mit jährlich 36 bis 40 Millionen Euro war das Land Vorarlberg erneut der stärkste Finanzierungspartner der Vorarlberger Bäuerinnen und Bauern sowie Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter. Die Fördermittel stärken gezielt Leistungen in den Bereichen Tierwohl, Alpwirtschaft, Biodiversität, Kulturlandschaftspflege und regionale Lebensmittelproduktion. „Unsere Bäuerinnen und Bauern sowie Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter leisten jeden Tag weit mehr, als sich im Preis eines Lebensmittels oder eines Stücks Holz widerspiegelt. Sie machen aus unserer Landschaft eine Kulturlandschaft, pflegen unsere Wälder, stärken die Biodiversität und sichern lebenswerte Regionen. Solange diese Leistungen vom Markt nicht ausreichend abgegolten werden, ist es richtig, dass wir als öffentliche Hand Verantwortung übernehmen und fair honorieren“, betont Landesrat Gantner.

Besonderes Augenmerk gilt der Erhaltung einer lebendigen und zukunftsfähigen Alpwirtschaft. Die Zahlen des Alpsommers 2025 unterstreichen erneut eindrucksvoll die Bedeutung dieses Wirtschafts- und Lebensraums: Insgesamt wurden 513 Alpen von 1.062 Älplerinnen und Älpler bewirtschaftet und rund 40.000 Tiere gealpt. Die Bewirtschaftung der Alpen sichert Biodiversität, Tourismus und regionale Wertschöpfung. Gleichzeitig wurden Investitionen in tiergerechte Stallungen, Weide- und Auslaufsysteme sowie Maßnahmen zur Tiergesundheit unterstützt.

„Vorarlberg wird nie über die Menge konkurrieren können – und das müssen wir auch nicht. Unsere kleinstrukturierte Land- und Forstwirtschaft ist das, was uns als Land auszeichnet und uns unsere Mentalität und Identität verschafft. Unsere Stärke liegt in der Qualität. Vom Alpkäse bis zur Holzbaukunst: Mit hochwertigen Produkten, kurzen Wegen, echtem Handwerk und großer Sorgfalt in der Produktion werden wir auch künftig erfolgreich sein“, betont Landesrat Gantner.

Waldstrategie und Waldfonds stärken die Zukunft des Waldes

Die Vorarlberger Forstwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag für nachhaltige und lebenswerte Regionen. Mit der Umsetzung der Waldstrategie 2030+ und den Maßnahmen des Waldfonds wurden in den vergangenen Jahren gezielt Projekte zur klimafitten Waldbewirtschaftung, zur Stabilisierung der Schutzwälder, zur Walderneuerung sowie zur verstärkten Nutzung des heimischen Rohstoffes Holz unterstützt. Damit werden die vielfältigen Funktionen des Waldes als Lebensraum, Schutzraum, Erholungsraum und regionaler Wirtschaftsfaktor langfristig gesichert.

Die aktive Waldbewirtschaftung und die regionale Wertschöpfungskette Holz leisten zugleich wichtige Beiträge zum Klimaschutz, zur Energieautonomie und zur Versorgung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. „Für uns gilt der Grundsatz: Schützen durch Nützen. Nur ein aktiv und nachhaltig bewirtschafteter Wald kann seine Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktionen auch langfristig erfüllen. Mit der Waldstrategie 2030+ haben wir dafür einen klaren Fahrplan für die Zukunft unserer Wälder geschaffen. Ziel ist es, unsere Wälder auch für kommende Generationen zu sichern“, betont Landesrat Gantner.

Landwirt.schafft.Leben: Von der Strategie in die Praxis

Übergeordnetes Ziel im Bereich der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes war und ist die Umsetzung der Vorarlberger Landwirtschaftsstrategie „Landwirt.schafft.Leben“. Gemeinsam mit zahlreichen Partnerorganisationen wurden Maßnahmen umgesetzt, die Landwirtschaft, Gesellschaft und regionale Wertschöpfung noch stärker miteinander verbinden.

Ein Schwerpunkt lag in den vergangen drei Jahren insbesondere auf den Landesinitiativen „Vorarlberg am Teller“ und „Kinder.Essen.Körig“. Beide Projekte bringen regionale und hochwertige Lebensmittel verstärkt in die Gemeinschaftsverpflegung und vermitteln Kindern sowie Jugendlichen schon früh den Wert regionaler Lebensmittel und der Arbeit, die hinter ihrer Erzeugung steht. Sie gelten mittlerweile als Vorzeigeprojekte weit über Vorarlberg hinaus und stärken regionale Wertschöpfungsketten vom Bauernhof bis auf den Teller. „Mit der Landwirtschaftsstrategie ‚Landwirt.schafft.Leben‘ hat das Land Vorarlberg die richtigen Weichen für eine starke und zukunftsfähige Landwirtschaft gestellt. Die zahlreichen Projekte und Maßnahmen zeigen, dass Bewusstseinsbildung, Regionalität und Wertschöpfung erfolgreich zusammengedacht werden können – zum Nutzen der Landwirtschaft ebenso wie der gesamten Gesellschaft“, erklärt Abteilungsvorstand Wolfgang Burtscher.

