
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<tiskova_zprava>
    <titulek>
        „Energieautonomie gemeinsam mit der Bevölkerung und der Wirtschaft umsetzen“
    </titulek>
    <datum>
        17.6.2026
    </datum>
    <autor>
        Thomas Mair  | Land Vorarlberg
    </autor>
    <perex>
         Bregenz (VLK) – Seit 2005, dem Startjahr des Energieautonomie-Prozesses, konnten die Treibhausgas-Emissionen in Vorarlberg um 25 Prozent reduziert werden. Und das, obwohl im selben Zeitraum die Bevölkerungszahl um 14 Prozent (rund 50.000 Personen) gestiegen ist. Das zeigt der neue Monitoringbericht zur Energieautonomie+ 2030, der die Entwicklung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemmissionen sowie die Einhaltung der Etappenziele für das Jahr 2024 präsentiert. „Der eingeschlagene Kurs stimmt. Wir werden ihn auch in Zukunft beibehalten“, bekräftigen Landeshauptmann Markus Wallner und Energielandesrat Daniel Allgäuer. 
    </perex>
    <text>
        

Vorarlberg hat sich mit der Energieautonomie das Ziel gesetzt, bis 2050 nur noch so viel Energie zu verbrauchen, wie wir aus regional verfügbaren, erneuerbaren Energieträgern bereitstellen können. Die Strategie zur „Energieautonomie+ 2030“ sieht vor, dass regelmäßig erhoben wird, wie weit diverse Ziele schon erreicht sind. Der jüngste Bericht lässt eine in sehr weiten Teilen positive Zwischenbilanz zu.

Im Jahr 2024 stammten 94 Prozent des Stroms aus Wasserkraft, 5 Prozent stammten aus Photovoltaik und 1 Prozent stammten aus biogenen Energieträgern. Insgesamt konnte 2024 die Netzabgabe elektrischer Energie zu 100 Prozent aus eigener Erzeugung gedeckt werden. Im Trendverlauf seit 2005 ist Photovoltaik die Erzeugungsart mit den höchsten Zuwächsen. Der Anteil heimischer, erneuerbarer Energieträger am gesamten Endenergiebedarf konnte in den vergangenen 20 Jahren von 32,1 Prozent auf 46,3 Prozent im Jahr 2024 gesteigert werden. Damit liegt Vorarlberg derzeit genau auf dem Zielpfad in Richtung 50 Prozent Anteil 2030. „Wir werden dranbleiben“, bekräftigt der Landeshauptmann.

Bürokratieabbau bringt Schwung für Erneuerbare

„Die Energieautonomie kann nur gemeinsam mit der Bevölkerung und der Wirtschaft gelingen“, betont der Landeshauptmann. Der Ausbau und die Nutzung von erneuerbaren Energien für Energieversorger, Unternehmen und Haushalte wird durch verschiedene Maßnahmen vereinfacht. Dazu zählen das sogenannte „Gesetz über Erleichterungen für Vorhaben der Energiewende“, das seit gut einem Jahr in Kraft ist und beispielsweise unter bestimmten Voraussetzungen den Verbau von Solar- und PV-Anlagen an Balkonen bewilligungsfrei stellt, sowie die erst kürzlich erlassene „Freistellungsverordnung“, die die Installation von Wärmepumpen massiv erleichtert.

„Zudem werden Investitionen in die Infrastruktur, darunter das Lünerseewerk II und der Netzausbau, gezielt vorangetrieben“, führt Landesrat Allgäuer aus.

In der längerfristigen Betrachtung 2005-2024 haben sich wichtige Einflussgrößen auf den Energieverbrauch in Vorarlberg sehr dynamisch entwickelt:

• Bevölkerung: +14 Prozent (+ca. 50.000 Personen)

• Zugelassene PKW: +33 Prozent (+ca. 55.000 PKW)

• Wohnfläche: +25 Prozent (+4,5 Millionen m² Bruttogeschoßfläche)

• Bruttoregionalprodukt: 105 Prozent (+10,7 Milliarden Euro)

• Produktionsindex der Wirtschaft: +81 Prozent (2005 = 100 Prozent)

