Gute bis ausgezeichnete Wasserqualität in Bayerns Badeseen – Gesundheitsministerin Gerlach informiert über diesjährige Proben und die aktuelle Einstufung der bayerischen Badegewässer 3.6.2026 | Bayerische Staatsregierung DieWasserqualität in Bayerns Badeseen ist fast überall gut oder sogarausgezeichnet. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlacham Mittwoch hingewiesen. Die neue Bewertung der Badegewässer durch dasBayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), die auflängerfristigen Daten beruht, wird durch aktuelle Wasserproben bestätigt. Gerlachbetonte: „Bayerns Badeseen bieten auch in diesem Jahr eine wunderbareMöglichkeit, die warmen Tage zu genießen. Es ist jedoch sehr wichtig, beimSchwimmen unnötige Risiken zu vermeiden. So kann gerade bei hohen Temperaturenein Sprung in kaltes Wasser Herz-Kreislauf-Probleme auslösen. Außerdem musskonsequent auf die Sicherheit von Kindern geachtet werden.“ Nach deraktuellen Bewertung des LGL sind mehr als 96 Prozent der 375 EU-Badestellen inBayern als „ausgezeichnet“ oder „gut“ eingestuft. Drei Badestellen erhielteneine Einstufung als „ausreichend“ (zwei Badestellen am Meerhofsee imunterfränkischen Alzenau sowie die Badestelle am Krebsensee im unterfränkischenKnetzgau-Westheim) und eine Badestelle als „mangelhaft“ (Badestelle Riemer SeeNordufer in München). Zehn weitereBadestellen besitzen aktuell keine Einstufung, da bei diesen noch nicht dieerforderliche Anzahl an Untersuchungsergebnissen vorliegt. Aber auch an diesenBadestellen weisen die bisher für dieses Jahr vorliegenden LGL-Ergebnisse aufeine gute Wasserqualität hin. Das LGL hat indiesem Jahr seit Ende April insgesamt 750 Wasserproben mikrobiologischuntersucht. Gerlach erläuterte: „Schlechte Wasserqualität kann zuMagen-Darm-Erkrankungen führen. Die Gesundheitsämter überwachen daher im Sinnedes Gesundheitsschutzes der Badegäste die bayerischen EU-Badestellen in derBadesaison.“ DieGesundheitsämter entnehmen kurz vor und während der Badesaison von Ende Aprilbis 15. September insgesamt sechs Mal Wasserproben aus den Badeseen. Das LGLüberprüft die eingesandten Wasserproben auf die Darmbakterien „Escherichiacoli“ und „Intestinale Enterokokken“. Besteht für bestimmte, dafür anfälligeSeen der Verdacht, dass Cyanobakterien (Blaualgen) in höherer Konzentrationvorkommen, werden die Wasserproben zusätzlich auf Cyanobakterien untersucht.Als Folge des Klimawandels und steigender Durchschnittstemperaturen könnten inZukunft mehr Probleme mit Blaualgen auftreten. Für vereinzeltschlechtere Messergebnisse kann es verschiedene Ursachen geben. TypischeAuslöser dafür können Verunreinigungen durch Starkregen oder durch Wasservögelsein. Werden zu hohe Werte festgestellt, ergreift das zuständige Gesundheitsamtdie erforderlichen Maßnahmen. Wenn es unvermeidlich ist, können auchBadeverbote ausgesprochen werden. Prof. Dr.Christian Weidner, Präsident des LGL,sagte: „Allen, die gerne in bayerischen Seen baden gehen wollen, können wireinen Besuch der LGL-Online-Badegewässerkarte empfehlen. Sie gibt einenÜberblick über die Badestellen, die von den Gesundheitsämtern regelmäßigkontrolliert werden. Nutzerinnen und Nutzer gelangen über diese Karte außerdemzu den Seiten der Kreisverwaltungsbehörden, wo sie sich über aktuelleUntersuchungsergebnisse der einzelnen Badeseen informieren können.“ Die aktuelle Online-Badegewässerkarte des LGL weist alle 375EU-Badestellen an ca. 290 Seen in Bayern aus. WeitereInformationen gibt es unter www.stmgp.bayern.de/vorsorge/umwelteinwirkungen/badeseen. https://www.bayern.de/gute-bis-ausgezeichnete-wasserqualitaet-in-bayerns-badeseen-gesundheitsministerin-gerlach-informiert-ueber-diesjaehrige-proben-und-die-aktuelle-einstufung-der-bayerischen-badegewaesser