Zukunft gestalten

Eine zukunftsfähige Land- und Forstwirtschaft und ein lebendiger ländlicher Raum brauchen engagierte Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen. Der aktuelle Land- und Forstwirtschaftsbericht zeigt, dass Vorarlberg dafür sehr gut aufgestellt ist und gemeinsam mit dem Bund, den Gemeinden sowie zahlreichen starken Partnerorganisationen über ein tragfähiges Netzwerk verfügt. Die Landwirtschaftskammer Vorarlberg, die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, die Landjugend Jungbauernschaft Vorarlberg, die Bäuerinnenorganisation, das Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI) sowie zahlreiche Fach- und Weiterbildungsangebote und weitere Partner entlang der Wertschöpfungskette fördern die fachliche, unternehmerische, aber auch persönliche Entwicklung der nächsten Generation maßgeblich.

Die hohe Beteiligung an Weiterbildungsangeboten, Zertifikatslehrgängen und Fachveranstaltungen verdeutlicht die große Bereitschaft der Vorarlberger Bäuerinnen und Bauern sowie Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter, sich aktiv den Herausforderungen Zukunft zu stellen und die neuen Möglichkeiten zu nutzen. Gleichzeitig übernehmen viele junge Menschen Verantwortung in landwirtschaftlichen Organisationen, Vereinen und Interessenvertretungen und gestalten die Zukunft ihrer Regionen aktiv mit.

„Über diese zahlreichen Angebote entdecken immer mehr Menschen in der Land- und Forstwirtschaft nicht nur gelebte Tradition, Wissen und Handwerk, sondern auch ein Stück regionaler Identität und Verbundenheit mit ihrer Heimat. Unsere Land- und Forstwirtschaft ist längst nicht mehr ‚nur‘ Sache der Bäuerinnen und Bauern sowie Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter. Immer mehr Menschen engagieren bilden sich weiter und entdecken ihre Begeisterung für Natur, echtes Handwerk und regionale Lebensmittel. Diese Entwicklung zeigt, dass unsere Land- und Forstwirtschaft weit über die Betriebe hinaus identitätsstiftend wirkt und Menschen verbindet“, betont Landesrat Gantner.

Internationales Jahr der Bäuerin

Eine tragende Rolle für die Zukunft der Vorarlberger Landwirtschaft übernehmen die Bäuerinnen. Als Unternehmerinnen, Vermarkterinnen, Funktionärinnen und Botschafterinnen der heimischen Landwirtschaft gestalten sie die Zukunft der Familienbetriebe maßgeblich mit und leisten wichtige Beiträge für Wirtschaft, Gesellschaft und den ländlichen Raum.

Die Bedeutung der Frauen in der Landwirtschaft rückt zunehmend in den Fokus. Ausdruck dafür ist auch das von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Jahr der Bäuerin 2026. Es würdigt die vielfältigen Leistungen von Bäuerinnen weltweit und macht ihren unverzichtbaren Beitrag für Ernährungssicherheit, nachhaltige Landwirtschaft und lebendige ländliche Räume sichtbar. Auch der aktuelle Land- und Forstwirtschaftsbericht greift dieses besondere Jahr auf: Vorarlberger Bäuerinnen prägen bewusst das Titelbild des Berichts. Damit wird ihre zentrale Rolle für die Zukunft der heimischen Land- und Forstwirtschaft und für das Land Vorarlberg auch nach außen sichtbar gemacht. Die Vorarlberger Bäuerinnen prägen mit ihrem täglichen Engagement die erfolgreiche Entwicklung der heimischen Land- und Forstwirtschaft maßgeblich mit.

Dank und Wertschätzung

„Hinter allen Zahlen und Entwicklungen stehen Menschen. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette wird Tag für Tag Großartiges für unser Land geleistet – von der Tierhaltung, der Produktion und der Landschaftspflege über die Verarbeitung und Vermarktung bis hin zu Beratung, Bildung und zum Ehrenamt. Sie alle bewahren Bewährtes, bringen zugleich den Mut auf, neue Wege zu gehen und gestalten die Zukunft unserer Land- und Forstwirtschaft aktiv mit. Ihnen allen gebührt unser aufrichtiger Dank und unsere große Wertschätzung“, betont Landesrat Christian Gantner abschließend.

Der Land- und Forstwirtschaftsbericht 2026 steht auf der Homepage des Landes Vorarlberg zum Download: https://vorarlberg.at/-/land-und-forstwirtschaftsbericht.

Druckexemplare können bei der Abteilung Va – Landwirtschaft und ländlicher Raum per E-Mail an landwirtschaft@vorarlberg.at bestellt werden.


https://presse.vorarlberg.at/land/public/Land-und-Forstwirtschaft-im-Zeichen-von-Regionalit-t-Weiterentwicklung-und-Verantwortung


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