• Heizgradtage: -22 Prozent

Hauptziele der Energieautonomie+ 2030

Landeshauptmann Wallner und Landesrat Allgäuer unterstreichen die in der Energieautonomie+ 2030 beschlossenen Ziele, die sich mit der Formel 50-50-100 umschreiben lassen:

• 50 Prozent Anteil heimischer erneuerbarer Energieträger am Endenergiebedarf

• 50 Prozent Reduktion der Treibhausgase zum Vergleichsjahr 2005

• 100 Prozent Anteil erneuerbarer Energie an der Stromversorgung

Alle damit verbundenen Maßnahmen sollen dazu beitragen, das „Zieldreieck“ Nachhaltigkeit, Leistbarkeit und Versorgungssicherheit zu erreichen.

50 Prozent Anteil heimischer erneuerbarer Energieträger am Endenergiebedarf

In Vorarlberg wurden im aktuellen Bilanzjahr 9.157 GWh an Endenergie (exkl. Kraftstoffexport) verbraucht und damit 1 Prozent weniger als im Basisjahr 2005. Am meisten Energie brauchten Gebäude (49 Prozent) und Industrie (26 Prozent). Wichtigste Energieträger waren Strom (29 Prozent), Treibstoffe (23 Prozent) und Gas (21 Prozent). Große Änderungen seit 2005 gab es bei Heizöl, Gas und Umgebungswärme (=Wärmepumpen). Der Anteil Erneuerbarer Energieträger am Endenergiebedarf konnte von 32,1 Prozent im Jahr 2025 auf 46,3 Prozent gesteigert werden.

Grafik 1 (die Grafik finden Sie am Ende der Aussendung im Bereich der Pressebilder)

50 Prozent Reduktion der Treibhausgase zum Vergleichsjahr 2005

Die Treibhausgas-Emissionsmenge Vorarlbergs nahm von 2005 bis 2024 um 25 Prozent auf rund 1,79 Mio. t CO2-Äquivalent ab. Vorarlbergs Anteil an den österreichischen Treibhausgas-Emissionen (ohne Emissionshandelsbereich) beträgt 4,1 Prozent. Von 2023 auf 2024 sanken die Emissionen um 2,4 Prozent, hauptverantwortlich hierfür waren die Emissionsrückgänge beim Verkehr und im Gebäudesektor. Um dem Ziel der Reduktion der Treibhausgase noch näher zu kommen, ist es wichtig, die Maßnahmen aus der Strategie Energieautonomie+ rasch umzusetzen.

100 Prozent Anteil erneuerbarer Energie an der Stromversorgung

Im Jahr 2024 wurden in Vorarlberg 2.689 GWh an elektrischer Energie an Endkunden abgegeben und damit ca. 7 Prozent mehr als im Jahr 2005. Mit einer Produktion von 3.073 GWh konnten 100 Prozent der Netzabgabe elektrischer Energie (ohne Transportverluste) im Jahr 2024 bilanziell aus heimischen Erzeugungsanlagen v. a. aus Wasserkraftanlagen gedeckt werden.

Sektorale Zielsetzungen

Alle konkreten Zielsetzungen sind in fünf Handlungsfelder unterteilt. In den Bereichen „100 Prozent Erneuerbare Stromversorgung 2030“, „Erneuerbare Raumwärme“, „Erneuerbare Prozessenergie“, „Nachhaltige Mobilität“ und „Vorbildwirkung der öffentlichen Hand“ konnten große Fortschritte erzielt und zahlreiche Zwischenziele erreicht werden.

LH Wallner und LR Allgäuer: „Wir sind in Summe auf einem sehr guten Pfad. Das ist aber kein Grund nachzulassen. Unsere Energiepolitik trägt Verantwortung dafür, dass Energie sicher verfügbar, leistbar für Haushalte, wettbewerbsfähig für Industrie und Gewerbe sowie umweltfreundlich und klimaverträglich ist. Diesen Weg verfolgen wir mit Nachdruck.“

Mehr Infos zum aktuellen Bericht finden sich unter http://www.vorarlberg.at/energiedaten


https://presse.vorarlberg.at/land/public/-Energieautonomie-gemeinsam-mit-der-Bev-lkerung-und-der-Wirtschaft-umsetzen


    </text>
</tiskova_zprava>
